Sigma bietet Objektivumrüstung für andere Anschlüsse

Oft bedeutet die Entscheidung für ein Anschluß, wechsele dich... hier: Tamron Adaptall2Kamerasystem eine Bindung für das ganze (fotografische) Leben — oder herbe finanzielle Einbußen…

Anschluß, wechsele dich…
hier: Tamron Adaptall2

Sigma führt nicht nur eine neue Klassifizierung seiner Objektive in A, C und S ein, sondern bietet ab nächstem Monat (1.9.2013) auch einen interessanten Service: Man kann Objektive ganz offiziell auf ein anderes Kamerasystem umrüsten lassen.


Was geht?

Dies gilt allerdings nur für o. g. Neuheiten und nur für bereits im Programm angebotene Anschlüsse wie die von Sigma, Sony, Nikon, Pentax und Canon bei den Spiegelreflexkameras sowie Micro Four Thirds und Sony E-Mont bei den spiegellosen Systemkameras — man kann auf diese Weise leider nicht ein Sigma-Objektiv beispielsweise auf Leica umrüsten lassen.

Da Sigma diesen Service direkt anbieten möchte, nennt man auch schon konkrete Preise:

  • 100,- € (für DN Objektive – z.B. 19mm, 30mm, 60mm)
  • 200,- € (z.B. 35mm, 17-70mm)
  • 325,- € (für große Tele-Zoom-Objektive – z.B. 120-300mm)

Die Kosten für die Umrüstung verstehen sich inklusive Versand nach Japan (ins Werk Aizu) und sie soll etwa vier Wochen dauern. Danach ist das Objektiv vollwertig auf das andere System abgestimmt und es gibt eine Gewährleistung von einem Jahr. Für Zubehörteile wird der Umbau nicht angeboten (Konverter, USB-Dock). Genaue Informationen soll es unter http://www.sigma-global.com/jp/lenses/cas/mcs/index.html geben (ist bei der Recherche allerdings noch nicht verfügbar).

Lohnt sich das?

Das Sigma 17-70 Contemporary ist bei Amazon zur Zeit für die meisten Anschlüsse für 440 Euro zu haben (nur Nikon ist mit ca. 470 Euro teurer). Die Umrüstkosten von angepeilten 200 Euro entsprechen dann einem Aufschlag von fast 50 Prozent. Bei einem Zoom 120 – 300 mm / f2,8 für rund 3.000 Euro entsprechen die ca. 325 Euro dagegen nur 10 Prozent — das könnte natürlich gerade solche kostspieligeren Objektive attraktiv machen, wenn man sie bei einem Systemwechsel mitnehmen kann.

Damit bietet Sigma etwas an, was bei elektro-mechanischen Kameras vor rund 20 Jahren schon gut funktioniert — allerdings kann man bei T2 oder Tamron Adaptall 2 (siehe Bild oben) die Anschlüsse selbst wechseln und so ein und dasselbe Objektiv praktisch parallel an unterschiedlichen Systemen nutzen. Selbst für moderne Kameras wie das Canon EOS-System werden bis heute von Drittanbietern entsprechende Adapter angeboten, die allerdings oft nur eine mechanische Verbindung herstellen (stört überhaupt nicht bei den noch immer beliebten Makroobjektiven; scheint für Pentax aber auch Varianten mit Datenübertragung zu geben).

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