Recherchedienste — Fluch oder Segen?

Im gelobten Land der Dichter und Denker wird es immer schwieriger als verantwortungsvoller Redakteur/Journalist von seiner Arbeit leben zu können. Vor allem freiberufliche Tätigkeit und sorgfältige Recherche schließen sich fast aus, zumal die über das angeblich notwendige #Leistungsschutzrecht jammernden Verlage nicht selten rechtswidrig eine unbezahlte Mehrfachnutzung der Artikel praktizieren.

Können sog. Recherche-Dienstleister die Lösung sein? Der Knackpunkt: So weit ich es verstehe, ist es meist im Prinzip eine Pressemitteilungen-Datenbank bzw. Auskunftsdienst, der über zahlende PR-Abteilungen finanziert wird. So erläutert es die Autorin Lisa Srikiow in ihrer Info zum Anbieter Recherchescout: Ihr Geschäftsmodell basiert auf der Theorie: Journalisten wollen Informationen, Unternehmen Öffentlichkeit. (…) Unternehmen wiederum bezahlen dafür, ihre Themen zu lancieren. (Quelle: a. a. O.)

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Praxistest Ikona-Kalender 2014

Kurz vor Weihnachten nutze ich ein Angebot für einen Fotokalender-Gutschein. Kalender sind eine Möglichkeit, die Fotos des Jahres schön und nutzbringend zu verwenden. Wie beim letzten Mal obliegt die technische Umsetzung der Firma Ikona und ohne jetzt nach Unterschieden im Detail zu suchen, scheint es auch noch der selbe Online-Editor als Java-Applet zu sein.

Auswahl der Kalenderbilder.

Vorbereitung der Kalenderbilder

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Praxistest: Braucht man ein Makro-Objektiv? — Teil 2

Wie in meinem ersten Teil angekündigt, mache ich noch eine weitere Versuchsreihe, da die erste doch sehr improvisiert ist. Lange überlege ich mir, wie ich meinen Anspruch an Praxisrelevanz und (technischer) Vergleichbarkeit zusammenbringen kann. In meinem “Studio” baue ich als geduldig stillhaltendes Motiv unterschiedliche technische Dinge auf, wie beispielsweise eine alte Schreibmaschine. Doch nach ersten Probeaufnahmen zeigt sich: Technik wird mit Makro nur größer, kaum interessanter…

Technik-Makro einer Schreibmaschine

Technik-Makro einer Schreibmaschine

Also gehe ich in den Garten und schnippele ausnahmsweise ein Ästchen Blaukissen ab, um es diesmal unter “kontrollierten Bedingungen” abzulichten. Denn je weiter man sich bei einer Blüte vorarbeitet, desto mehr Details kann man entdecken — das macht m. E. auch den Reiz der Makrofotografie aus.

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eCup für EPUB

Nachdem mein erster ernsthafter Durchlauf mein Manuskript zum E-Buch zu machen, sich als deutlich arbeitsaufwendiger als gedacht herausstellt, teste ich auch das in meiner Recherche entdeckte eCup, “a simple to use EPUB and MobiPocket ebook creator“. Vor allem der Hinweis neben EPUB auch MOBI zu unterstützen macht mich neugierig. Es stellt sich dabei allerdings schnell heraus, daß wie bei vielen anderen Konzepten erst ein EPUB erzeugt wird, das dann lediglich durch das Amazon-Tool “Kindlegen” geschickt wird.

Projekt für eCUP importieren.

Projekt für eCUP importieren, auf Wunsch EPUB und MOBI.

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Praxistest Acer Iconia Tab A700

Als Hobbyfotograf habe ich schon lange beobachtet wie Kameraden vom Fotostammtisch mit Tablett-PCs, ihre neusten Fotos präsentieren, während ich mit einer Fotomappe und einer Auswahl teuer ausbelichteter Fotos im DIN-A4-Format aufwarte, um diese zu besprechen. Damit kann ich natürlich nicht in Einzelheiten reinzoomen oder die Aufnahmedaten abfragen, geschweige denn ein umfangreiches Bildarchiv dabei haben. So ein Tablett-PC wäre ja schon recht interessant, vorausgesetzt das Display ist entsprechend gut und der Preis bezahlbar. Lange Zeit sind die gängigen Tablett-PCs weit davon entfernt und noch schlimmer, die Dinger können ja scheinbar nur etwas anzeigen und eher schlecht an Peripherie angeschlossen werden.

Nicht nur lesen, sondern mitmachen: Wer etwas Interessantes zu sagen hat (vorzugsweise aus dem Bereich Technik/Fotografie), kann gern einen Gastbeitrag schreiben. Heute stellt Ulrich Block, den ich beim Fotocommunity-Stammtisch kennenlerne, im Praxistest den Tablett-PC Acer Iconia vor. Diesen nutzt er intensiv als “Zubehör” für Fotoaufnahmen (ähnlich wie ich in “Tablett-PC als Fernbedienung für die Digitalkamera “). In einem Projekt konzipieren wir außerdem eine kleine Website für Panorama-Aufnahmen, dem Spezialgebiet von Ulrich.

