Tutorial: Mit Lightroom analoge Bilder archivieren.

Nachdem analoge Fotografie praktisch nur noch als Liebhaberei betrieben wird, machen sich immer mehr “alte Hasen” Gedanken, wie man ein analoges Archiv ins digitale Zeitalter übertragen kann.

Tausende von Fotos schlummern im Archiv.

Tausende von Fotos schlummern im Archiv.

Wenn es sich um eine überschaubare Menge handelt (bis 1.000?), kann man dies durchaus selbst bewerkstelligen. Ich erläutere hier technische Voraussetzungen und Workflow, wie man Bilder von einem “normalen” Scanner möglichst effizient in den Lightroom-Katalog bekommt. Dieser Praxistest richtet sich an engagierte Amateure, Freiberufler und kleine Unternehmen, die auf vorhandene Ressourcen zurückgreifen wollen (nicht an Experten der Druckvorstufe).


Grundsätzliche Überlegungen zum Arbeitsaufwand

Bevor man loslegt, sollte man sich ein paar Gedanken dazu machen, was man erreichen möchte (unbeliebt, aber empfehlenswert):

Handelt es sich um Diapositive oder (Farb-) Negative? Diapositive kann man gezielt auswählen, in eine Tüte stecken und relativ preiswert bei einem Dienstleister um die Ecke scannen lassen. Auch für den privaten Einsatz kann man sich Geräte kaufen oder leihen, die wie ein Diaprojektor ein Magazin mit 50 oder 100 Bildern aufnehmen und dann selbständig über Stunden abarbeiten. Dadurch, daß Dias grundsätzlich auseinander geschnitten werden, hat man im Magazin überwiegend brauchbare Bilder, selten totale Nieten. Bei Negativstreifen sieht die Sache leider ganz anders aus: Zwischen guten Bildern finden sich immer auch Fehlbelichtungen usw. da man praktisch nur Streifen und keine Einzelbilder weiterbearbeiten kann (ist zumindest problematisch).

Ein ganzes Archiv digitalisieren, mit allen guten wie schlechten Bildern..? Auf Grund oben geschildeter Gegebenheiten stellt sich die Frage: Kann/soll man tatsächlich ein komplettes Archiv unbesehen digitalisieren? Wie man es dreht und wendet, es kostet entweder sehr viel Zeit oder viel Geld — meistens beides… Entweder vorher aufwendig sichten und vorsortieren oder auch mißlungene Bilder digitalisieren und hinterher rauswerfen. Unter der Annahme, daß Dias in einem Magazin schon gut gesichtet sind, kann man sie gut “wegarbeiten”. Negativstreifen bedeuten dagegen einen sehr hohen Arbeitsaufwand: Man muß jeden einzeln aus der Hülle nehmen, braucht zur Beurteilung ein Leuchtpult und eine Lupe und bekommt vorab trotzdem nur einen vagen Eindruck von dem Foto. Ein Streifen hat maximal sechs Bilder, wenn man Pech hat, taugt bei näherer Betrachtung keines davon… Danach sollte der Streifen wieder an seinen Platz in der Hülle wandern, damit die Ordnung nicht flöten geht. Ausnahme sind APS-Filmpatronen, die mancher Spezialscanner als komplette Rolle verarbeiten kann. — Für diesen gesamten Arbeitsprozeß gibt es zwar Dienstleister (zum Teil auch mit umfangreichen Testberichten zum Thema Scannen), aber kaum zum Schnäppchenpreis.

Da ist es dann verführerisch — weil deutlich einfacher — auf vorliegende Papierbilder zurückzugreifen. Ein Papierabzug stellt aber schon eine gewisse Interpretation der Daten — des “RAW”-Negativs — dar und bietet unter Umständen auch nicht die volle Auflösung, Belichtung, Schärfe usw. Außerdem sollte es ein glänzende Vorlage sein, weil ab einer gewissen Auflösung die beliebte, weil weniger fingerabdruckempfindliche, “Perl”-Oberfläche mitgescannt wird und dann als störendes Muster im Bild erscheint. — Wann immer möglich, würde ich trotz erheblichem Mehraufwand vom Negativ scannen, wenn man wirklich Archivqualität erreichen möchte.

