Lumia 640 im Praxistest — viel Fon, wenig smart. [Update]

Mein Handy ist gut zwei Jahre alt und obwohl ich nicht vertraglich gebunden bin, mache ich mir Gedanken über eine Neuanschaffung. Das liegt zum einen daran, daß wieder einmal “alle” mit einem tollen neuen Gerät rumrennen. Andererseits hat sich selbst die relativ einfache Kamera in meinem aktuellen Gerät als Alternative zur zusätzlichen Schnappschußkamera bewährt (zumindest bei gutem Licht). Zur Dokumentation ist sie immer zur Hand, sogar fürs schnelle Produktfoto taugt sie. Dank Dropbox-Kamera-Upload stehen die Bilder ohne Fummelei automatisch auf meinem Büro-PC zur Verfügung.

Microsoft Lumia 640

Microsoft Lumia 640

Smartfon und Tablett-PC haben sich zu nützlichen Hilfsmitteln im Büro und der Fotografie entwickelt. Nachdem mir die Bloatware bei Android gegen den Strich geht, schaue ich mich einmal um, was sich in den vergangenen zwei Jahren so getan hat. Über den Kollegen- und Bekanntenkreis werde ich auf ein schon längst abgeschriebenes Gespann aufmerksam: Die Kooperation von Nokia mit Microsoft unter dem Stichwort Lumia. Meine Freundin kauft sich recht spontan ein Lumia 640 für sparsame 140 Euro, ich greife erstmal auf eine Teststellung von Microsoft zurück. Da es ja nur um eine neue Hardware geht, sondern einen möglichen Systemwechsel, gibt’s einige Hinweise zu Unterschieden mit Android.

Dem Päckchen entnehme ich eine vergleichsweise zierliche Schachtel. Nach dem ersten Schock — wer ist auf die Idee gekommen, daß ein fetter “Bild”-Aufkleber verkaufsfördernd sei? — entnehme ich das Smartfon der Schachtel, die sich wie eine Schublade öffnet — schöne Idee. Neben dem Gerät finden sich nur noch ein Ladegerät und eine Kurzanleitung. Keine Treiber-CD, kein USB-Kabel oder nette Zugaben wie Hülle oder Headset (war bei meinem alten Nokia alles dabei).

Blick hinter die Kulissen

Beim “Zusammenbau” greift Plaste in Plaste, aber ordentlich verarbeitet, obwohl mir die Lautstärke-Wippe etwas windig vorkommt. Der darunter plazierte Ein-/Aus-Schalter wird durch die Handyhalterung im Auto verdeckt bzw. sogar ausgelöst — ich finde “oben” generell besser. Die poppigen Gehäuseteile sind Geschmackssache, außer schwarz außerdem glänzend (bei der XXL -Variante immer matt). Wie die Modellbezeichnung verspricht, ist Platz für zwei SIM-Karten sowie eine Micro-SD-Speicherkarte. Der Akku ist austauschbar und verfügt über passable 2,5 Ah Kapazität. Geladen wird er über das mitgelieferte Netzteil, das ein fest verbautes Kabel mit Micro-USB-Anschluß hat.

Die inneren Werte des Lumia 640.

Die inneren Werte des Lumia 640.

SIM-Karte

Bevor es losgeht, ist für manchen Neuling eine Klippe zu umschiffen: Während die meisten Mobiltelefone eine SIM-Karte im “Mini”-Format erfordern, möchte das Lumia eine Extrawurst im “Micro”-Format. Wenn du Glück hast,Es wird eine SIM-Karte in Micro-Größe benötigt.kannst du sie einfach aus der Mini-Karte herausbrechen, andernfalls müssen ein Stanzer oder eine Schere her…

Es wird eine SIM-Karte in Micro-Größe benötigt.

Ich hebe mir den alten “Mini”-Rahmen auf, falls ich wieder zurück will oder ein anderes Handy teste.

Einschalten…

Einschalten und loslegen. Nein, ganz so einfach ist es leider nicht — ich informiere mich erstmal über die Screenshot-Funktion zur Dokumentation (Ein-Schalter und Lautstärke “lauter”). Die weitere Inbetriebnahme ist ein Krampf, mit dem ich nicht gerechnet habe… Der naive Nutzer mag das für “Sicherheit” halten, es geht am Ende aber eher um die “Sicherheit” der Kundenbindung. Insgesamt dreimal bekomme ich Sicherheitscodes zugeschickt — ohne einen parallel verfügbaren Computer mit Internetzugang wäre ich nicht weit gekommen. Ich soll Accounts bei Outlook, Hotmail, OneDrive, Store, Online-Office usw. anlegen. Von 8 Gigabyte Hauptspeicher bleibt auch nicht viel übrig. Immerhin kann man Apps (theoretisch) auf der Karte speichern (wenn der Anbieter es nicht verbietet).Manche App will liueber im knappen Hauptspeicher bleiben. Immerhin kann man wenigstens eigene Daten wie zum Beispiel Bilder dorthin auslagern (also eine ähnliche Situation wie unter Android).

Manche App will lieber im knappen Hauptspeicher bleiben.

Obwohl ich “Produktverbesserung…” ablehne, taucht die Frage gegen Ende des Einrichtungsprozesses erneut und mit gesetztem Häkchen auf.

Wozu braucht eine WLAN-Optimierung Zugriff auf Kontakte? Wenn ich das richtig verstehe, sollen Kontakte dazu verführt werden,Wozu braucht eine WLAN-Optimierung Zugriff auf Kontakte?sich gegenseitig vorab WLAN-Zugang zu erlauben — verwaltet durch Microsoft. Wenn ich das richtig verstehe, werden dabei zwar nicht die Paßwörter übertragen, aber “Erlaubnisse” ausgetauscht. Das soll für Gäste komfortabler sein. — Meine Freunde haben permanent Zugang zum WLAN, Gäste nutzen die Gästefunktion der Fritzbox, was nämlich auch mit anderen Geräten als funktioniert.