Acer Iconia Tab A700 für den Fotoeinsatz. (Bild: U. Block)

Acer Iconia Tab A700 für den Fotoeinsatz. (Bild: U. Block)

Im Herbst letzten Jahres kommt Fotofreund Thorsten mit einem kleinen Tablett-PC (erst dem Touchlet X10, später dem X8) und zeigte mir etwas von dem ich vorher nichts wusste “OTG-USB“: Damit können USB-Geräte an Android Geräte — wie es z. B. viele Tablett-PCs sind — angeschlossen werden. Das eröffnet natürlich neue Perspektiven, die das ganze sehr interessant machen. Also beginne ich im Internet zu recherchieren was da so geht! Das Ergebnis ist verblüffend, die Dinger haben sich als nützliches Zubehör für die Digital-Fotoausrüstung entwickelt. Das Anschließen einer DSLR-Kamera zum Sichten der Fotos oder das Fernsteuern der Kamera ist kein Problem, wie zum Beispiel bei Makrofotos zum fokussieren über externes Liveview und vieles mehr.

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Panorama-Software: PhotoShop vs. Canon vs. Demo-Engine [Workshop]

Schon lange vor Einführung der digitalen Fotografie macht man Panoramafotos, in dem man einzelne Aufnahmen mehr oder weniger geschickt mit Klebestreifen zusammenklebt. Mit Digitalkameras kommen eingebaute Hilfsfunktionen und bei Smartphones spezielle Programme, die gleich bei der Aufnahme die Einzelbilder zusammenmontieren. Aber man braucht gar keine spezielle Kamera: Wenn man bei Aufnahme einige grundsätzliche Dinge beachtet, läßt das alles auch mit unabhängiger Software erreichen.

  • Einzelbilder sollten sich sich ca. 15 bis 30 Prozent überlappen
  • Belichtung möglichst nicht im Automatikmodus, sondern auf einen einheitlichen Wert “einfrieren”
  • Freihand geht, Stativ ist besser (vor allem bei Hochformat)

Da ich allerdings nur gelegentlich Panoramabilder machen möchte, erprobe ich, welches der einfachste Weg mit vorhandenen Mitteln ist. Nach einem kleinen Photowalk teste ich einige Programme, die ich seit einiger Zeit auf meiner Festplatte habe — zugegebenermaßen nicht top aktuell, für mich aber sofort und ohne Zusatzkosten verfügbar. Wer sich darauf spezialisieren möchte, kann sicher auf leistungsfähigere Software zurückgreifen und sich erstmal von einschlägiger Literatur inspirieren lassen. — Außerdem hat mir Uli einen Bericht zu 3D-Panoramen versprochen…

Die Panorama-Technik ist nicht auf das sprichwörtliche Panorama als Landschaftsaufnahme beschränkt. Gerade in engen Räumen kann man damit gut ein Weitwinkel ersetzen und außerdem die Auflösung durch Überlappen drastisch erhöhen.

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Kaufentscheidung: Es ist ein Kindle.

Ich hatte sie alle und habe sie im Gegensatz zu vielen Kollegen der Fachpresse auch seit Monaten ernsthaft im Einsatz: Kindle 3 Keyboard, Kindle 4, Kindle Touch und Kindle Paperwhite.

Kindle 3 Keyboard, Kindle 4, Kindle Touch und Kindle Paperwhite. (Foto: Luhm)

Kindle 3 Keyboard, Kindle 4, Kindle Touch und Kindle Paperwhite.
(Foto: Luhm)

Doch welches Gerät soll ich dauerhaft privat und bis zu einem gewissen Grad als Referenz für E-Book-Reader verwenden?

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Praxistest: Simvalley SP-140 Smartphone 4,5 Zoll und Android 4.

Während dieser Tage die Fanboyz wieder überlegen, wie sie aus dem noch laufenden Vor-Vor-Vertrag rauskommen und die nötigen Simvalley SP 140Kröten fürs neueste iPhone und den nächsten Knebelvertrag irgendwie zusammenkratzen können, freue ich mich auf eine neue Teststellung aus dem Hause Pearl.

Simvalley SP 140, Smartphone
mit Android 4 und IPS-Display.

Ich mache ja keinen Hehl daraus, daß ein vertragsgebundenes Handy für mich nicht mehr infrage kommt, erst Recht nicht der “goldene Käfig” von Apple. Solche Verträge haben trotz 2jähriger Bindung und angeblicher “flat”-Rate kaum Kostenvorteile und inzwischen sind die “subventionierten” Geräte nur selten wirklich preisgünstiger als frei verkäufliche — aber die wenigsten Nutzer rechnen die Gesamtkosten über zwei Jahre tatsächlich nach und lügen sich gern selbst was in die Tasche (“einen Vertrag brauche ich ja sowieso” — nein, braucht man nicht…). Auf solche Bequemlichkeit können sich die Marketingfritzen verlassen.

Das vollkommen vertragsfreie Simvalley SP-140 mit 4,5-Zoll-Display und Android 4 scheint mir eine gute Alternative, wenn man sich für ein Smartphone nicht verschulden, aber trotzdem up to date sein möchte.

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