Codec Pack zeigt RAWs direkt im Explorer an.

Die grafische Oberfläche von Windows zeigt nicht nur Dateien als einprägsames Icon an, sondern Bilder als echte kleine Vorschau. Leider unterstützt Windows von Haus aus nur JPG, BMP, PNG, GIF oder TIF. Andere Bildformate müssen sich mit einem Symbol begnügen, besonders RAW-Dateien.

RAW-Vorschau im Explorer.

RAW-Vorschau im Explorer.

Im Laufe der Zeit konnte ich mein System mit Einzellösungen Stück für Stück anpassen: Codecs für Canon gibt’s vom Hersteller, auch Microsoft bietet eine kleine Codec-Sammlung und Adobe hat etwas für DNG im Angebot. Doch für die RW2 meiner Lumix finde ich auf diesem Wege leider nichts. Da muß ich dann doch auf eine Drittanbieterlösung zurückgreifen…

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DNG-Dateien direkt am Desktop ansehen.

Der Vorteil einer grafischen Benutzeroberfläche ist, daß viele Dateien nicht einfach nur als Symbol dargestellt werden, sondern auch eine kleine Vorschau bieten. Dies ist gerade bei der Bildverwaltung sehr hilfreich, bei BMP, JPG und TIF klappt das problemlos.

Mit dem Codec von Adobe kann man direkt zugreifen.

Mit dem Codec von Adobe kann man direkt auf DNG zugreifen.

Leider hakt es gelegentlich bei nicht so populären Formaten, wie RAW und DNG, wobei RAW noch nicht mal ein einheitliches Format, sondern eher ein Oberbegriff ist. Dabei geht es nicht nur um die Vorschau, sondern die Dateien überhaupt auch öffnen zu können.

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Das Beste aus zwei Welten: DxO Optics Pro 9.5 als Plugin für Lightroom

Wer mit einer digitalen Spiegelreflexkamera oder einer hochwertigen Systemkamera fotografiert, tut gut daran sie im RAW-Modus einzusetzen, wenn man nicht rund vier Billionen Farbabstufungen zum Fenster hinauswerfen möchte. Die Frage ist nur, mit welchem Programm soll ein RAW-Bild entwickelt werden. Der Weg von der RAW-Datei zum fertigen Bild am Computerbildschirm läßt sich durchaus als digitale Variante eines Fotolabors verstehen.

DxO Optics Pro 9.5 als Plugin für Lightroom (Quelle: DxO-Newsletter Mai 2014)

DxO Optics Pro 9.5 als Plugin für Lightroom.
(Quelle: DxO-Newsletter, Mai 2014)

Die herstellereigene Software bietet oft nur das Nötigste, profitiert aber gelegentlich von geheim gehaltenem Insiderwissen, z. B. beim (Ent-) Rauschen. Universeller dagegen Programme wie Photoshop (mit Camera Raw), Lightroom, DxO oder einer der zahlreichen Alternativen, wie beispielsweise RawTherapee oder Photivo. Eigentlich muß man sich konsequent für eines entscheiden — doch DxO hat sich einen Kniff ausgedacht…

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CHDK-Tools: Canon Powershot und Ixus mit RAW ausrüsten.

Für aktuelle digitale Spiegelflexkameras ist RAW Standard und geradezu Pflicht. Schnappschußkameras können dagegen oft nur JPG und lassen sich leider nur selten auf andere Formate umstellen, obwohl auch einfache Kameras davon profitieren könnten. Immerhin liefern aktuelle Bildsensoren meistens ein Vielfaches an Bildinformationen als JPG theoretisch verarbeiten kann.

Auf Tastendruck wird die Firmware-Version angezeigt -- startklar für CHDK.

Auf Tastendruck wird die Firmware-Version angezeigt — startklar für CHDK.

Mit den CHDK-Tools kann man zumindest für Canon-Kameras der “Powershot”- oder “Ixus”-Reihe dieses Manko beseitigen. Dieser Hack ist eigentlich kein Hack, da er im Grunde genommen eine mehr oder weniger offizielle Schnittstelle verwendet und nichts dauerhaft an der eingebauten Firmware ändert. Stattdessen wird von der SD-Karte temporär eine Erweiterung eingespielt, die nach dem Ausschalten bzw. Entnahme der mit CHDK präparierten SD-Karte wieder verschwindet.

Hinweis: Die Verwendung dieser und ähnlicher Tools erfolgt auf eigene Gefahr. Dieser Beitrag zeigt nur die Möglichkeit auf und dient der allgemeinen technischen Information. Theoretisch kann durch falsche Paramterangaben bei einigen Funktionen auch die Hardware schädigen. Ich übernehme selbstverständlich keine Haftung für beschädigte Kameras oder verlorene Bilder! Für die Spiegelreflexkameras von Canon heißt das Zauberwort übrigens Magic Lantern.

Powershot bezeichnet bei Canon sowohl einfache Schnappschußkameras für unter 100 Euro als auch sog. Bridgekameras mit “Super Zoom” im mittleren Preissegment. Die anspruchsvolleren G-Modelle um die 500 Euro können normalerweise von Haus aus RAW — nur meine G7 leider nicht. Ich rüste sie deshalb mit CHDK aus — was muß man dazu tun?

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JPG oder RAW — das ist hier die Frage.

Wer sich ambitioniert mit Fotografie beschäftigt, verwendet eine Spiegelreflexkamera oder eine sog. Systemkamera. Damit verbunden sind oft lange Funktionslisten, was die Kamera alles so können soll. Nur eine Funktion wird dabei oft übergangen: In welchem Dateiformat sollen die Fotos gespeichert werden? Die meisten hochwertigen Kameras bieten JPG oder RAW, einige DNG, selten noch TIF. Oft wird das Format recht willkürlich gewählt, nicht selten fällt die Entscheidung dann auf das “vertraute” JPG-Format.

JPG oder RAW?

JPG oder RAW? (Symbolbild)

Doch mit JPG werden leichtfertig Reserven und Möglichkeiten verschenkt, die ja eigentlich den deutlich höheren Preis einer digitalen Spiegelreflexkamera begründen. Meines Erachtens ist RAW Pflicht, und ich sage hier auch warum…

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Kann man RAW komprimieren?

Auch ambitionierte Amateure fotografieren fast nur noch digital, Milliarden von Bildern lagern auf immer größeren Festplatten — wo man sie mit einem Klick oder durch einen Hardwareschaden von einer Sekunde zur nächsten verlieren kann. Foto als RAW mit 20 MegabyteDabei wird einem bewußt, um wieviel robuster so ein analoges Negativ ist und wie wichtig eine Sicherungskopie.

Foto als RAW mit rund 20 Megabyte

Als wir uns neulich über die “richtige” Backup-Strategie unterhalten, stellt sich auch die Frage: Kann man RAW noch komprimieren bzw. lohnt sich das? Das wird interessant, wenn man Daten nicht mehr lokal, sondern in der Cloud speichern möchte. Dabei spielt die Dateigröße sowohl bei einem noch immer recht langsamen Upload eine Rolle als auch beim zusätzlichen Verschlüsseln. Für mich ist — gefühlsmäßig — eigentlich klar, daß es nichts bringt, ein technisch versierter Fotofreund bringt aber gute Gegenargumente. Also überprüfen wir das…

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