Kolorierung: Alte Bilder mit frischer Farbe.

Bis Ende des 20. Jahrhunderts sind viele Abbildungen in Zeitungen, Zeitschriften, Büchern oder dem privaten Fotoalbum schwarzweiß. Grund dafür ist weniger, daß Farbe nicht möglich ist, sondern geringere Kosten.

Bilder aus der guten alten Zeit der Eisenbahn.

Bilder aus der guten alten Zeit der Eisenbahn.

Die Farbfotografie hat deshalb eine viel längere Tradition als es landläufig angenommen wird. Zwar wird Farbfotografie im (beruflichen) Alltag erst seit etwa 1930 genutzt, erste Experimente gibt es aber schon Mitte des 19. Jahrhunderts.

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Ara Güler — Das Licht von Istanbul

Auf meiner bescheidenen Reisewunschliste steht eine oft unterschätzte Location: Istanbul, auch bekannt unter den Namen Konstantinopel oder Byzanz. Neben den üblichen Sehenswürdigkeiten, verbinde ich damit den Namen eines Fotografen, der seit Jahrzehnten die Entwicklung der Stadt in Bildern festhält: Ara Güler.

Wenn ich mich richtig erinnere, höre ich das erste Mal von ihm als er in einer Reportage über Istanbul (als Kulturhauptstadt?) ebenfalls kurz portraitiert wird. Obwohl er Mitglied bei Magnum Photos ist und viele Auszeichnungen erhalten hat, ist er hierzulande (noch) wenig bekannt. Bevorzugte Kamera ist übrigens eine Leica…

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Fuji Roadshow bietet Foto-Knowhow zum Schnäppchenpreis

Viele namhafte Kamerahersteller versuchen nicht nur mit immer länger werdenden Featurelisten, sondern durch Leistung zu überzeugen. So gibt es eine Menge “Fotoschulen” unter der Obhut großer Marken.

Roadshow für die Fuji X-M1. (Quelle: Fuji Homepage)

Roadshow für die Fuji X-M1.
(Quelle: Fuji Homepage)

Fuji möchte in einer Roadshow ambitionierte Fotografen vom neuen Modell X-M1 im oberen Preissegment überzeugen. Dabei heißt es nicht nur gucken, sondern auch anfassen. Und zwar in vierstündigen Fotoworkshops unter Anleitung professioneller Fotografen. Geboten werden u. a.:

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Lichtstarke 35 mm für Straßenfotografie

Eigentlich hatte ich mit dem Kauf meiner Canon EOS 50 D, dem 17-85-mm -Zoom mit USM und IS sowie zusätzlich dem Tamron 10 – 24 mm trotz Crop-Faktors Frieden mit APS C geschlossen, weil man in dieser Kombination endlich auch den extremen Weitwinkelbereich wieder nutzen kann (auf KB umgerechnet 16 – 38 mm).

Canon EF 35 mm f2 (Quelle: Amazon)

Canon EF 35 mm f2

(Quelle: Amazon, Januar 2013)

Allerdings steige ich auf Grund der besseren Bildqualität und Bearbeitungsmöglichkeiten auch generell auf RAW und Lightroom um und bin auch diesbezüglich lange Zeit damit sehr zufrieden. Und weil ich mich schon so lange mit Fotografie beschäftige, habe ich inzwischen auch immer mal wieder “analoge” Canon-Objektive oder sogar alte M42-Optiken versuchsweise im Einsatz. Doch ohne nach Unterschieden zu suchen, fallen mir bei der Bildbearbeitung immer öfter kleinere oder größere Mängel auf, leichte Unschärfen oder chromatische Abberation.

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„Vom Sperrmüll an die Wand“: Zentrum für Medien zeigt Aufnahmen des Bremer Fotografen Hinrich Pundsack

[PM] Bilder des Bremer Fotografen Hinrich Pundsack lagen schon am Sielwall im Sperrmüll. Es ist einer glücklichen Fügung zu verdanken, daß sie noch erhalten sind. Hinrich Pundsack -- Fotocollage (Quelle: Pressereferat für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit)Bernd Mathis hat die Fotos gerettet und dem Fotoarchiv des Zentrums für Medien übergeben.

