Programmiersprache: FreeBASIC.

Ich bin noch immer auf der Suche nach einer Programmiersprache für den Hausgebrauch. Aus dem Bücherregal: Assembler, BASIC, Pacal.Nachdem mich Python trotz guter Argumente nicht so recht überzeugt, gehe ich die Liste von Programmiersprachen bei Wikipedia durch — unendliche Weiten…

Aus meinem “historischen” Bücherregal:
Assembler, BASIC, Pascal.

Zum Glück gibt es außerdem eine “Liste von Hallo-Welt-Programmen“. Gerade, wenn man schon ein wenig Erfahrung hat, kann man anhand der Beispiele beurteilen, ob einem der Stil bzw. das Konzept entgegen kommt. Neben meinem ehemaligen Favoriten C++ (für mich zuviel des Guten) treffe ich auf alte Bekannte…

Im goldenen Zeitalter der Heimcomputer lerne ich natürlich BASIC kennen (das ich mit Assembler aufhübsche), in der Schule verordnen die “Informatik-Lehrer” UCSD-Pascal. Erfahrungen habe ich auch mit Forth, Lisp, Perl, PHP, JavaScript… Warum also in die Ferne schweifen?

Hallo Welt mit Pascal (Quelle: Wikipedia)

Hallo Welt mit Pascal
(Quelle: Wikipedia)

Einlesen in FreeBASIC

Die goldenen Zeiten sind vorbei und Basic und Pascal gibt’s inzwischen als kostenlose Compiler und Entwicklungsumgebungen. Die beiden Programmbeispiele “Hallo Welt!” kommen einem vertraut vor. Basic ist so schön “quick & dirty” — und in der Variante FreeBASIC im Gegensatz zu “früher” auch kompilierbar, bietet Funktionen und ähnelt vertrautem Pascal (und bietet “notfalls” sogar OOP). — FB steht in diesem Zusammenhang übrigens für FreeBASIC, nicht für irgendso ein Dingenskirchen…

Hallo Welt mit FreeBASIC (Quelle: Wikipedia)

Hallo Welt mit FreeBASIC
(Quelle: Wikipedia)

Die Entwicklung beginnt 2004 durch André Victor, der aktuelle Stand auf der offiziellen FreeBASIC-Homepage (übrigens mit Drupal 7 erstellt) ist Version 0.90.x von 2013 und erzeugt Programme für Windows, DOS und Linux sowie mit Einschränkungen für Xbox. Außerdem können C-Bibliotheken übernommen werden, C++ zum Teil und es gibt einen Inline-Assembler. Zur Verfügung stehen Hilfe-Dateien als Windows-CHM oder im FB-Format sowie ein Wiki, also viel Dokumentation und Hilfen — allerdings alles auf Englisch. Apropos: Dieser Tage feiert BASIC seinen 50. Geburtstag und in der TIOBE-Hitliste der beliebtesten Programmiersprachen findet man es z. Zt. auf den Plätzen 6 (VisualBasic) und 10 (VB.NET), Pascal auf 24.

Kein Problem, es gibt ja das FreeBASIC-Portal, das sich in deutscher Sprache fast ebenso ausführlich mit FreeBASIC befaßt. Es gibt dort eine übersetzte Befehlsreferenz sowie Empfehlungen zu einer Entwicklungsumgebung (beispielsweise FBIde oder FBEdit) — auf Wunsch auch als Komplettpaket mit FBIde bzw. komplett mit FBEdit. Bei Wikibooks gibt es ebenfalls auf Deutsch ein Lehrbuch, das sich Stück für Stück entwickelt. Ein “richtiges” Buch finde ich leider nicht (trotz Verwandtschaft zu QBasic).

FreeBASIC in der Praxis

Es ist wie immer: Im Prinzip kann man in jedem Texteditor schreiben, wobei eine Syntax-Hervorhebung bzw. -Ergänzung hilfreich sein kann. Ich entscheide mich für ein Komplettpaket, wobei aus 7 MB Download für den Compiler dann um die 30 MB für das Drumherum werden (entpackt mehr als 100 MB — wenn ich da an die 48 kB meines Apple ][ denke…).

FreeBASIC in der Entwicklungsumgebung FBEdit.

FreeBASIC in der Entwicklungsumgebung FBEdit.

Mit der FBEdit Entwicklungsumgebung werden auch einige Beispielprogramme geliefert, die man mit Strg-F5 kompilieren und starten kann (im Ordner Examples — wenn man die IDE im Programme-Ordner von Windows installiert, kann die aber meist wg. Rechteverwaltung nicht kompilieren/ausführen). Außerdem kann man ggf. bei “coderJeff’s Home Page” oder und Phatcode stöbern. Dazu gibt es Hilfen, wie beispielsweise der Hinweis “Missing closing quote in literal string” auf fehlende Anführungszeichen beim Test-String, wobei im o. g. Komplettpaket auch die deutschsprachige Referenz gleich eingebaut ist.

Auch wenn es gegen Basic gut gepflegte Vorbehalte gibt, könnte es nicht zuletzt wg. der Weiterentwicklung für den Hausgebrauch reichen. Die ersten Versuche verlaufen vielversprechend und mit Windows und Linux deckt man sogar zwei Betriebssysteme ab. Es gibt zwar kein fertiges Lehrbuch, aber eine Menge frei zugänglicher Quellen mit denen man mit Vorkenntnissen durchaus zum Ziel kommt. — Schau’n wir mal…

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