Spaß mit Foto-Apps für Android

Wenn man ehrlich ist, handelt es sich bei einem Smartphone um einen tragbaren Computer mit dem man auch Telefonieren kann. Villa Nordstern ganz alt... (via Old Photo)Außerdem wird die Telefonie dabei immer mehr zu einer Funktion unter vielen, während WLAN und Kamera gerade im Social-Media-Boom unverzichtbar werden.

Villa Nordstern ganz alt…
(via “Old Photo”)

Da ich gerade ein Smartphone mit 5,2-Zoll-Display teste, macht eine Kamera besonders viel Spaß — Spaß ist auch der Vorteil einer ins Handy eingebauten Kamera, denn trotz 8 Megapixeln kann sie nur bedingt mit einer gleichstarken Kompaktkamera mithalten und erst recht nicht einer digitalen Spiegelreflex Konkurrenz machen — aber man hat sie (fast) immer dabei und ist deshalb als Notizblock nützlich.

Ich habe über die Feiertage viel mit dem auf Android basierenden Smartphone herumgespielt und auch eine Menge interessanter Programme entdeckt, die die Kamera nutzen. Alle vorgestellten Programme kann man in einer brauchbaren Version gratis herunterladen und ohne große Einarbeitung sofort nutzen.

Alle Programme getestet mit dem Simvalley SPX-5 von Pearl mit Android 2.3.x — Testbericht folgt.

Little Photo (Quelle: Android Market)Little Photo (gratis | 2,69 €) ist eine Kamerasoftware deren Stärke sich allerdings erst nach der Aufnahme entfaltet: Bearbeitung via Little PhotoDas aufgenommene Bild kann durch 70 unterschiedliche Filter mehr oder weniger stark verfremdet werden (wahlweise kann man auch ein vorhandenes Bild aus der Galerie laden).

Zurückhaltende Bearbeitung
(via “Little Photo”)

Außerdem kann frei positionierbarer Text hinzugefügt werden. Da diese Funktionen auf ein halbes Dutzend Untermenüs verteilt sind, ist die Sammlung leider etwas unübersichtlich. Auf Grund der vielen Möglichkeiten in 1-Klick-Manier und der ordentlich Umsetzung lädt die Software zum Spielen und Experimentieren ein.

polaroid (Quelle: Android Market)roidizer (gratis, deutsch, kann auf SD verschoben werden) greift die Renaissance der “unperfekten” Sofortbilder aus dem Hause Polaroid auf. Hier wird man schon während der Aufnahme in die 80er zurück versetzt, indem der einfache Sucher nachgebildet wird. Anschließend erscheint das Foto natürlich im bekannten Polaroid-Look. Dabei kann man zwischen 9 unterschiedlichen Filmen wählen — mehr als beim Vorbild — sie anschließend auch mit 6 Fonts beschriften und auf div. Plattformen hochladen.

Action Snap (Quelle: Android Market)Das Prinzip von Action Snap (gratis | 2,99 €) kenne ich schon aus Analogzeiten, wo man neben sündhaft teueren Sequenz mit Action SnapSpezialkameras auch einfache Plastikkästen mit vier Objektiven und rotierender Belichtungsscheiben verwendet.

Ein Knopfdruck, viele Bilder
(via “Action Snap”)

Durch den rotierenden Momentverschluß kann man mit zeitlichem Abstand vier Bilder auf einmal machen. Diese Technik ahmt das Programm mit 4 oder 9 Bildern nach. Hilfreich ist dabei, daß man eine Frequenz zwischen 0,1 und 5 s bzw. “beliebig” einstellen kann. Auch die Anordnung der Bilder kann man je nach Motiv wählen — entweder wie im Beispiel als Streifen oder gleichmäßig 2 x 2 verteilt. Gleichzeitig kann noch ein LOMO-Effekt reingemischt werden. Eine schöne Möglichkeit, um bewegte Szenen ins Bild zu setzen.

Wenn man genug Bilder gemacht hat, kann man sie mit Apps wie Old Photo (gratis) weiterbeabeiten, z. B. Photo Gridnachträglich auf wirklich sehr alt trimmen (siehe oben), inkl. zerfranstem Rand und Kratzern auf dem Bild. Auch Photo Art bietet eine nachträgliche Bearbeitung in ca. 26 Variationen, wobei man man manche Effekte fast in Ebenen-/Masken-Manier mit dem Pinsel lokal auftragen kann.

Viele Bilder, eine Collage
(via “Photo Grid”)

Mit Photo Grid (gratis) lassen sich alle Bilder — egal ob direkt von der Kamera oder bearbeitet aus der Galerie — zu einer Collage arrangieren und etwas bearbeiten (drehen, ausschneiden usw.). Als besonderes Bedienelement wird dabei der Bewegungssensor verwendet, der durch Schütteln des Handys die Bilder neu anordnet. Darüber hinaus kann man unterschiedliche Rahmen verwenden.

Comments

comments

Leave a Reply

Your email address will not be published.