Buchstabensuppe: Ein Foto aus Buchstaben zusammensetzen (ASCII-Art)

Seit es Computer gibt stellt sich die Frage, wie man Bilder aus ihm “heraus” bekommt, also praktisch gesehen zu Papier. Da der Computer lange Zeit fast ausschließlich der Textverarbeitung und Zahlenkolonnen dient, können die ersten Drucker nur eines: Buchstaben und Ziffern drucken. Je nach Umfeld werden dazu elektrische Schreibmaschinen oder sogar umgebaute Fernschreiber verwendet.

Bilder aus Buchstaben.

Bilder aus Buchstaben.

Aber eines können sie nicht: Grafiken oder gar Bilder drucken. Doch wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Findige Köpfe entwickeln Programme, mit denen ein Foto in Buchstaben zerlegt und so gedruckt werden kann. Mit ein bißchen Abstand wird ein interessantes Bild daraus. Wer keinen Computer hat, macht es damals sogar komplett manuell mit der Schreibmaschine.

Continue reading Buchstabensuppe: Ein Foto aus Buchstaben zusammensetzen (ASCII-Art)

Compugraph Sofortbildkamera von Atari

In der guten alten Zeit sind längst nicht alle Computer und Drucker grafikfähig, geschweige denn in jedem Haushalt mehrfach vorhanden. Da stehen vor den Kaufhäusern und auf Rummelplätzen dann oft Leute mit einer interessanten “Sofortbildkamera“: Eine Videokamera nimmt ein Bild auf, das über einen Typendrucker gedruckt wird. Es besteht also nicht aus feinen Punkten, sondern wird je nach benötigtem Grauwert aus passenden Buchstaben zusammengesetzt.

Sofortbildkamera von Atari (Quelle: Arcade Museum)

Sofortbildkamera von Atari
(Quelle: Arcade Museum)

Continue reading Compugraph Sofortbildkamera von Atari

3 Byte für 24 Nadeln

Mit dem Wechsel von kommandozeilen-basierten Betriebssystem wie DOS zu grafischen Benutzeroberflächen à la Windows vollzieht sich auch ein Wandel bei der Drucktechnik. Heute ist es selbstverständlich, daß man am Computer beliebige Schriften verwenden kann (inkl. zahlreicher Sonderzeichen und Symbolen) und BildschirmdarstellSymbol selbst programmiertung sowie das Ergebnis auf Papier weitgehend identisch sind (“Wysiwyg”). Das ist nicht immer so.

Symbol für einen 24-Nadel-Drucker kodiert
(Bild: Luhm)

Während Textverarbeitungsprogramme “früher” einfach nur ASCII-Codes auf die Druckerschnittstelle schicken, ist allein die Druckerhardware dafür verantwortlich wie das Ergebnis letztlich auf dem Papier aussieht. Man entscheidet sich für einen Drucker, weil er über eine bestimmte Anzahl unterschiedlicher eingebauter(!) Zeichensätze verfügt, die man nicht selten von Hand(!) direkt am Gerät über Tasten und Leuchtdioden einstellt.

Continue reading 3 Byte für 24 Nadeln