Hinrich Pundsack — Fotocollage
(Quelle: Pressereferat für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit)

Die schönsten 80 Motive des Fundes wurden für eine Ausstellung ausgesucht. Die faszinierenden Impressionen zeigen das Leben in Bremen in den 50er und 60er-Jahren. Damit man diese wunderbaren Bilder auch mit nach Hause nehmen kann, haben das Fotoarchiv und die Edition Temmen einen Kalender mit Schiffsmotiven von Pundsack und anderen renommierten Bremer Fotografen zusammengestellt. Die Bilder zeichnen sich neben ihrem sozialdokumentarischen Charakter durch ihre hohe künstlerische Qualität aus.

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Müssen Polizisten sich fotografieren lassen? [Update]

In einem Blogbeitrag berichtetWegen Videoaufnahmen drohen 75 Jahre Gefängnis (Quelle: NBC/Youtube) Rechtsanwalt Udo VetterPolizisten müssen sich fotografieren lassen” und verweist dabei auf das Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 28. März 2012, Aktenzeichen 6 C 12.11.

Wegen Videoaufnahmen drohen 75 Jahre Gefängnis
(Quelle: NBC/Youtube)

Nun bin ich kein Jurist, aber in dem genannten Urteil tauchen auch die Stichworte “Journalist” und “zeitgeschichtliches Ereignis” auf, über das berichtet werden soll (ein Schwerverbrecher wird zum Augenarzt eskortiert) — daraus zu schließen, daß nun “jeder” somit “alle(s)” fotografieren und veröffentlichen darf, halte ich für übereilt und die Überschrift entsprechend für irreführend. Es geht hier m. E. primär um schützenswerte Pressefreiheit. — Als Privatperson sollte man diesbezüglich generell vorsichtig sein…

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Street Photography Now

Eine kleine Einführung in Straßenfotografie an Hand einer Ausstellung über das Projekt “Street Photography Now” (Berlin, 11.12.2010 bis 15.1.2011 [leider eine Website ohne Anker o. ä.]).

Christophe Agou, Arif Asci, Narelle Autio, Polly Braden, Bang Byoung-Sang, Maciej Dakowicz, Carolyn Drake, Melanie Einzig, George Georgiou, David Gibson, Bruce Gilden, Thierry Girard, Andrew Z. Glickman, Siegfried Hansen, Markus Hartel, Nils Jorgensen, Richard Kalvar, Martin Kollar, Jens Olof Lasthein, Frederic Lezmi, Jesse Marlow, Jeff Mermelstein, Joel Meyerowitz, Mimi Mollica, Trent Parke, Martin Parr, Gus Powell, Mark Alor Powell, Bruno Quinquet, Paul Russell, Otto Snoek, Matt Stuart, Ying Tang, Nick Turpin, Munem Wasif, Alex Webb, Amani Willett, Michael Wolf, Artem Zhitenev, Wolfgang Zurborn.

Straßenfotografie: Bruce Gilden.

Bruce Gilden ist als “Straßenfotograf” bekannt und sogar Mitglied der bekannten Agentur Magnum. — Allerdings finde ich seine Art zu fotografieren nicht gerade der Akzeptanz förderlich.

Meiner Meinung nach sollte man sich gerade als Straßenfotograf zurückhaltend zeigen. Einerseits um nicht die Authentizität der Szene zu beeinträchtigen, andererseits aus Rücksichtnahme und Höflichkeit.

Straßenfotografie mit Garry Winogrand

Straßenfotografie gehört zu meinen Lieblingsthemen, das ich “unbewußt” schon seit meinen ersten Schritten mit der Kamera verfolge. Doch wenn man etwas nachforscht, findet man viele andere Fotografen mit diesem Schwerpunkt, die so den Alltag aus unterschiedlicher Perspektive authentisch wiedergeben.

Zum Beispiel Garry Winogrand bei der Arbeit in den frühen 80ern (ca. 5 ½ Minuten, deutsch). Wieso er (so) fotografiert kann man in Wikipedia nachlesen:

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