Auch wenn es hier um die Digitalisierung geht — die Originale weiter aufheben! Wer weiß, ob es in ein paar Jahren nicht noch einfachere oder bessere Wege gibt.

Zwischenfazit: Wer ein umfangreiches Archiv hat, kann es nicht am Sonntagnachmittag zwischen Kaffeetrinken und Abendbrot digitalisieren. Grob überschlagen rechne ich inklusive der “Nebentätigkeiten” wie Auswahl, Scannen und Verschlagworten mit 5 Minuten pro Bild. — Und dabei haben wir noch gar nicht über die Technik gesprochen… In diesem Fall verwende ich einen Flachbettscanner sowie Lightroom für die Nachbearbeitung und die Verwaltung.

Arbeitspferd Scanner… (und Treiber)

Als Fotojournalist fotografiere ich “damals” hauptsächlich Schwarzweiß-Negativ. Darauf basiert auch dieser Workshop. Prinzipiell gilt dies auch für Farbnegative, auf die einfachere Lage bei Diapositiven habe ich eingangs bereits hingewiesen.

Ich verwende einen universell einsetzbaren Flachbettscanner mit integrierter Durchlichteinheit. Was bei der Auswahl eines Gerätes wenig beachtet wird, ist die verfügbare Software. Nein, ich rede nicht von Photoshop (Elements), sondern vom Treiber. Im einfachsten Fall wird nur ein TWAIN-Treiber mitgeliefert, so daß man zwingend noch ein weiteres Programm braucht, das diese Schnittstelle ansteuert. Es muß allerdings nicht Photoshop sein — zumal es hier ja auch um Lightroom geht — notfalls reicht ein Bildbetrachter wie Irfanview aus. Der hier verwendete Scanner von Epson hat zwei Vorteile: (1) Der “Treiber” kann vollkommen allein direkt in Dateien scannen und in einem Alt, aber bewährt -- Treiber von Windows Me bis 8.1 (und MacOS).Ordner nach Wahl ablegen. (2) Es sind “Treiber” von Windows Me bis 8. 1 verfügbar (gerade Windows 7 64 Bit hat schon mache Hardware aus dem Verkehr gezogen…).

Nicht selbstverständlich:
Treiber von Windows Me bis 8.1 (und MacOS).

Um den hier beschriebenen Lightroom-Workflow nachvollziehen zu können, ist m. W. jeder Scanner geeignet, der fertige Bilddateien in einem greifbaren Verzeichnis ablegt. Wer möchte, kann auch spezielle Filmscanner verwenden, die beispielsweise recht ausgefuchste Staubentfernungstechniken auf Infrarot-Erkennung eingebaut haben (allerdings primär für Farbbilder), im Amateurbereich aber leider fast nur Einzelbilder verarbeiten. Da Automatiken oft zwar sehr gut, aber nicht in allen Fällen perfekt arbeiten, verzichte ich auf sämtliche Optimierungseinstellungen in der Scansoftware. Auf Grundlage meiner Artikel zum Scannen von Negativen verwende ich folgende Einstellungen:Die Epson Scan Software kann autonom arbeiten.

  • Dateiformat TIF mit 24 Bit
  • Auflösung 3200 dpi
  • keine Optimierungsfunktionen in der Scan-Software (Treiber)
  • keine Entwicklungseinstellungen beim Import nach Lightroom

Die Epson Scan Software kann autonom arbeiten.

Wie bringt man nun den Scanner und Lightroom zusammen? Man kann in Lightroom den Scanner nicht direkt ansprechen. Auch Tethering funktioniert nur mit (bekannten) Digitalkameras (sofern sich ein Spezialscanner nicht als solche tarnt). Deshalb muß man von fertigen Bilddateien ausgehen — das macht die Angelegenheit auf den ersten Blick etwas umständlich, hat aber den Vorteil, daß der Workflow sehr flexibel angepaßt werden kann. Ich habe zwei praxisnahe Ansätze erarbeitet:

