Projekt Lochkamera

Nachdem ich rund drei Jahre in meinem Projekt 52pics wöchentlich ein Foto veröffentliche, gilt seit Anfang 2014 ein neues Konzept: Monatlich wird ein etwas umfangreicheres Projekt umgesetzt — im April greife ich das Thema Lochkamera auf.

Landmaschine

Landmaschine am Feldrand.

Das letzte Wochenende im April ist seit einigen Jahren traditionell Worldwide Pinhole Photography Day, Tag der Lochkamera — kurz WPPD. Am diesen Tag kann man allein oder in der Gruppe “zurück zu den Wurzeln” kehren. Kein schweres Glas, kein Hightech-AF, noch nicht einmal ein helles Sucherbild. Für versierte Nutzer besteht der Reiz natürlich auch darin, sich eine Lochkamera selbst zu basteln: Traditionell aus einem Schuhkarton mit einem Stecknadelloch vorn und einem Blatt Fotopapier hinten.

In den vergangenen Jahren durchbohre ich einen Gehäusedeckel (z. B. 8 mm Holzbohrer) und setze dahinter ein Stück angepikste Alufolie. Doch der Teufel steckt im Detail: Schon durchbohren ist meist zu fett und es bleibt außerdem ein Grat. Holga verspricht 0,25 mm.Das “Geheimnis” ist ein möglichst kleines Loch ohne Ränder. Leider erreicht man mit Hausmitteln schnell das Limit und das Ergebnis bleibt unbefriedigend.

Holga verspricht 0,25 mm.

Dann muß eben Holga helfen, wo es neben Simpelkameras auch entsprechende “pinhole“-Vorsätze für Spiegelreflexkameras gibt und einen Durchmesser von 0,25 mm verspricht. Dieser Durchmesser bestimmt den Schärfebereich ab ca. 5 cm, der Abstand zur Sensorebene die Brennweite (geschätzt etwa 45 mm).

Dann geht es los, Stativ und Fernauslöser sind Pflicht. Mit einer Belichtungsreihe taste ich mich bei ISO 100/21 DIN an eine durchschnittliche Belichtungszeit von 1 bis 4 Sekunden heran: Leuchtend gelbe Rapsfelder, Arbeitsgeräte am Feldrand, eine Nahaufnahme von Ähren oder die A2.

Das weichgezeichnete Bild mit eigentümlichen Farben macht den Reiz dieser Art der Fotografie aus. Durch lange Belichtungszeiten werden Bewegungen durch Wischeffekte eingefangen. Das gesamte Projekt gibt’s unter “2014/04 — Mit der Lochkamera zurück zu den Wurzeln“.

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