Social lohnt sich (Teil 2 — Beispiele aus der Praxis)

Social Media ist mehr als nur etwas Werbung auf einer Facebook-Seite abzuladen und “Freunde” zu generieren. Im Gegenteil, erkaufte Leser sind oft nur ein Strohfeuer. Social lohnt sich stellt im ersten Teil grundsätzliche Überlegungen vor, die in diesem zweiten Teil mit Beispielen aus der Praxis belegt werden. Das dort angeführte Blog ist nun schon mehr als zehn Jahre online, die Erfolge basieren nicht zuletzt auf langfristiger Zusammenarbeit und kontinuierlicher Pflege.

  • Log-Datei
  • Ping und Trackback
  • Firmen-Homepage
  • Fanpost

Sicherlich kann man nicht immer alle Möglichkeiten umsetzen, aber man sollte sich Gedanken machen, ob es nicht so ähnlich sinnvoll sein könnte. Wenn man es nicht mit einem bösen Hintergedanken macht, kann man eigentlich nur gewinnen.

 

Social lohnt sich stellt im ersten Teil grundsätzliche Überlegungen vor, die in diesem zweiten Teil mit Beispielen aus der Praxis belegt werden.

 

Beispiele aus der Praxis

Die Erfolgskontrolle ist in der Öffentlichkeitsarbeit und besonders dem Internet sehr schwierig. Zwar gibt es eine Menge Statistiktools, aber m. E. geben sie bestenfalls einen Trend wieder. Neben den — unsicheren — absoluten Zahlen, zeigen Log-Daten aber auch, woher/wie Leser auf die Website kommen.

Log-Datei

Einer Statistik sollte man skeptisch gegenüberstehen, aber sie kann den Trend zeigen: 1) Google ist für Deutschland die wichtigste Suchmaschine. 2) An manchen Tagen kommen mehr Leser über die Auch Bilder führen Leser auf die WebsiteBildersuche als über den Text (Referrer, 12/2012).

Auch Bilder führen Leser auf die Website

Das heißt, gute Bilder lohnen sich, aber auch der Mehraufwand, jeder Bilddatei einen sprechenden Namen zu geben und sie zusätzlich intern im Tag mit <alt> und <title> zu beschriften. Extern gehört eine Bildunterschrift zu jedem Bild.

Ping und Trackback

Im Herbst 2008 zeige ich in einem Workshop, wie man ein Galerie-Plugin in WordPress einbindet — und verlinke dabei selbstverständlich auf die Homepage des Programmautors. Nicht zuletzt weil dieser keine deutsche Anleitung hat, verlinkt er deshalb auf meinen Artikel. — Bis heute kommen regelmäßig Leser über seinen Link auf meine Homepage und umgekehrt zum Download der neuesten Version auf die seine.

So funktionieren Ping und Trackback

So funktionieren “Ping” und “Trackback”
(links “Referrer” [woher], rechts “Clicks” [wohin])

Das sind keine “veralteten” Beispiele, sondern belegen die Langfristigkeit: Es dauert, bis man sich so gut vernetzt hat, aber dann kann man lange davon profitieren. Angst vor dieser Technik müssen nur Webmaster haben, die dies einseitig nutzen wollen…

Der Plugin-Autor verlinkt auf meinen Beitrag

Der Plugin-Autor verlinkt auf meinen Beitrag

Firmen-Homepage

Bereits im Frühjahr 2009 schreibe ich für mein Technik-Blog “Oberlehrer” einen Testbericht zu einer sehr beeindruckenden Taschenlampe. Trotz eines kritischen Fazits erscheint mein Artikel auf der Firmen-Homepage als Referenz für einen Praxistest — und führt bis heute Leser auf auf meine Site.

Testbericht zur Lenser P7 auf der Firmen-Homepage (Quelle: Lenser)

Testbericht zur Lenser P7 auf der Firmen-Homepage (Quelle: Lenser)

Mein Test eines Smartphones im Herbst 2012 findet große Beachtung — Rezension auf Oberlehrer im Pearl-Katalog.auch beim Anbieter, den ich natürlich als Bezugsquelle und für weitere technische Information verlinke. Er weist nicht nur via Twitter auf meinen Testbericht hin, sondern erwähnt ihn als Praxistest auch in seinem Katalog “SP-140” inkl. Backlink — vollkommen freiwillig.

Rezension auf Oberlehrer im Pearl-Katalog.
(Quelle Pearl Online-Katalog a. a. O.)

Leider halten sich die “Großen” diesbezüglich oft zurück — man möchte vermutlich nicht für einen kleines Blog Werbung machen, über das “Leistungsschutzrecht” wollen einige Verleger jetzt sogar für die eingehenden Links kassieren… Dabei wird die Glaubwürdigkeit von kleinen, privaten Webseiten unterschätzt, wenn in Deutschland der Einfluß noch nicht ganz so groß ist wie besonders in Amiland.

Fanpost

Etwas ungewöhnlich: Im Winter 2012 bekomme ich “Fanpost”, tatsächlich als Brief. Der Betreiber einer Website bedankt sich für einen Link:

“… du gehörst zu den leider immer seltener anzutreffenden Bloggern, die freiwillig und ohne Hintergedanken weiterführende Links auf andere Websites setzen …” (Ringo D., 12/2012)

Gesetzt habe ich den Link, weil der Leser dort Informationen zu einem bestimmten Problem findet — so einfach ist das… Na ja, “philosophisch” betrachtet ist auch dies nicht ganz ohne “Hintergedanken”: Wie erläutert, kann ich indirekt profitieren, nach dem Motto “tue Gutes und rede darüber”. Aber in der Tat, ich erwarte von dem Verlinkten keinen Backlink. Ich sehe darin a) eine korrekte Recherche mit Quellenangabe sowie b) einen Service für meine Leser. Wenn sich jemand darüber freut — um so besser!

 

[Update]

Da wird sich in manchen Beiträgen lustig darüber gemacht, daß ein Abgeordneter per Brief auf seinen Twitter-Account hinweist. Es ist vielleicht etwas übertrieben, dafür extra ein Rundschreiben loszulassen, aber der “Querverweis” zwischen “offline” und “online” ist durchaus sinnvoll. Es ist unglaublich, wie “selbstverständlich” im Briefkopf vieler Firmen selbst der Hinweis auf die Website fehlt, von Social-Media-Angaben ganz zu schweigen (selbst wenn man dort sehr aktiv ist).

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