  1. Erst machen was man will, dann Lightroom suchen lassen: Man scannt die Archivbilder und verschiebt einzelne Dateien oder ganze Ordner auf Dateiebene direkt ins Fotoarchiv, wo auch alle anderen Bilder liegen (und schert sich erstmal gar nicht um LR). Dabei kann man von Hand die gewohnte Ordnerstruktur aufbauen. So lege ich nachträglich einen Jahresordner “1982” an, in den beispielsweise ein Unterordner “1982-08 Flugtag BS” kommt. — Mit Synchronisieren kann ich die Bilder später dem Lightroom-Katalog hinzufügen.
  2. Lightroom automatisch häppchenweise mit Bildern füttern: Man nutzt in Lightroom die Funktion “Automatischer Import” und Lightroom ist von Anfang an mit von der Partie. Dabei wird ein bestimmter Ordner auf Veränderung überwacht: Landet darin eine Bilddatei, wird sie automatisch nach LR importiert. Die Bilder erscheinen in LR auf dem Bildschirm und können sofort verarbeitet werden.

Maximal sechs Bilder können in einem Arbeitsgang gescannt werden.

Maximal sechs Bilder können in einem Arbeitsgang gescannt werden.

 

Synchronisieren — Bilder selbst einsortieren

Erster Schritt: Ich scanne zunächst in meinen Standard Scan-Ordner.

Zweiter Schritt und Workflow: Ich verschiebe anschließend die Bilder von Hand ins Fotoarchiv, wo alle Bilder gesammelt liegen. Dort verwende ich als Sammelsurium entweder den Unterordner Negative-Dias oder lege zusätzlich entsprechende Unterordner à la 1983-05 Eisenbahn an und gliedere sie in die normale Ordnerstruktur ein. Über LR mache ich mir keine Gedanken.

Beim Synchronisieren findet Lightroom die neuen Bilder.

Beim Synchronisieren findet Lightroom die neuen Bilder.

Dritter Schritt: Bin ich mit dem manuellen Einsortieren fertig, geht es in Lightroom mit “Bibliothek | Ordner synchronisieren” weiter. Je nachdem was in der linken Seitenleiste eingestellt ist, wird entweder nur ein ausgewähltes Verzeichnis oder das gesamte Archiv nach Änderungen durchkämmt. So findet die Synchronisierung nicht nur die neuen Bilder, sondern auch verwaiste Dateien, die vermutlich auf Dateiebene an LR vorbei gelöscht wurden.

Empfehlenswert ist die Option “Vor dem Import Import-Dialogfeld anzeigen”, damit man grob den Import kontrollieren kann. Prima und für die Archivierung unerläßlich ist, daß anschließend die Smart-Sammlung “Vorheriger Import” zur Verfügung steht. Dort kann ich die Bilder nochmals in Originalgröße sichten und vor allem Verschlagworten. Stichwörter (Tags) sind an dieser Stelle besonders wichtig, da man ja nicht auf Exif-Daten einer Kamera zurückgreifen kann (die eventuell vom Scanner eingefügten Daten haben ja nicht wirklich etwas mit dem Foto zu tun).

Tipp: Wenn man Bilder aussortiert, sollte man generell die Funktion “Vom Datenträger löschen” verwenden (statt “aus Katalog entfernen”), da sonst beim Synchronisieren sämtliche Dateileichen wieder auftauchen.

Diesen Workflow kann man aus technischer Sicht praktisch beliebig unterbrechen oder fortsetzen. Lediglich bei der Verschlagwortung kann ein zeitnaher Blick auf die Original Archivblätter und Notizzettel noch hilfreich sein. Durch das manuelle Eingreifen in Schritt 2 kann man bis zu einem gewissen Grad die Ordnerstruktur nachbauen.

Dieser Workflow bietet sich auch an, wenn man Bilder extern scannen läßt und nachträglich einpflegen will. Dies wäre zwar auch über den normalen Import möglich, doch alle Bilder würden ohne eigene Exif-Daten irgendwo in einem Sammelordner landen.

