Zählpixel der VG Wort sind datenschutzkonform

[PM / (thl)] In einer Pressemitteilung nimmt die VG Wort zum Vorwurf Stellung, mit Zählpixeln im System “Metis” gegen Datenschutzbestimmungen zu verstoßen und kommt dabei zu einem anderen Ergebnis. — Hintergrund: Um nach 20 Jahren Internet Autoren endlich auch eine Vergütung für online veröffentlichte Artikel zu ermöglichen, muß in den betreffenden Beitrag ein sog. Zählpixel eingebaut werden. Wird ein so markierter Beitrag nun aufgerufen/angezeigt, erhöht der Zählpixel einen “Gelesen”-Zähler um eins (Prinzip Strichliste).

Technisch gesehen stellt der Zählpixel eine “unsichtbare” 1 x 1 Pixel große Grafik dar, die allerdings von einem “fremden” Server geladen wird — das soll datenschutzrechtlich bedenklich sein. Und der Leser ist insofern “bekannt”, als daß aus technischen Gründen dabei seine IP übermittelt wird, nicht aber sein Name o. ä. In der Praxis wird bei jeder Website aber alles mögliche von “fremden” Seiten zugeliefert und die IP übermittelt, so daß man diesen Vorwurf praktisch jeder Website machen könnte. Und: Besonders in aufwendig gestalteten E-Mails — also mit eingebetteten Grafiken — wird diese auch als Webbug bezeichnete Technik als Lese-Kontrolle verwendet (weshalb beispielsweise Outlook solche Grafiken erst nach Aufforderung lädt).


Die Pressemitteilung: Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht hat bestätigt: Online-Verlage, die am METIS-System der VG Wort teilnehmen, müssen deswegen kein Opt-Out für Ihre Leser anbieten oder sich Sorgen um die Datenschutzkonformität machen. Der Verlag akademie.de hatte Mitte Oktober öffentlich behauptet, dass das METIS-System „gleich mehrfach“ gegen Datenschutzrecht verstößt und die METIS-Zählpixel von seinen Seiten entfernt. Der Verlag berief sich dabei auf eine angebliche Auskunft des Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit.

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