WordPress: Downloads verwalten und auswerten.

Als Ergänzung zu meinen Artikeln oder Büchern biete ich immer mal wieder ergänzende Downloads an, zum Beispiel einen “Denkzettel” für Konfigurationsdaten oder das kostenlose “E-Book Makrofotografie“. Natürlich möchte ich wissen, wie oft es heruntergeladen wird. Ein indirektes Feedback erhalte ich über die Abrufhäufigkeit des Beitrages oder die Serverstatistik, das ist aber umständlich und z. T. ungenau. Deshalb bin ich auf der Suche nach einer unmittelbaren Auswertung. Da ich dabei keine Downloads verkaufen möchte, reicht mir eigentlich eine simple Abrufstatistik ohne Shop-System usw.

Eigenes Bild für den Download.

Eigenes Bild für den Download.

Zuerst experimentiere ich mit dem “Simple Download Monitor“, der neben einer einfachen Download-Statistik auch eine gaaanz einfache Installation verspricht — aus Programmierersicht. Denn ganz so einfach wie erhofft, ist es dann doch nicht (inklusive Anpassung der .htaccess, was bei manchen Webhostern gar nicht ohne weiteres möglich ist). Nach einigem Experimentieren gebe ich auf und entscheide mich im zweiten Anlauf für die kostenlose Variante der “WP Filebase” (es gibt eine “Pro”-Version mit mehr Details und für “Massen”). Im Grunde genommen ist mir schon die Basisversion ein wenig zu umfangreich und es dauert eine Weile bis ich damit warm werde. Aber es steckt ein gutes Konzept dahinter.


Installation

Das Plugin kann man direkt über das WP-Backend installieren und ist dann im Grunde genommen sofort startklar. Als kleine Hilfe erscheint ganz oben das Angebot für eine Minieinführung “How get started with WP-Filebase” (auf Englisch, Bedienung aber weitgehend auf Deutsch). Da man nicht von Anfang an das volle Spektrum der Möglichkeiten nutzen und später sowieso das meiste anpassen kann, sollte man nur auf das zentrale Download-Verzeichnis achten: Das wird standardmäßig für wp-content/uploads/filebase vorgeschlagen, was für eigene Inhalte sinnvoll ist. Am besten fängt man erstmal ganz neu an und versucht erst später wichtige ältere Downloads einzupflegen. Vielleicht lohnt es sich auch ein paar Kategorien anzulegen, damit sollte man es m. E. aber nicht übertreiben.

Tipp: Bei sehr vielen Downloads und entsprechend Traffic lohnt es sich vielleicht, an dieser Stelle einen besonderen Download-Server einzubinden und das o. g. Verzeichnis dorthin zu verlegen.

Ein Download kann unmittelbar verwaltet werden.

Ein Download kann unmittelbar verwaltet werden.

Da es bei mir nur um einzelne Dateien geht, die peu à peu mit neuen Beiträgen hinzukommen, geht es folgendermaßen am einfachsten: Den gewünschten Beitrag schreiben, dort in der Werkzeugleiste das WP-Filebase-Symbol anklicken und “just in time” die gewünschte Datei von der lokalen Festplatte hochladen und als Anhang plazieren. Leider passiert auf den ersten Blick noch nichts, doch spätestens in der Vorschau erscheint eine Infobox mit Download-Möglichkeit. Selbstverständlich kann man mehrere Downloads einem Beitrag zuordnen.

WP-Filebase bietet einen eigenen Info mit Download-Möglichkeit.

WP-Filebase bietet einen eigenen Info mit Download-Möglichkeit.

Tipp: Während PDFs automatisch mit einem einigermaßen brauchbaren Symbolbild versehen werden, bleibt das Icon beim MOBI nichtssagend weiß. Aber dem kann ich mit etwas Fleißarbeit entgegen treten und im Backend ein individuelles Titelbild hochladen (siehe erstes Bild dieses Beitrages).

Auswertung

Im Backend gibt es eine ausführliche Auflistung aller Uploads einschließlich der Download-Zahlen. Außerdem kann man diverse Einstellungen vornehmen wie beispielsweise welche Rolle (Nutzerberechtigung) die Datei herunterladen darf. Hier könnte man versuchen, mit der Minimalvorgabe “Subscriber” (Abonnent) ein wenig die Motivation zur Registrierung zu erhöhen oder speziellen Benutzergruppen einen Bonus zukommen lassen (dabei empfiehlt sich allerdings zusätzlich ein Plugin zur Erweiterung der Rollen). Darüber hinaus sind Steuerung von Bandbreite und Kontingent möglich.

Auswertung der Downloads mit WP-Filebase.

Im Backend gibt es eine ausführliche Auflistung einschließlich der Download-Zahlen.

Die Plugin-Entwickler weisen außerdem auf die Möglichkeit hin, Fotoalben und MP3s zu verwalten (was ich allerdings noch nicht ausprobiert habe). Mehrere Menüpunkte erlauben auch die Anpassung des Layouts. Die “Settings” bieten ein Fülle an Details, die man aber nicht sofort berücksichtigen muß.

Fazit

Das Plugin WP-Filebase Download Manager ist zwar eher auf die Bedürfnisse einer Download-Site ausgelegt, läßt sich aber einfach handhaben und paßt deshalb auch für meine wenigen Files. Gut zu wissen, daß man auf diese Weis noch Reserven hat, wenn es mehr werden sollte. Die automatisch erzeugten Infoboxen sind übersichtlich, das Backend erlaubt eine detaillierte Steuerung.

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