Wegwerfgesellschaft: 3 E-Mail-Adressen gegen Spam und Spionage.

Ich weiß nicht, wie oft ich das Thema Wegwerfadresse schon aufgreifen mußte, aber leider ist es noch immer aktuell.

Daten sind ein wertvolles Gut.

Daten sind ein wertvolles Gut.

Praktisch immer, wenn im Internet etwas als “kostenlos” angepriesen wird, bezahlst du mit deinen Daten. Wenn du Glück hast, ist es im weitesten Sinne eine win/win-Situation, aber nicht selten handelst du dir einfach Spam ein. Typische Situation: Bevor du auf eine Seite lesen oder einen Download machen kannst, mußt du einen Account anlegen oder einen Newsletter abonnieren. Meist genügt es leider nicht, dort Fantasiedaten einzutragen. Es wird eine Nachricht an die genannte E-Mail-Adresse mit einem Bestätigungslink gesandt und im zweiten Schritt dort wiederum ein Downloadlink hingeschickt. Somit weiß auch der Absender sicher, daß die Adresse existiert und du mußt mindestens zweimal eine Mail lesen.

Leider macht auch immer öfter Datenschutz eine solche “konspirative” Vorgehensweise erforderlich. Gerade im konservativen Law-and-Order-Staat steht der Bürger immer öfter unter Generalverdacht. Dabei werden systematisch Kundenlisten auswertet, manches Unternehmen macht sich dabei sogar zum Handlanger — oft sogar definitiv rechtswidrig. Zusammenhanglose E-Mail-Adressen erschweren zumindest das anlaßlose Spionieren (wobei beide Seiten natürlich solche Adressen nutzen müssen). Auf der anderen Seite kann auch der Anbieter eines solchen Dienstes theoretisch alles mitlesen. Bei einem Newsletter nicht so wichtig, beim Schutz von Informanten relevant (trotz GG nicht wirklich garantiert) — dann sollte man zusätzlich eine separate Verschlüsselung verwenden.

Ich habe mir mal ein paar Treffer der ersten Ergebnisseite von Google angesehen…

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Gratis Bild-Zeitung — nein, danke!

Schon seit Jahrzehnten mißbraucht die Deutsche Bundespost unsere Briefkästen, indem dort ungefragt Werbung als Postwurfsendung landet, oft getarnt als “Info” oder pseudopersonalisiert “an alle interessierten Bewohner”. Vor ein paar Jahren ist der Springer-Verlag auf die Idee gekommen, die “Bild”-Zeitung zu besonderen Ich möchte keine kostenlose Bild-Zeitung (Quelle: Selbstauskunft.net)Anlässen zu “verschenken”.

Ich möchte nicht Springers Profit mehren.
(Quelle: Selbstauskunft.net)

Doch ganz so selbstlos ist diese Aktion nicht, durch die riesige Auflage für ca. 40 Millionen Haushalte wird Springer bei den Anzeigenkunden gut Kasse machen (eine gansseitige Anzeige in dieser “kostenlos”-Ausgabe soll den Werbekunden ca. 4 Millionen Euro kosten…). Ich möchte nicht dazu beitragen und keine Bild-Zeitung in den Briefkasten gestopft bekommen, auch nicht “kostenlos”! Zur Fußball-WM oder Mauerfall droht wieder so eine Aktion. Was tun?

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