Schwarzweiß ist nicht gleich schwarzweiß

Obwohl — oder: weil — inzwischen jede Kamera “bunt” kann, erlebt die Schwarzweiß-Fotografie eine Renaissance. Dort gilt das Motto “weniger ist mehr”, denn durch das gezielte Weglassen von Farbe gewinnen Formen, Strukturen und letztlich die Bildaussage an Gewicht. Sehr beliebt ist dies beispielsweise bei der Straßenfotografie.

Farbiges Originalbild eines Insekts Insekt als Graustufenbild Graustufen per Kanalmixer anpassen Insekt als Schwarzweißbild ohne Bearbeitung Schwarzweißbild mit Dithering

Farbiges Originalbild eines Insekts sowie als Graustufenbild, per Kanalmixer bearbeitet, als echtes Schwarzweißbild und zuletzt mit Floyd-Steinberg-Dithering.

Doch wie macht man Schwarzweißfotos? Das einfachste ist es, die Digitalkamera auf den Schwarzweiß-Modus umzustellen. Das hat sogar den Vorteil, daß man auf einem elektronischen Sucher bzw. Display gleich den Bildeindruck beurteilen kann. — Es hat aber auch einen Nachteil: Man verschenkt die Möglichkeit des Farbbildes, Variationen und Kontrolle — auch bei Schwarzweißbild! Denn: Wie ein farbiges Bild in schwarz, weiß und vor allem Grautöne umgesetzt wird, ist nicht von Gott gegeben. Dahinter steckt eine relativ “beliebige” technische Zuordnung — die aber einem engagierten Fotografen eine Menge Möglichkeiten bieten kann. Das Zauberwort heißt “Kanalmixer”.

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