Tamron legt Meßlatte für Superzoom auf 16 – 300 mm

Als ich in die Fotografie einsteige, sind Zooms rar und sehr teuer. Auch der abgedeckte Brennweitenbereich — der Einfachheit halber gern griffig als Faktor angegeben — liegt selten über dreifach: Üblich sind 35 – 70 mm sowie 80 – 200 mm. Auch ich erliege irgendwann der Bequemlichkeit und kaufe ein 35 – 135 mm (was sogar dem Faktor 3,8 entspricht), das damals die gebräuchlichsten Brennweiten (für Vollformat) abdeckt. Und damals ist es schon ein Tamron — ein Objektivhersteller, der heute die Meßlatte für sog. Reisezooms oder Superzooms wieder ein großes Stück nach oben verschiebt…

Tamron Zoom 16 - 300 mm (Bild: Tamron)

Tamron Zoom 16 – 300 mm
(Bild: Tamron)

Unter der etwas sperrigen Bezeichnung 16-300 mm F/3.5-6.3 Di II VC PZD MACRO bietet das neue Objektiv einen Zoomfaktor von 18,8 — bisher lag der Rekord bei 15fach mit dem Tamron 18-270er.

Wie der Brennweitenbereich erahnen läßt, ist es für Digitalkameras mit APS-C-Sensor gedacht. Und deshalb ist m. E. weniger der Zuwachs im Telebereich als der im Weitwinkelbereich erwähnenswert: Bisher liegt er bei allen vergleichbaren Modellen bei 18 mm, was einem Vollformat-Bildwinkel von 27 mm (Nikon) bzw. ca. 29 mm (Canon) entspricht. Mit nun 16 mm verbessert sich das Weitwinkel nun auf 24 mm bzw. knapp 26 mm. Als Weitwinkelfan — ich habe das Tamron 10 – 24 mm sowie ein 14er und 20er Vollformat — weiß ich, daß diese paar Millimeter im Weitwinkelbereich deutlich mehr bringen als 30 mm für das Tele. Vorteilhaft im Detail ist auch, daß der AF entkoppelt ist, so daß man jederzeit manuell eingreifen kann.

Ob es zum “Immerdrauf” taugt, wird die Praxis zeigen. Das Objektiv wiegt 540 g und sieht in der 16-mm-Stellung eher zierlich aus — aus Erfahrung mit ähnlichen Objektiven weiß ich, wie groß sie in der Tele-Einstellung ausfallen können… Angeboten wird es für Canon, Nikon und Sony — Preis und Erscheinungsdatum stehen aber noch nicht fest.


[PM] Das leistungsstarke Megazoom startet bei beispiellosen 16 mm und liefert mit einer Telebrennweite von 300 mm höchste Flexibilität in allen Situationen. Durch die Integration des PZD- (Piezo Drive) Ultraschallmotors und der VC-Bildstabilisierung erweitert Tamron nicht nur die Leistungsfähigkeit dieses Allround-Objektivs, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten, um das Fotografieren bequemer, angenehmer und zugänglicher zu machen.

Seit der Markteinführung des ersten 28 – 200 mm Megazooms (Modell 71D) im Jahr 1992 mit einem damals revolutionär kompakten und leichten Design, verbessert Tamron sein Portfolio von leistungsstarken Objektiven stetig. Zuletzt bringt Tamron das 18 – 270 mm (Modell B008) auf den Markt, das mit seinem 15fach-Zoomverhältnis in einem sehr kompakten Gehäuse viele Fotografen auf der ganzen Welt begeistern kann. Als Reaktion auf die Nachfrage vieler Kunden hinsichtlich einer Erweiterung der Brennweite sowohl im Tele- als auch im Weitwinkelbereich, hat Tamron damit begonnen, ein neues, innovatives Megazoom zu entwickeln, das erstmals gleichermaßen 16 mm Weitwinkel sowie 300 mm Tele in einem sehr kompakten Gehäuse vereint.

