Was ist eine Meßsucherkamera?

Die Gattungsbezeichnung “Meßsucherkamera ” hebt ein technisches Detail hervor, über das eine manuelle Entfernungseinstellung realisiert wird — den Meßsucher. Bei dieser Technik müssen zwei Bilder im Meßsucher zur Deckung gebracht werden, damit das Motiv in der Bildmitte scharf abgebildet wird. Für die beiden Teilbilder benötigt man zwei Öffnungen am Gehäuse, die optisch/mechanisch miteinander sowie mit der Optik verbunden sind (Basis). Je weiter diese auseinander liegen, desto präziser kann man einstellen.

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Meßsucherkamera: Voigtländer Bessa L als Schnäppchen? (Teil I)

In meiner Kindheit haben Telefone eine Wählscheibe und man kann mit ihnen nicht fotografieren. In Fotoapparate werden Filme eingelegt, die nach dem letzten Klick erst entwickelt werden müssen. Der Hersteller spielt eine untergeordnete Rolle, man kann Dank M42-Schraubanschluß ein Nikon-Objektiv durchaus an eine Praktika setzen oder mit Opas 30 Jahre alten Exakta — aus Dresden — erste fotografische Erfahrungen auch in Sachen Spiegelreflex machen — der Kleinbildfilm paßt. Meine erste Meßsucherkamera... Beim Fotografieren schert sich niemand darum, wie schnell die Kamera schußbereit sein kann, wieviele Bilder pro Sekunde belichtet werden oder ob das Bokeh des Objektivs rund ist, selbst eine Batterie ist optional.

Meine erste Meßsucherkamera…

Und spätestens nach 36 Fotos ist eine Zwangspause zum Filmwechsel angesagt. Apropos: Das Ergebnis holt man nach einer Woche im Fotogeschäft ab, selbst mit eigenem Labor dauert es wenigstens ein paar Stunden. Alles total entschleunigt… “Damals” findet man das alles lästig — doch inzwischen erlebt diese Art der Fotografie eine Renaissance. Selbst Leute, die nicht mit Wählscheiben und Entwicklerdose aufwachsen, können sich für diese “Umständlichkeit” begeistern. — Und ich auch (wieder)…

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