PDF: Metadaten bearbeiten.

Der Weg zum E-Buch ist mühsam, wie leider viele schlecht formatierte Bücher für den Kindle zeigen (MOBI bzw. AZW). Aber auch beim “Stiefbruder” PDF gibt es trotz der enormen Verbreitung und großen Bekanntheit noch immer Lücken. Zwar gibt es eine Menge Druckertreiber, die aus fast jedem Programm heraus das einfache Erstellen eines PDFs ermöglichen (zum Beispiel “Liste von PDF-Software” bei Wikipedia), doch die unterstützen nur das Offensichtliche (und haben leider sogar manchmal schon Probleme bei Sonderzeichen im Text). Selten werden dagegen die Metadaten abgefragt und auch Anzeigeoptionen oder Sicherheitsmerkmale bleiben meist außen vor.

BeCyPDFMetaEdit

BeCyPDFMetaEdit zur Bearbeitung von Metadaten in PDFs.

Als ich mein kostenloses E-Book zur Makrofotografie zusätzlich als PDF speichere, stoße ich in den Dokumenteneigenschaften ebenfalls auf unpassende Einträge. Je nach Programm sind dort unsinnige oder irreführende Angaben zu finden. Wer beispielsweise ein Dokument direkt aus Word als PDF speichert, findet dort den Eintrag “Microsoft(R) Office Word” als “Urheber” bzw. “Hersteller”. Ärgerlich für alle Beitigten…

Unerwünschte Metadaten in den PDF-Eigenschaften

Unerwünschte Metadaten in den PDF-Eigenschaften.

Die ursprünglichen Bezeichnungen lauten nämlich “Creator” und “Producer”. Das ist besser, aber noch immer mißverständlich, weil dies rein technisch gemeint ist. Denn leider kann man dies auch auf den Inhalt als solchen beziehen. Trotz langer Recherche finde ich — zumindest unter den kostenlosen Programmen — nichts was von vorn herein “alles” unterstützt: Gutes Druckbild und Bearbeiten der Metadaten.

So kann ich zu diesem Zeitpunkt nur ein zweistufiges Procedere einsetzen: Erst mit dem PDF-“Drucker” der Wahl ein optisch möglichst gutes Dokument erzeugen, dann die Meta-Daten nachträglich anpassen. Auch da ist die Auswahl nicht besonders groß, doch es reicht ja auch, wenn man ein Programm findet, das die Ansprüche prima erfüllt… Hinter dem etwas sperrigen Namen BeCyPDFMetaEdit verbirgt sich ein vielseitiges Programm aus deutschen Landen, das schon mit korrekten Bezeichnungen bei den “Metadaten” erfreut: “Erstellt mit” sowie “Erzeugt mit”. Darüber hinaus können alle anderen Daten wie “Titel”, “Thema”, “Verfasser” oder “Stichwörter” bearbeitet werden. Damit wäre die erste Aufgabe erfüllt.

Jetzt kommt die Kür: In den “Anzeigeoptionen” kann man das Verhalten beim Öffnen des PDF-Dokuments steuern, z. B. Einzel- oder Doppelseite, Miniaturansichten oder eben nicht. Interessant sind die Einstellungen bei “Sicherheit” mit denen man bis zu einem gewissen Grad unerwünschtes “copy & paste” vermeiden kann (z. B. “Entnehmen/Kopieren von Inhalt”).

Je nachdem wie weit man in diese Daten eingreift, können allerdings andere Einstellungen verloren gehen wie beispielsweise die “schnelle Web-Anzeige” (Linearisierung, das Dokument kann allerdings weiterhin angezeigt werden). Für Hardcoreuser gibt es sogar einen Batchmodus mit Befehlszeilenparameter.

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