1. Eine erweiterte Flexibilität von Weitwinkel bis Tele
Dieses Megazoom verschiebt die Grenzen der herkömmlichen Reisezooms sowohl im Weitwinkel- als auch Telebereich. Mit einer minimalen Brennweite von 16 mm (entspricht einem Bildwinkel von 24,8mm im Kleinbild) bis hin zu einer maximalen Brennweite von 300 mm (entspricht einem Bildwinkel von 465mm) bietet dieses bemerkenswerte Objektiv einen Zoomfaktor von 18,8fach. Damit erfüllt es die Nachfrage vieler Kunden nach erhöhter Flexibilität. Ob der erweiterte Weitwinkel oder die lange 300mm Telebrennweite: Der gewünschte Zoomfaktor kann mit einer leichten Drehung einfach und schnell ausgewählt werden.

2. Anspruchsvolle und verlässliche Bildqualität in einem universell einsetzbaren Objektiv
Die Objektiv-Konstruktion mit 16 Linsen in 12 Gruppen umfasst drei asphärische, ein hybrid-Asphärisches Element, zwei LD- (Low Dispersion) und ein XR- (Extra Refractive Index) Glaselement sowie ein UXR- (Ultra-Extra Refractive Index) Glas, das einen nochmals größeren Brechungsindex als XR-Gläser hat. Der umfassende Einsatz von Spezialglaselementen sorgt für eine effektive Minimierung von optischen Aberrationen. Darüber hinaus ermöglichen neuste Beschichtungstechnologien erstaunliche Anti-Reflex-Eigenschaften und minimieren damit unerwünschtes Streulicht sowie Geisterbilder. Insgesamt sorgt der Einsatz der Spezialgläser und Beschichtungen jederzeit für scharfe und kontrastreiche Bilder.

3. Ein neuer Design-Ansatz für die Konstruktion eines ultra-kompakten Objektivs
Die neusten optischen Technologien wurden verwendet, um den im Vergleich zum Vorgängermodell erweiterten Brennweitenbereich in puncto Weitwinkel und Tele zu ermöglichen, und das, ohne die Baugröße dabei erheblich zu verändern. Durch die Verwendung von UXR-Glas zur Reduktion des Objektivdurchmessers, einer optimierten Anordnung der asphärischen Elemente, dem Einsatz eines 5-Linsen-Gruppen-Zoomsystems für höhere Konstruktionsflexibilität, einer durchdachten mechanischen Konstruktion sowie hochpräziser Fertigungstechniken gelang es, diesen beispiellosen Zoombereich bei hervorragender Bildqualität in einem kompakten Gehäuse zu vereinen.

4. Naheinstellgrenze von nur 39 cm für die Makrofotografie
Das neue Objektiv bietet eine Naheinstellgrenze von 0,39 m über den gesamten Zoombereich, mit einem maximalen Abbildungsmaßstab von 1:2,9. Dadurch wird es mit diesem Objektiv noch einfacher möglich, spannende Details ganz nah heranzuholen und in Szene zu setzen.

5. PZD (Piezo Drive): Der schnelle und leise Autofokus
Der PZD (Piezo Drive), ein fortschrittlicher Ultraschallmotor mit stehender Welle, agiert sehr schnell und leise. Darüber hinaus bietet das Tamron 16-300mm im Gegensatz zum Vorgängermodell auch die Möglichkeit, jederzeit manuell in die Fokussierung einzugreifen.

6. Schärfere Bilder dank VC (Vibration Compensation)
Der bewährte Tamron VC-Bildstabilisator (Vibration Compensation) sorgt in diesem Objektiv für scharfe und verwacklungsfreie Bilder. Damit kann die lange Telebrennweite auch perfekt bei handgehaltenen Aufnahmen genutzt werden.