Automatischer Import — Bilder direkt verarbeiten

Erster Schritt: Überlegen bzw. feststellen, welches Verzeichnis überwacht werden soll. Dies hängt zum Teil davon ab, wo das Scan-Tool die Bilder speichern kann. Wenn man das Verzeichnis nicht frei wählen kann, nutzen Tools oft die von Windows vorgegeben Verzeichnisse, wie beispielsweise “Pictures” im Nutzerprofil.

Zweiter Schritt: Lightrom starten und “Datei | Automatisch importieren” aufrufen. Bei der ersten Nutzung muß man einerseits den Pfad zum überwachten Ordner angeben, anderseits den Zielordner im LR-Archiv. Scannt man sehr viele Fotos eines Jahrgangs, kann man ihn thematisch orientiert durchaus “1984” nennen, sonst wohl besser allgemein “Alte Negative”.

Während des Imports können Stichworte hinzugefügt werden.

Während des Imports können Stichworte automatisch hinzugefügt werden.

Darüber hinaus kann man ein paar zusätzliche Angaben machen: Die Entwicklungseinstellungen lasse ich aus, nutze aber gern die Metadaten bzw. Stichwörter (Vorsicht, Überschneidungen…): Dort hinterlege ich als Standardangaben den Negativtyp und die Auflösung, die dann automatisch in die Stichwörter für den Katalog übernommen werden. Auch die Vorschauen stelle ich wie sonst auf 1 : 1 ein.

Dritter Schritt und Workflow: Zum Scan-Programm wechseln. Bilder raussuchen, Scannen, wieder abheften. Der von mir verwendete Scanner kann in einem Arbeitsgang einen Negativstreifen mit maximal sechs Bildern oder vier gerahmte Dias verarbeiten, ohne daß jedes Bild einzeln “angestoßen” werden muß. Wenn man die entsprechenden Unterverzeichnisse auf dem Desktop geöffnet hat, kann man den Weg verfolgen:

  • Scan-Balken…
  • Datei erscheint im Standardverzeichnis des Scanners…
  • … verschwindet …
  • … Datei erscheint im angegebenen LR-Fotoarchiv-Ordner
  • und in der Vorschau bzw. Leuchtpult in LR

Jedes Bild kann dann sofort bearbeitet werden, wobei ich mich an dieser Stelle auf die Bewertung (Sternchen) und Verschlagwortung (Tags) beschränke, vor allem zur Angabe von Personen, Orten, Ereignissen.

Diesen Workflow kann man aus technischer Sicht praktisch beliebig unterbrechen oder fortsetzen. Weil die Bilder nach und nach erscheinen, kann man sie parallel schon weiterverarbeiten und so die Wartezeit während des Scannens überbrücken. Leider landen aber alle Bilder in einem Sammelverzeichnis, bei zusammenhängenden Themen kann man ggf. noch nachträglich in Ordner verschieben (bitte innerhalb von LR).

Außerdem…

Und wenn man schonmal dabei ist, kann man den Workflow kreativ erweitern: “Früher” sammele ich Eintrittskarten, Prospekte, Zeitungsartikel und Landkarten, um zusammen mit den Bildern im Fotoalbum damit eine Geschichte zu erzählen. Jetzt scanne ich sie und habe so zusätzliche Informationen zu den Bildern, wenn sie beispielsweise den Abriß eines Gebäudes dokumentieren.

Von dort ist es nur noch ein Schritt weiter, auch “normale” Dokumente auf diesem Wege zu verwalten: Geburtsurkunde, Kfz-Schein, Reisepaß oder doch nur das ausgefüllte Antragsformular. Dazu nutze ich dann natürlich einen separaten Ordner, damit sich die Dokumente nicht mit Fotos vermischen.

Fazit “Bilder archivieren”

Es ist auf jeden Fall mühsam und unter Umständen kostspielig. “Einfach so” das Archiv einfach mal auf gut Glück “durchzuscannen” dürfte sich für niemanden lohnen — sofern es sich nicht um uralte Meisterwerke eines berühmten Fotografen handelt.

