Touchlet X8 als Kindle-Reader

Als Fan der Kindle E-Ink-Modelle mit 6-Zoll-Display gebe ich es ungern zu: Mit dem “richtigen” Tablett Bei manchen Themen ist Farbe von Vorteil.ist besonders bei illustrierten Büchern oder “rübergebeamten” Artikeln Spaß nicht vollkommen ausgeschlossen. Ich denke dabei allerdings nicht an die neuen Modelle Kindle “Fire”, sondern an meine Teststellung Touchlet X8: Es hat mit 8 Zoll nicht nur die perfekte Größe zwischen 7 und 10 Zoll, sondern mit 3 : 4 auch ein ausgewogenes Seitenverhältnis — statt der handtuchartigen 16 : 9 bei den meisten anderen Geräten.

Bei manchen Themen ist Farbe von Vorteil.

Auch wenn ich Gefahr laufe, daß mir das DRM bei meinen vielen Testinstallationen in die Suppe spuckt, installiere ich mir auf dem Tablett-PC eine Kindle-App. Die kostenlosen Software-Kindles haben inzwischen aufgeholt: Es werden Erläuterungen zu markierten Begriffen angezeigt und sie sind nun auch mit eigener E-Mail-Adresse erreichbar — wichtig für drahtloses Übertragen von Büchern oder Artikeln aus dem Browser (Webartikel via “Send to Kindle”, “Readability”, RSS-Streams via “Calibre” usw.). Sie werden vollwertig bei “My Kindle” gelistet und auch bei “Übertragen an” aufgeführt.

Die Bedienung ist gegenüber einer Kindle Hardware etwas abweichend, aber man findet sich trotzdem schnell zurecht. Natürlich gibt es sogleich ein paar wichtige Spielereien wie beispielsweise einen farbigen Hintergrund (weiß, sepia, schwarz). Die Bedienung — auch das Blättern natürlich — geht über Touch, entweder Wischen oder an den Rand Tippen.

Auf einem größeren Display sind zwei Spalten möglich, Erklärungen werden ebenfalls angezeigt.

Auf einem größeren Display sind zwei Spalten möglich,
Erklärungen werden ebenfalls angezeigt.

Ich hätte ja meinerseits mit einem klaren Untergang des Tabletts auf der ganzen Linie gerechnet, kann aber in besonderen Situationen Vorteile eines 8-Zoll-Tabletts nicht abstreiten. Leider fehlt mir noch der Vergleich zum in Deutschland nicht erhältlichen Modell Kindle DX mit 9,7 Zoll E-Ink-Bildschirm.

Von Vorteil sind:

  • die größere Lesefläche, die besonders illustrierte Bücher übersichtlicher macht
  • die farbige Darstellung von Fotos
  • eine alternative 2-Spalten-Anzeige bei Romanen u. ä.

Warum ich trotzdem nicht zuschlage:

  • auch das beste Farbdisplay ermüdet das Auge relativ schnell (erst Recht bei Dunkelheit!) und bei Sonnenschein bzw. unter freiem Himmel hat es keine Chance
  • die Akkulaufzeit kann bei weitem nicht mit E-Ink mithalten — und schon hat man wieder den Ladeanzeige-im-Auge-behalten-Streß
  • im Gegensatz zum schlanken Kindle 4 bekomme ich das Tablett nicht in die Jackentasche

 

Zwei Spalten können einen Text übersichtlicher machen.

Zwei Spalten können einen Text übersichtlicher machen.

Der schlanke Kindle 4 ist bei mir zum “immer dabei”-Gerät geworden, deshalb muß er in die Jackentasche passen und trotzdem lange Akkulaufzeit haben. Ich lese darauf z. Zt. hauptsächlich Romane u. ä. sowie Artikel von Websites bzw. RSS-Streams. Dafür funktioniert er perfekt. Bei Fachliteratur mit komplexen Illustrationen oder ein bißchen “schönem Layout” erreichen die kleinen Originale allerdings die Grenze. Das farbige E-Ink ist allerdings längst erfunden, ebenso die Größen bis A0. Jetzt muß nur noch zusammenwachsen, was zusammen gehört.

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