Neue Bilder für den Kindle Screensaver

Eigene Ruhebilder für E-Ink mit Hilfe eines Presets.Schon vor ein paar Wochen experimentiere ich mit eigenen Bildern für den Ruhebildschirm (auch “Bildschirmschoner” genannt) meines Kindle 3 — der zeigt nämlich von Haus aus “dead people”. Die Bilder des K4 sind zwar schöner, hat aber jeder.

Eigene Ruhebilder für E-Ink mit Hilfe eines Presets.

Bei meinem ersten Versuch nehme ich Bilder, die gerade zur Hand sind und improvisiere. Jetzt möchte ich die Sammlung systematisch vergrößern, technisch optimieren und dabei meine Arbeitstechnik in Lightroom verfeinern: Mit Presets kann man dann die Bilder mit wenigen Klicks für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke “herauslassen”, zum Beispiel für Fotoalbum auf dem Smartphone , zur Ausbelichtungoder als Ruhebild für den Kindle. Eine Auswahl dieser Bilder stelle ich exemplarisch zum kostenlosen Download bereit.

Prinzipiell muß man bei jedem Foto bzw. dessen Bearbeitung auch den späteren technischen Verwendungszweck berücksichtigen. Trotzdem arbeiten viele Nutzer einfach mit den Voreinstellungen der Software und machen sich über die Anforderungen ob Anzeige auf dem Bildschirm oder Ausgabe auf einem Drucker keine Gedanken. Dabei haben Auflösung (dpi) und absolute Kantenlängen immer etwas mit dem Ausgabeformat bzw. Verwendungszweck zu tun. Konsequenterweise müßte man eigentlich immer mit mehreren Dateien jonglieren. Und wer darauf achtet, hat schnell eine Menge speicherfressende Duplikate auf der Festplatte.

In diesem Fall möchte ich meine Sammlung an eigenen Bildern für den “gehackten” Bildschirmschoner erweitern, weil die eigenen Bilder wirklich Spaß machen. Der Kindle 4 hat ein 6 Zoll großes E-Ink-Display mit 600 x 800 Pixel und kann 16 Graustufen darstellen. Das Dateiformat muß JPG, PNG oder GIF sein. Wer es sich ganz einfach machen möchte, kopiert beliebige Bilder auf das Gerät. Die Skalierung funktioniert meist automatisch, auch die Umwandlung von Farbe in Graustufen — doch das Ergebnis läßt oft zu wünschen übrig. Deshalb bereite ich die Bilder in Lightroom entsprechend vor.

Fürs E-Ink-Display braucht man viel Kontrast.

Fürs E-Ink-Display braucht man viel Kontrast.

 

  1. Auswahl geeigneter Bilder als Schnellsammlung (Taste [B])
  2. Ausschnitt als 3 : 4 Hochformat (damit es randlos paßt)
  3. Umwandlung in “Graustufen” mit abartig starkem Kontrast
    (weil E-Ink leider etwas flau rüberkommt)
  4. Skalieren auf 600 x 800 Pixel
  5. hohe JPG-Komprimierung für kleine Dateien
  6. Schärfen für Bildschirm
  7. Einfügen der Bauchbinde/Wasserzeichen

Wie man das alles beispielsweise mit Lightroom erledigen kann schildere ich ausführlich in “Lightroom — Workflow: Export-Preset“.

Fazit

Mit einem Preset kann man die Arbeit nicht vollständig automatisieren, aber leichter einen gewissen Standard einhalten. Im Beispiel Ruhebilder für den Kindle steckt trotz Preset eine Menge Nachbearbeitung in den Bildern im “Entwickeln”-Modul. Dabei muß insbesondere der Kontrast hochgedreht werden, weil das E-Ink-Display etwas flau rüberkommt (was auf einem PC-Bildschirm schon “abartig” erscheint). Beim “Export” dagegen werden die Bilder automatisch skaliert, geschärft, die JPG-Komprimierung erhöht und die “Bauchbinde” eingesetzt.

Kostenlose Ruhebilder für E-Ink-Displays.

Kostenlose Ruhebilder für E-Ink-Displays.

Auf Grund einiger Anfragen biete ich eine Auswahl an 15 Bildern zum kostenlosen Download an (ZIP, ca. 615 kB; bitte den begleitenden Infotext beachten).

Comments

comments

Leave a Reply

Your email address will not be published.