Wessen Archiv hauptsächlich Dias umfaßt, ist doppelt im Vorteil: (1) Da es sich um Einzelbilder handelt, sind sie meist schon gut vorsortiert und man kann weiter problemlos Sichten. (2) Weil sich die gerahmten Einzelbilder gut handhaben lassen, gibt es spezielle Scanner zur automatischen Verarbeitung und preiswerte Dienstleister — mit Mengenrabatt ist man ab 10 Cent pro Bild dabei oder sogar beim Discounter. Das ist bis zu einem gewissen Grad kalkulierbar und bezahlbar. (Man sollte vorher aber die Qualität überprüfen.)

Dias kann man sogar beim Discounter scannen lassen. (Quelle: Homepage Lidl)

Dias kann man sogar beim Discounter scannen lassen.
(Quelle: Homepage Lidl)

Doch eines fällt auf: Neben Dias werden oft nur Papierbilder gescannt, nur wenige bieten überhaupt einen Service für Negativstreifen an. Die sind dann nicht nur deutlich teuerer, sondern werden auch nur streifen- bzw. rollenweise verarbeitet, ohne Auswahl einzelner Bilder — macht 88 Cent/Bild x 40 Bilder (z. B. ScanDig) oder etwa 30 Cent/Bild 2400 dpi (Fotoporto).

Das hat mit der fummeligen Verarbeitung zu tun — womit wir beim Thema wären: Egal welchen Scanner man verwendet, Bilder sichten, Filmstreifen aus Hülle, Filmstreifen in Halterung, Scannen, zurück in Hülle, das dauert und dauert. Das ganze für maximal sechs Bilder auf einen Schlag. Das Scannen nimmt dabei am wenigsten Zeit in Anspruch. Und es ist schwierig die Auswahl weiter zu verdichten, wenn man dazu jeden Streifen einzeln anfassen und dabei Hunderte mißlungener Bilder mitschleppen muß, weil man Streifen nicht auseinander schneiden sollte.

Radikale Lösung: Man prüft, ob die Dienstleister der preisgünstigen Dia-Scans prinzipiell auch mit Farb-/Schwarzweiß-Negativen umgehen können (im Scan- und Speichervorgang): Streifen auseinander schneiden, gewünschte Bilder Rahmen und extern Digitalisieren lassen. — Das klassische Negativ-Archiv gibt’s dann allerdings nicht mehr! Ich hafte nicht für Ärger!

Wie man es dreht und wendet, Negativstreifen sind sehr aufwendig in der Bearbeitung. Deshalb sollte man weiter verdichten. Allerdings nicht bildweise, sondern möglichst blattweise (wenn man Archivhüllen verwendet), sofern man wenigstens minimal beschriftet hat. Dann allerdings das komplette Blatt scannen und ggf. hinterher doch wieder Löschen, damit man wenigstens “mechanisch” durcharbeiten kann. Dies kann man eventuell auch an eine Aushilfe vergeben.

Der anschließende Workflow, die gescannten Bilder in Lightroom weiterzuverarbeiten, stellt keine unlösbaren Probleme. Ob man (1) Synchronisieren oder (2) automatischen Import wählt, ist praktisch Geschmackssache. Auf jeden Fall sollte man zeitnah verschlagworten, da man ja nicht auf Exif-Daten zurückgreifen kann, noch nicht einmal beim Aufnahmedatum. Wie meine Scan-Vergleiche zeigen, lassen sich mit einem gelungenen Scan deutlich bessere Abzüge erreichen als mit manchem alten Papierabzug (schwarzweiß). Bei Farbbildern gibt es zum Teil einen “alte Bilder”-Touch, den man bis zu einem gewissen Grad korrigieren kann. Dias haben häufig sehr starke Kontraste weshalb der Handhabungs- und Preisvorteil relativ ist, die gescannten Bilder sehen meiner Meinung nach immer “komisch” aus (mag auch an meinem Scanner liegen, sehe das aber auch bei Kollegen mit anderen Geräten oder Dienstleistern).

Bilder aus dem Archiv.

Bilder aus dem Archiv.
(Quelle: Anzeiger für Lehrte und Burgdorf)

Unmittelbar nach dem Scannen sollte man die frischen Bilder noch wie eine normale Session bewerten und vor allem verschlagworten. Letzter Arbeitsschritt: Abschließend ist es sicherlich eine gute Idee, ein komplettes Backup des Fotoarchivs zu machen.

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