Teiltonung für Fotos mit Lightroom

Für engagierte Digitalfotografen ist Lightroom eine wunderbare Software, die Dank geändeter Preispolitik inzwischen auch erschwinglich geworden ist (ca. 120 Euro, Updates und Lehrversionen etwas günstiger). Und obwohl es keine so komplexen Funktionen wie in Photoshop gibt, entdecke ich immer wieder interessante Möglichkeiten auch zur kreativen Bildbearbeitung, wie beispielsweise die Teiltonung.

Marienkäfer in Teiltonung

Marienkäfer in Teiltonung

Mit der Funktion “Teiltonung” kann man in Lightroom ein Bild in Abhängigkeit der Lichter (helle Bildteile) und Schatten (dunkle Bildteile) einfärben. Wenn man es geschickt einsetzt, lassen sich interessante Farbstimmungen erzeugen — ohne komplizierte Ebenenmaske oder Korrekturpinsel.

Das geht zwar prinzipiell auch mit Farbbildern, kontrastreiche Schwarzweißbilder bilden oft eine geeignetere Grundlage. Ich suche mir zuerst ein fast monochromes Farbbild von einem sommerlichen Spaziergang (Aufnahme mit Canon Powershot G7 als JPG, 21 DIN/ISO 100, Blende 4, 1/320 s, Brennweite ca. 35 mm als KB-Äquivalent) und wandele es zum einem Schwarzweißfoto, bei dem ich via “Schwarzweißmischung” (bei HSL/Farbe/SW) die Grauwertzuordnung so anpasse, daß der Käfer sich dunkel vom hellen Korn abhebt (was ich in Photoshop gern mit dem Kanalmixer mache, wenn es auch dort inzwischen eine spezielle Einstellungsebene dafür gibt).

Das Ausgangsbild in Farbe Schwarzweiße Vorlage mit Anpassung der Grauwerte Ergebnis der Teiltonung

Das Ausgangsbild in Farbe, Hilfsbild in schwarzweiß, Zwischenergebnis der Teiltonung.

Darunter befindet sich die “Teiltonung”, die sich mit jeweils zwei Schiebereglern in “Lichter” und “Schatten” aufteilt. Der jeweils obere Regler dient der Farbauswahl, darunter stellt man die Sättigung ein, also die Stärke der farblichen Überlagerung. Bei den ersten Schritten sollte man Die Farbtöne kann man auch direkt aus der Palette aussuchen.zwei gut unterscheidbare Farbe auswählen (beispielsweise blau und rot), damit man die Wirkung besser verfolgen kann. Dann stellt man über die Sättigung die Stärke des Effekts ein.

Die Farbtöne kann man auch direkt aus der Palette aussuchen.

Die Farbtöne kann man auch direkt aus der Palette aussuchen, wobei die Farbe natürlich nicht 1 : 1 umgesetzt wird, sondern in Abhängigkeit der Grautöne. Da aber einerseits die Palette auch nach einem Klick geöffnet bleibt, andererseits die so ausgewählte Farbe direkt im bearbeiteten Bild angewendet wird, kann man sich an den gewünschten Effekt Klick für Klick herantasten und auch später alles wieder ändern. Zur Feinabstimmung kann man über den “Abgleich”-Regler noch die Gewichtung zwischen Licht und Schatten verschieben. Im Finish lege ich noch eine deutliche Körnung darauf (bei “Effekte”) und fasse den Bildausschnitt noch etwas enger.

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