Newsletter E-Publishing [Juni 2013]

Schon wieder ist ein Monat rum — hier der “Electronic Publishing” Newsletter für Juni 2013:

  • E-Book E-Ink: Groß und in rot oder Farbe
  • Firmware: Kindle Touch
  • Selbstverlag: Die Autonomen
  • Jubiläum: 10 Jahre WordPress
  • Umsonst — kostenlos oder vergeblich?
  • Autor: Golem für alle.
  • on/off: Wir brauchen kein Internet.
  • Termin: Tag des Online-Journalismus
  • Termin: eBookCamp


E-Book E-Ink: Groß und in rot oder Farbe

Ich bin ja großer Fan der Kindle E-Ink-Modelle, wegen des geringen Stromverbrauchs, der absolut flimmerfreien Darstellung und nicht zuletzt der sehr guten Lesbarkeit besonders bei intensiver Sonneneinstrahlung. Was man verbessern könnte: Größeres Display und ein wenig Farbe für Sachbücher. Beide Wünsche soll der PocketBook Color Lux auf E-Ink-Basis erfüllen können. Er bietet 8 Zoll (gut 20 cm) sowie immerhin 4.096 Farben und soll mit einer Akkuladung 5.400 Buchseiten umblättern können. Das Gerät soll ab Ende Juni 2013 für rund 250 Euro erhältlich sein. Auf der deutschen Homepage von PocketBook ist davon aber leider noch nichts zu sehen, dafür im englischen Blog. — Bis dahin kann man sich mit einer Spezialvariante von “Spectra” von E-Ink trösten: Sie kann neben schwarz/weiß eine weitere Farbe wie beispielsweise rot darstellen. Das zielt auf den Einsatz als Werbeplakat und soll außerdem sogar frosttauglich sein.

Firmware: Kindle Touch

Eigentlich soll sich ein Kindle beim Vorliegen eines Firmware-Updates von alleine melden und dies auch via WLAN durchführen können. In der Praxis scheint das nicht immer zu klappen oder man hat die Mitteilung in einem unpassenden Moment weggeklickt und vergessen. Wie dem auch sei, für den (inzwischen nicht mehr angebotenen) Kindle Touch steht eine neue Firmware zur Verfügung, die mit vielen neuen Features das Gerät in Richtung Paperwhite aufwerten kann. Neben Details in der Bedienung betrifft dies zum Beispiel auch die Anzeige von Covern oder den Lesefortschrittsbalken.

Selbstverlag: Die Autonomen

Unter dieser etwas provokativen Überschrift geht die Fachzeitschrift “Der Journalist” das Thema Selfpublishing an. Der Beitrag bringt wichtige Erkenntnisse auf den Punkt: Eichborn? Fischer? Alles überflüssig? Viele Autoren verzichten inzwischen auf renommierte Verlage und veröffentlichen ihre Bücher und E-Books einfach selbst. Dabei entstehen nicht nur neue Verkaufswege, sondern auch ungewöhnliche Formate und Geldquellen. (…) “Lektorat, Layout, Vermarktung, Verkauf – es gibt feste Abläufe und Hackordnungen. Der Autor spielt dabei eine untergeordnete Rolle.” (Quelle: a. a. O.) — Doch wann merken es die Verlage und arbeiten mit solchen Autoren zusammen, statt das E-Buch zu verdammen? Immerhin schöpft Amazon über eigene Buchverlage die guten Titel sonst auch im Print ab.

Jubiläum: 10 Jahre WordPress

Kinder, wie die Zeit vergeht, WordPress gibt es nun schon seit zehn Jahren — und fast ebensolange bin ich dabei (neben Drupal und Joomla). In dieser recht überschaubaren Zeit hat sich das CMS zu einer der beliebtesten Plattformen gemausert und sogar etablierte Systeme verdrängt.

Umsonst — kostenlos oder vergeblich?

Neben vielen Details muß sich ein Selfpublisher auch um die Frage der Fragen kümmern: Was soll das Buch kosten? Die “übliche” Bandbreite liegt zwischen gratis bis zu einem minimalen Abschlag gegenüber der Printausgabe von 29,90 Euro.

Autor: Golem für alle.

Während einige Medien sich online immer weiter abzuschotten versuchen (siehe #LSR), geht das Online-Magazin Golem einen anderen Weg: Versuchsweise kann jeder als Autor Artikel einreichen und zwar nicht für umsonst und gleichberechtigt mit den anderen Inhalten. Die Entlohnung soll allerdings nicht nach festen Honorarsätzen erfolgen, sondern über eine Beteiligung am (wirtschaftlichen) Erfolg des Beitrages.

on/off: Wir brauchen kein Internet.

Neulich stand es sogar in der örtlichen Presse: Eine Schulklasse will eine Woche (Monat?) auf das Handy verzichten. Mir kommen solche Projekte so vor wie die Nachbarn vor 30 Jahren mit “wir brauchen kein Telefon” (haben aber aller Welt die Nummer meiner Eltern gegeben) oder “wir brauchen keinen Fernseher” (obwohl es inzwischen verständlich ist, wenn wohl auch aus anderen Gründen). — Trotzdem kann man sich ja mal zwei Selbstversuche dazu durchlesen.

At 11:59PM on April 30th, 2012, I unplugged my Ethernet cable, shut off my Wi-Fi, and swapped my smartphone for a dumb one. It felt really good. I felt free. (…) My last afternoon in Colorado I sat down with my 5-year-old niece, Keziah, and tried to explain to her what the internet is. She’d never heard of “the internet,” but she’s huge on Skype with the grandparent set. I asked her if she’d wondered why I never Skyped with her this year. She had. (Quelle: a. a. O.)

Termin: 9. Frankfurter Tag des Online-Journalismus

Der 4. Juni 2013 steht unter dem Motto “Blackbox oder Glashaus — Möglichkeiten und Grenzen der Transparenz” und wird vom Hessischen Rundfunk, dem Medienbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), evangelisch.de und epd medien veranstaltet (Teilnahmegebühr 80 Euro, ermäßigt 35 Euro). Zu den Referenten gehören beispielsweise Dorothee Bölke (Rechtsanwältin), Lorenz Lorenz-Meyer (Professor für Online-Journalismus), Sascha Venohr (Zeit Online) oder Stefan Niggemeier (Journalist).

Termin: eBookCamp

Es ist zwar noch ein paar Tage hin, aber wir sind ja immer alle sooo buzy: Das dritte eBookCamp findet am 2. November 2013 in Hamburg statt. Das Programm: Vernetzung, Information, Erfahrungsaustausch und und und…


Diesen Newsletter kann man über die Infobox “Newsletter” in der Navigationsleiste abonnieren (ist noch experimentell und möglicherweise nicht immer zugänglich).

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