Notizen zum E-Buch: Shareconomy, Buchhandel, Selfpublisher, Interview Emily Bold.

Das E-Buch wird nicht selten mit Skepsis betrachtet, weil es oft als kostensparender, aber unbequemer Ersatz eines Handbuches herhalten muß oder viele Hobbyautoren unausgegorenen Kram als “Buch” ins Netz stellen, sogar “Spam-Bücher” gibt es bereits. Doch niemand stellt ebenso das Konzept der Tageszeitung in Frage, nur weil es die “Blöd”-Zeitung gibt…

Obwohl es das Konzept elektronischer Bücher nun schon seit Jahrzehnten gibt, bekommt es erst durch brauchbare Hardware seit zwei, drei Jahren neue Impulse: Man ist zum Lesen nicht mehr an den Bürocomputer gefesselt, mit einem handlichen Kindle kann man gemütlich auf der Terrasse oder sogar in der Strapazenbahn lesen. Trotzdem gibt es noch immer einen latenten Rechtfertigungsdruck…

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Auf dem Weg zum E-Buch — lohnt sich EPUB?

Als ich meine ersten Recherchen in Sachen E-Book mache, ist für mich eigentlich klar, daß ich es für MOBI (wg. Amazon KDP) und EPUB (der ganze Rest) entwickle. Außerdem sind die wenigen Entwicklungstools überwiegend auf EPUB abgestimmt, obwohl MOBI (AZW) mit PRC auf dem Palm Pilot E-Book-Reader bei Weltbildmöglicherweise sogar schon länger am Markt ist.

E-Book-Reader bei Weltbild.

Doch auf meinem Weg zum E-Buch stoße ich auf eine Menge technischer Problemchen auch beim EPUB-Format und frage mich, ob der doppelte Aufwand überhaupt lohnt? Man weiß ja, daß der kritische Leser für 99 Cent ein perfektes Ergebnis auch vom Selbstverlag erwartet und jeder Darstellungsfehler zu einem Verriß führen kann (Rechtschreibexperten sind ja sowieso alle). Und neben den technischen Aspekten bleibt ja noch das Vertriebsproblem. Mit MOBI habe ich nicht nur einen Ansprechpartner, sondern vor allem einen, der mit KDP auch Selbstverleger gezielt unterstützt. Gibt’s so etwas für EPUB auch? Bei der ersten Recherche stoße ich jedenfalls auf alle möglichen “Vermittler”, die eine langfristige Bindung und “Gebühren” wollen. Auch bei einigen anderen Shops fallen “Verwaltungskosten” an oder es wird eine ISBN gefordert, die — wenn auch an anderer Stelle — erstmal Geld kostet, bevor ich überhaupt einen Euro eingenommen habe.

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Auf dem Weg zum E-Buch — veröffentlichen bei Amazon KDP

Es ist so weit, nach “ewiger” Vorbereitung werde ich heute mein erstesWordPress Hanbuch bei KDP E-Buch bei Amazon KDP hochladen (WordPress – Anwenderhandbuch). Die Quelldatei habe ich umfassend als EPUB in Sigil überarbeitet, das Buch aber schon vorab via Calibri ins MOBI-Format gebracht (weil Hamster kurioserweise immer wieder die Sprungmarken für Kapitel gekillt hat) und ausgiebig mit meiner Kindle-Hardware getestet.

WordPress Anwenderhandbuch bei Amazon KDP.

Bei Aufruf der KDP-Seite werde ich erstmal mit einem Warnhinweis begrüßt: Ihre Kontodaten sind unvollständig. Das fängt ja gut an. Doch das betrifft nicht nur eine Bankverbindung, sondern auch den KDP-Account als solchen. Erfreulicherweise wird KDP nicht mit dem normalen Einkaufsaccount vermischt, so daß man später einen besseren Überblick hat.

Der ganze Vorgang wird in zwei großen Formularen “Ihr Buch” und “Rechte und Preise” zusammengefaßt — und ist eigentlich ganz einfach, wenn man weiß wie es geht (so ähnlich wie bei der Greencard). Doch beim ersten Mal nehme ich mir Zeit und lese auch die vielen kleinen Hinweise “Was ist das?”.

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Kindle für nur 59 Euro — wenn nicht jetzt, wann dann?

