Social lohnt sich! (Teil 1 — Grundsätzliche Überlegungen)

Obwohl eine Homepage dem Wesen nach öffentlich ist, wird manche hintenrum wieder dicht gemacht. Selbst auf Unternehmensseiten sind Pressemitteilungen — deren Inhalt ja letztlich für die Öffentlichkeit bestimmt ist — nur nach umständlicher Legitimation und per Paßwort zugänglich. Auch vor der Kommentar-Funktion hat mancher Angst, könnte sich dort jemand negativ äußern. Dazu gehört natürlich auch die Besorgnis, mühsam auf die Website gelockte Leser durch Links auf weiterführende Informationen zu verlieren. Stattdessen wird man auf ermüdende Klickstrecken gelotst, von denen man nicht selten den Eindruck “einmal und nie wieder” in Erinnerung behält.

Die Praxis zeigt, daß bei “offener” Kommunikation meist die Chancen überwiegen. Ganz ohne “geheime” SEO-Tricks kann eine Website und damit das Unternehmen an Popularität gewinnen. Social lohnt sich — doch welche Möglichkeiten sollte man in Erwägung ziehen?

Grundsätzliche Überlegungen

Um eine Website technisch wie social zu vernetzen, gibt es unterschiedliche Ansatzpunkte. Bei Überprüfung dieser Möglichkeiten kommt es natürlich auch auf die Zielsetzung an. Nicht jede Möglichkeit ist für jeden Zweck/Unternehmen geeignet. Wichtig ist, daß man nicht von vornherein die Schotten dicht macht und bei einer Ablehnung genau notiert, warum man diesen Weg (vorerst) ausschließt — damit man in regelmäßigen Zeitabständen überprüfen kann, ob sich die Voraussetzungen geändert haben.

Ordentliche Programmierung

  • Verwendung des <title>-Tags, möglichst nicht nur mit dem Firmennamen, sondern auch mit Keywords bzw. Überschrift des betreffenden Beitrages.
  • Verwendung aller üblichen <meta>-Tags, insb. “description”, “abstract” und “keywords”, da sie z. T. in der Ergebnisliste einer Suchmaschine verwendet werden.
  • Sprechende Dateinamen für Bilder sowie zusätzlich <alt>- und <title>-Tags auch für Hyperlinks. — Redaktionell gehört zu jedem Bild auch eine Bildunterschrift.

Kommentare zulassen

  • Kommentare geben Lesern die Möglichkeit auf Fehler hinzuweisen — wenn man sie korrigiert, ist der Text wieder ein Stücken besser geworden. — Es ist natürlich etwas anderes, als Leserbriefe nach Gutdünken auszuwählen.
  • Kommentare ermöglichen es sachkundigen Lesern unkompliziert auf zusätzliche Informationen hinweisen zu können. Unter Umständen entwickelt sich ein konstruktive Diskussion.
  • Gegen unqualifizierte von Trollen helfen effektiv Spam-Filter.

Hyperlinks verwenden

  • Eigentlich selbstverständlich, Quellen nicht nur zu nennen, sondern auch darauf zu verlinken. Das ist auch Service am Leser.
  • Sofern vom CMS unterstützt, die Funktionen Ping und Trackback verwenden — dann erscheint man automatisch auf den verlinkten Seiten in den Kommentaren und wird als interessante Quelle sichtbar.
  • In einer Blogroll kann man sachverwandte “Konkurrenten” auflisten — oder glaubt jmd., der Leser würde nicht selbst darauf kommen? Nicht selten wird dann aber fair zurückverlinkt — ausprobieren. Ein Plus in der Suchmaschine ist wahrscheinlich.

Social Media

  • Überschriften oder Teaser twittern und so auf die eigene Homepage leiten (das geht auch via Plugin).
  • Youtube ist sehr populär — wie kann man dort sinnvoll einen Beitrag plazieren, der am Ende auf die eigene Homepage neugierig macht? Reine Werbefilmchen sind dabei allerdings weniger geeignet (Baumärkte punkten mit DIY-Videos).
  • Facebook so nutzen, daß man von der Popularität profitiert und “Freunde” zur eigenen Website dirigiert — nicht aber mit “likes” zu Kunden dieser Plattform macht.
  • Über einen Foursquare-Login kleine Präsente verteilen.

Um die Ecke denken

  • Grundlegende Themen sind nicht schon nach einer Woche veraltet — also über “beliebte Beiträge”, “ähnliche Artikel” usw. neu in den Fokus rücken.
  • Von der Popularität anderer Webseiten profitieren: Amazon -Rezensionen werden häufig und oft auch sehr intensiv gelesen — kommt das eigene Produkt vor? Fakes vermeiden…
  • Die Website auch auf Briefbögen, Visitenkarten und Prospekten nennen — das ist leider noch immer nicht selbstverständlich. Informationen von “offline” mit “online” vernetzen, z. B. im Prospekt auf Video hinweisen oder QR-Tag auf Plakat nutzen.
  • Auf die Website in der Signatur der E-Mail hinweisen.
  • Mit Microsites Aktionen oder Spezialthemen promoten.

 

Nächste Woche zeigt Teil 2, wie sich soziales Netzwerken in der Praxis auswirken kann.

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