7. Die spezielle Objektivkonstruktion schafft Abhilfe gegen das Eindringen von Spritzwasser
Die aufwendige Objektivkonstruktion ist spritzwassergeschützt. Dadurch ist das Objektiv selbst für anspruchsvolle Outdoor-Fotografie ideal geeignet.

8. Modernes Design
Tamron hat das Objektivdesign und die Verarbeitung weiter aufgewertet, damit es im Einklang mit den Anforderungen anspruchsvoller DSLR-Benutzer steht. Das neu konzipierte Design mit angepassten Zoom- und Fokusgummierungen sowie einem Markenring in edlem „Tungsten-Silver“ überzeugt durch schlichte, moderne Eleganz.

Technische Daten Tamron 16 – 300 mm

Modell : B016
Brennweite : 16-300mm
Lichtstärke : F/ 3.5-6.3
Bildwinkel (diagonal) : 82°12′ – 5°20′
Konstruktion : 16 Elemente in 12 Gruppen
Naheinstellgrenze : 39cm
Abbildungsmaßstab : 1:2.9 (bei f=300mm,39cm Naheinstellung)
Filter Durchmesser : Ø 67mm
Durchmesser : Ø 75mm
Länge (von der Auflagefläche am Kameragehäuse bis zur Objektivspitze) : 99,5mm
Gewicht : 540g
Blendenlamellen : 7 (kreisförmige Blende)
Kleinste Blendenöffnung : F/22-40
Standardzubehör : blütenförmige Sonnenblende
Anschlüsse : Canon, Nikon, Sony

Die technischen Daten, Aussehen, Funktionalität etc. können ohne Ankündigung geändert werden. Angaben zu Länge und Gewicht basieren auf dem Modell mit Nikon-Anschluß.

PZD (Piezo Drive)
Ultraschall-Motoren werden grundsätzlich in zwei Kategorien unterteilt, die sich durch die Art der Bewegungserzeugung unterscheiden. Zum einen gibt es Motoren, die mittels einer Wanderwelle angetrieben werden, zum anderen Motoren die sich mittels stehender Wellen bewegen. Der Autofokus des neuen 16-300mm beruht auf dem Antrieb durch eine stehende Welle, während der Ultraschallmotor des Ultrasonic Silent Drive des Tamron SP 70-300mm USD und anderer Objektive eine Wanderwelle nutzt. Beim Tamron PZD-Prinzip der stehenden Welle wird eine hochfrequente elektrische Spannung an das piezoelektrische Element angelegt. Dadurch wird es in eine stehende Wellenbewegung versetzt. Eine Metallspitze an der Piezokeramik wird durch die Drehbewegung des Elements dabei in eine elliptische Rotation versetzt und treibt mittels Reibung den Rotor an. Der Vorteil von Motoren, die stehende Wellen nutzen, gegenüber ihren Gegenstücken mit Wanderwellen Antrieb, ist ihre Kompaktheit. Dadurch lassen sich sehr kleine Objektivgrößen realisieren. Der Tamron Piezo Drive zeichnet sich durch eine hohe Autofokus-Geschwindigkeit, äußerste Präzision und ein ultra-leises Laufgeräusch aus.

VC (Vibration Compensation)
Die VC-Bildstabilisierung basiert auf einer dreiachsigen Antriebseinheit, die auf drei Keramikkugeln gelagert ist und elektromagnetisch angetrieben wird. Daher arbeitet dieses System äußerst reibungsfrei und mit hoher Geschwindigkeit. Die Kamerabewegungen werden 4000mal in der Sekunde durch zwei eigenständig gelagerte Gyrosensoren erfasst. Auffällig ist hierbei das äußerst stabile Sucherbild, das einen hohen Komfort bei der Wahl des Ausschnitts erlaubt. Auch ein Mitziehen der Kamera während der Aufnahme ist durch das flexible System ohne Umschaltung problemlos möglich. VC minimiert die Effekte von Kameravibrationen und liefert gestochen scharfe Resultate.

(Dieser Eintrag basiert z. T. auf einer Mitteilung des Herstellers.)

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