Amazon will es jetzt wissen: Wer sich für den E-Book-Reader Kindle interessiert und sich trotz der Preissenkung im Herbst 2012 noch nicht zu einem Kauf durchringen kann, bekommt eine zweite Chance: nur heute bis Montag abend gibt es den Kindle für 59 Euro.

Der Einstiegs-Kindle für nur 59 Euro (Quelle: Amazon)

Der Einstiegs-Kindle für nur 59 Euro.
(Quelle: Amazon)

Dieses Angebot gilt bis Montag, 4. Februar 2013, 23.59 Uhr. In diesem Zeitraum kann man bis zu fünf Geräte zu diesem Sonderpreis erwerben (im neuen schwarzen Finish). Der Kindle kann mehr als nur E-Books anzeigen, wie mein Praxistest zeigt. Durch die individuelle E-Mail-Adresse lassen sich nicht nur eigene Dokumente darauf senden, sondern auch Websites, RSS-Feeds oder sogar Infos zu kostenlosen Downloads .

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Kostenlose E-Books von Amazon frei Haus

Lesestoff muß weder teuer noch kompliziert sein. Sprich: Auch im Kindle-Shop gibt es zuweilen kostenlose Bücher, die man bequem und ohne Konvertieren herunterladen kann. Dabei denke ich nicht nur an die vielen gemeinfreien Werke, sondern auch reguläre Verkaufstitel.

Infos zu Schnäppchen auch via Twitter.

Infos zu Schnäppchen auch via Twitter.

Doch wie findet man sie? Man mag annehmen, daß in den “Top 100 gratis” nur die dauerhaft kostenlosen Titel gelistet sind und es somit die gemeinfreien Werke sind, die man schon alle kennt. Irrtum: Zumindest derzeit tauchen dort auch Titel auf, die sonst Geld kosten, aber gerade in Werbeaktionen vorübergehend kostenlos erhältlich sind (diese Hitliste ist eben nicht identisch mit “Kostenlose Klassiker”). Doch wie erfährt man davon?

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Das E-Book gewinnt Freunde

Technisch gesehen ist das E-Book ein alter Hut, ist aber im Verhältnis dazu im Markt immer noch nicht wirklich etabliert. Das scheint sich nun langsam zu ändern. Weniger, weil die traditionellen Verlage endlich das Potential erkannt haben, sondern weil andere die neuen Möglichkeiten ohne Druck nutzen und dabei zunehmend erfolgreich sind.

Bitkom: E-Reader setzen sich durch (Quelle: Bitkom, GfK)

Bitkom: E-Reader setzen sich durch
(Quelle: Bitkom, GfK)

So nehmen viele Leute das Stichwort “Kindle” hauptsächlich als Hardware wahr, aber es ist Teil eines durchdachten Gesamtkonzeptes von Amazon, wo Bücher, Autoren und Gerät zusammen vermarktet werden. Das “Kindle Direct Publishing“-Konzept ermöglicht es talentierten (aber leider ebenso auch “schmerzfreien”) Autoren Bücher selbst und ohne Verlag oder gar finanzielle Vorleistungen zu veröffentlichen.

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Social lohnt sich! (Teil 1 — Grundsätzliche Überlegungen)

Obwohl eine Homepage dem Wesen nach öffentlich ist, wird manche hintenrum wieder dicht gemacht. Selbst auf Unternehmensseiten sind Pressemitteilungen — deren Inhalt ja letztlich für die Öffentlichkeit bestimmt ist — nur nach umständlicher Legitimation und per Paßwort zugänglich. Auch vor der Kommentar-Funktion hat mancher Angst, könnte sich dort jemand negativ äußern. Dazu gehört natürlich auch die Besorgnis, mühsam auf die Website gelockte Leser durch Links auf weiterführende Informationen zu verlieren. Stattdessen wird man auf ermüdende Klickstrecken gelotst, von denen man nicht selten den Eindruck “einmal und nie wieder” in Erinnerung behält.

Die Praxis zeigt, daß bei “offener” Kommunikation meist die Chancen überwiegen. Ganz ohne “geheime” SEO-Tricks kann eine Website und damit das Unternehmen an Popularität gewinnen. Social lohnt sich — doch welche Möglichkeiten sollte man in Erwägung ziehen?

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