Webfonts — Schriftenvielfalt auf der Website [Update]

Viele “Konzeptionen” von Websites konzentrieren sich darauf, als erstes den “richtigen” Schriftschnitt und die “richtige” Farbe festzulegen — Inhalte kann der Designer ja aus der PDF-Broschüre umkopieren.

Schriften ausprobieren mit Best Web Fonts

Schriften ausprobieren mit “Best Web Fonts”.

Das setzt nicht nur die falschen Maßstäbe bei der Konzeption einer Website, sondern ist auch aus technischer Sicht nicht ganz unproblematisch. Lange Zeit ist man bei der Auswahl der Schriften tatsächlich darauf angewiesen, was auf dem Computer des Lesers installiert ist, weshalb in den HTML- bzw. CSS-Beschreibungen standardmäßig Schrift-Familien angegeben werden. So wird aus “sans serif” je nach Computer im Browser eine Arial oder eine Helvetica.

Lange behelfen sich “raffinierte” Webdesigner damit, besondere Schriften als Grafiken einzubinden, was aus ein paar Byte Text mehrere Kilobyte Bild macht, den Traffic erhöht und die Lesbarkeit verschlechtert (siehe insb. Barrierearmut, Suchmaschinen/SEO).

Inzwischen kann dem mit Webfonts abgeholfen werden. Diese können vom Browser über bestimmte Server nachgeladen werden. Diese Technik gibt es schon länger, ist nun aber in größerem Umfang kostenlos verfügbar. So stellt Adobe in Zusammenarbeit mit Google via Typekit nun 500 Schriften kostenlos bereit. Wie man diese Fonts einsetzt, erläutert Adobe gleich auf der Startseite von “EdgeFonts

Doch welches ist die richtige Schrift, wenn sie nicht durch ein Corporate Design strikt vorgegeben ist? Ein sehr hilfreiches Tool ist “Best Web Fonts” mit dem man eine Menge Schriften direkt am Bildschirm auf der Webseite ausprobieren kann. Von Haus aus wird ein kleines Layout vorgegeben, aber man kann weitere Effekte einstellen. Zusätzlich gibt die Übersicht Hinweise, wo man sie findet und wie der Programm-Code eingebettet werden muß. Bei der Auswahl sollte man nicht nur auf die “Schönheit” und Originalität achten, sondern insb. beim Brottext auf die Lesbarkeit am Bildschirm.

[Update]

Manchmal sieht man irgendwo eine interessante Schrift, kennt aber ihre Bezeichnung nicht oder hat keine Bezugsquelle. Über “WhatTheFont” kann man versuchen, eine Schrift zu identifizieren.

Identifizierung einer Schrift (Bild: My Fonts a. a. O.)

Identifizierung einer Schrift (Bild/Quelle: My Fonts a. a. O.)

Dazu kann man man entweder eine gescannte Schriftprobe hochladen oder auf eine online verfügbare Bilddatei verweisen. Wie bei jeder Schrifterkennung hängt der Erfolg auch von der formellen Qualität der Vorlage ab, die in einer kleinen Infografik erläutert wird.

[Update II ]

WOFF File Format 1.0 ist ein Internetstandard” berichtet Golem (14.12.2012) über das von der Webfonts Working Group entwickelte Dateiformat.

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