Was taugt der Kalender von “Limal” bzw. “Ikona”? [Update]

Obwohl ich viel fotografiere, nutze ich Kalender 2013Fotogeschenke noch relativ selten — weil sie eine relativ lange Vorlaufzeit brauchen und manchmal recht kostspielig sein können. So nutze ich eine Aktion von “Limal” und kaufe für 9,95 Euro einen Gutschein für einen DIN-A4-Kalender, der sonst das Doppelte kosten soll.

Kalender 2013 mit eigenen Bildern

Kalender mit meinen eigenen Bildern kommen sehr gut an, so daß ich ihn wahrscheinlich zu Weihnachten verschenken werde. Neben dem Angebot von einschlägigen Dienstleistern experimentiere ich aber auch mit eigenen Vorlagen — was durchaus seine Vorteile haben kann, wie auch dieser Versuch wieder einmal zeigen wird.


Bilder vorbereiten

Meine Empfehlung: Man sollte vorbereitet sein. Das heißt, nicht nur den Ordner parat haben, in dem sich eine Menge möglicher Bilder befinden, sondern bereits zwölf Stück zu einem Thema oder den Jahreszeiten entsprechend, fertig bearbeitet und auch schon den Monaten zugeordnet. Auch ein einheitliches Format sollten sie haben (hoch oder quer). Zusätzlich sollte man mindestens ein Bild in Reserve für ein Titelblatt haben und in diesem Fall auch für ein Deckblatt. Macht also insgesamt 14 Bilder.

Bild

Der Kalender-Editor basiert auf einem Java-Applet.

Ich erledige die Vorbereitung diesmal komplett in Lightroom, wo ich potentielle Kandidaten grob per Farbzuweisung “blau” aussuche (Taste 8, danach entsprechend den Filter einrichten), alle auf Hochformat trimme und als JPG in höchster Qualität exportiere. Dann kommt die finale Auswahl, wobei alle Bilder dem Monat entsprechend numeriert werden — das vereinfacht später das Handling in einer noch unbekannten Kalender-Software ungemein.

Kalender gestalten

Abgewickelt wird die Bestellung/Gestaltung über “Ikona“. Dort startet ein Kalender-Editor der auf Java basiert (was auf manchen Rechnern extra installiert/erlaubt werden muß). Die vorbereiteten Bilder kann man alle auf einmal in die Mediathek am linken Bildrand ziehen. Von dort kann ich sie wiederum Stück für auf den gewünschten Kalendermonat setzen. Ich habe sie “natürlich” im Format 2 : 3 vorbereitet (einem DIN-A4-Blatt entsprechend), netto ist bei diesen Vorlagen aber eher 3 : 4 nutzbar (im Hochformat, beim Querformat paßt es etwas besser). Ich passe sie dann noch in der Größe an. Es wird zwar auf den Beschnittrand hingewiesen (der bei mir rosa und nicht grau ist), aber leider nichts zum Thema “Überdrucken” gesagt (man sollte die Bilder ein Tickchen über den Rand ziehen, damit es keine weißen “Blitzer” gibt, insb. oben in der Spiralbindung).

Der graue Rand ist rosa...

Der graue Rand ist rosa…

Wer nicht so gut vorbereitet ist oder die Software intensiver nutzen möchte, hat rudimentäre Bildbearbeitungsfunktionen (wenn ein Bild angewählt ist). Darüber hinaus kann man “Formen” oder “Text” einfügen oder durchaus mehrere Bilder auf einem Kalenderblatt arrangieren. Dank Java-Applet spielt sich das ganze lokal ab und geht recht zügig. Beim “Speichern” landen bei mir erstmal mehr als 250 Megabyte als Sicherungsdatei auf der Festplatte.

Obwohl ich gar nicht so viel bearbeiten möchte, stoße ich zum Schluß doch noch auf ein Ärgernis: Das Kalendarium ist Deutsch und Englisch — warum? Dabei fällt auf, daß es nicht dynamisch erzeugt wird, sondern selbst schon als Grafik eingebunden ist. Dementsprechend kann man daran gar nichts ändern, weder den englischen Text entfernen, das Jahr oder den Anfangsmonat ändern, noch die Gestaltung in sonst irgendeiner Weise beeinflussen. Das Kalendarium erscheint immer genau so als weißer Block am Bildrand, kann alternativ eventuell noch nach oben verschoben werden. Das ist für eine Kalender-Software primitiv und nicht mehr zeitgemäß! Da ist sogar meine eigene Bastelvorlage vielseitiger.

Das Kalendarium ist leider fix.

Das Kalendarium ist leider fix.

Überraschend auch, daß es offenbar keine Hinweise/Kontrolle auf die Bildqualität gibt. Zwar liefern Digitalkameras im allgemeinen genügend Pixel, doch wie sieht es mit Ausschnitte oder Handyfotos aus? Zum Glück gibt es eine Vorschau, die man zum Abschluß unbedingt einmal komplett durchlaufen sollte (wenn damit die Druckqualität weiterhin im Unklaren bleibt).

Fazit

Der Upload aller Bilder braucht Zeit.

Der Upload aller Bilder braucht Zeit.

Beim Upload werden meine ursprünglich 250 Megabyte auf rund 126 Megabyte eingedampft. Glücklicherweise arbeitet mein KD-Anschluß inzwischen recht zuverlässig und schnell, was sich bei solch einem Upload rentiert (nicht vergessen, geworben wird mit der Download-Geschwindigkeit). Jetzt darf man gespannt sein, a) wie schnell geliefert wird und b) ob die Druckqualität es bringt. Bisher scheint der reguläre Preis von 14,95 zzgl. 4,95 Euro Versand ganz schön gepfeffert.

[Update]

Inzwischen ist der Kalender eingetroffen, trotz Weihnachtstrubel schon nach knapp einer Woche — das ist recht schnell. Allerdings könnte das eine oder andere Bild etwas heller und schärfer sein — da ist die Frage, inwiefern dies Sache des Kunden ist, wenn der Anbieter im Endkundensegment keine Hilfe/Info dazu anbietet. Das starre Kalendarium fällt wie befürchtet relativ klein aus. Verarbeitung und Druckqualität sind sonst in Ordnung und ein schöner Wandschmuck.

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