Wozu braucht eine WLAN-Optimierung Zugriff auf Kontakte?

Nochmal E-Mail: Man darf zwar auch eine eigene verwenden, doch bis beispielsweise das entscheidende Formular für die notwendigen POP-/SMTP-Einstellungen erscheint, muß man mehrmals falsche Angaben machen. Ich melde mich also mit meiner privaten E-Mail-Adresse an — und erfahre, daß ich wohl schon ein Microsoft-Konto habe. Nach mehreren komplizierten Anmeldeversuchen ist auch das erledigt. Um das alles genau rekonstruieren zu können, hätte ich ein Kamera mitlaufen lassen müssen… Einfach SIM-Karte einlegen und Telefonieren ist nicht, selbst wenn man auf die Apps verzichten möchte. — Insofern sehe ich einen Vorteil gegenüber Android schwinden…

Startbildschirm

Das Kacheldesign ist gewöhnungsbedürftig oder erfrischend anders. Immanentes Feature ist, daß Übersichtsinformationen angezeigt werden (was inzwischen einige Android-Apps in Eigenregie auch schaffen). Auf Dauer ist es etwas unübersichtlich, da die CD-Farben der Apps nicht berücksichtigt werden, auch das Rumgeflippe ist bald störend — schön, wenn die Energiesparfunktion auf “Blick” umschaltet.

Kacheln bestimmen den Startbildschirm.

Kacheln bestimmen den Startbildschirm.

Obwohl der Look deutlich anders als bei Android ist, ist das Feel gar nicht so weit weg: Mit Antippen und Wischen kann man intuitiv weit kommen. Wer (s)ein Android-Smartfon ohne Blick in die Anleitung bedienen kann, wird auch hier in der grundsätzlichen Bedienung von Microsoft Phone wenig Probleme haben. Bisher habe ich nicht eine Zeile dazu gelesen (vom Screenshot einmal abgesehen). Da es auch bei Windows Phone drei Standard-Knöpfe gibt, kann ich mir vorstellen, daß man von Android leichter umsteigen kann als vom iPhone mit nur einem zentralen Knopf.

Statuszeile bei Windows Phone: SIM 1 (Empfang), SIM 2 (unbenutzt), WLAN, Klingeln, Nachrichten, Akku, Uhrzeit.

Statuszeile bei Windows Phone: SIM 1 (Empfang), SIM 2 (unbenutzt), WLAN, Klingeln, Nachrichten — Akku, Uhrzeit.

Vieles kommt einem vertraut vor, so die Statuszeile, wo Symbole einen schnellen Überblick geben. Durch Wischen nach unten geht’s in die Einstellungen. Durch Wischen nach links in eine Liste aller vorhandenen Apps, wo gnadenlos sämtlich installierten Apps in einer “endlosen” Liste aufgeführt sind. Sicherheitshalber verweist Microsoft auf “Wechsel von Android oder iPhone zu Windows Phone

Sicherheit

Ärgerlich, wenn man ein mobiles Gerät verliert oder es gestohlen wird. Unverzeihlich, wenn dann ein unehrlicher Fehler Zugriff auf die Daten hat. Deshalb schalte ich keinesfalls die SIM-Karten-PIN aus, sondern vielmehr zusätzlich eine Gerätesicherung ein. Bei Android kann man zwischen PIN, Wischmuster und Gesichtserkennung wählen. Bei Microsoft Phone gibt’s leider nur die Möglichkeit einer PIN.

In der Praxis…

Bei einem früheren Test ist mir ein 5-Zoll-Gerät zu unhandlich, jetzt ist es immer noch sehr merkwürdig, sich so einen Brocken ans Ohr zu halten. Allerdings macht gerade bei Apps das IPS-Display mit 5 Zoll in Verbindung mit HD-Auflösung von 1.280 x 720 Pixel und klarer Darstellung richtig Spaß.

Doch nun zum Entscheidenden: Ich möchte endlich wieder ohne viel Gefummel mit vollständigen Adressen und einem aktuellen Kalender unterwegs sein — das ist für mich der wesentlicher Grund für ein (neues) Smartfon. Schließlich läuft auf meinem Büro-PC ja auch Microsoft Outlook. Pustekuchen: Was für Veteranen wie Palm Pilot oder Nokia Handys via Outlook-Plugin ein Klacks ist, ist für ein Microsoft Windows Phone gar nicht vorgesehen, zumindest nicht aus Verbrauchersicht: Ein lokaler Abgleich von Adressen und Terminen per Kabel, Bluetooth oder WLAN ist nicht möglich! Stattdessen muß man ein Microsoft-“Cloud”-Konto anlegen. Sämtliche Daten werden unnötigerweise a) einem Unternehmen und b) einer potentiell unsicheren Technologie ausgeliefert. Lediglich Firmenkunden haben die Möglichkeit, über einen eigenen Exchange-Server zu gehen. Das separat erhältliche Desktop-Tool regelt lediglich den Abgleich von Bildern und Musik. Damit hat sich für mich ein möglicher Wechsel von Android auf Windows Phone praktisch schon erledigt.Wenn man “irgendwie” lokal arbeiten möchte, muß man wieder zu Tools wie Akrutsync greifen — für 35 Dollar.

Trotz Fehlermeldung kann ich auf das Gerät als Massenspeicher zugriefen. (Windows 7 64 Bit)

Trotz Fehlermeldung kann ich auf das Gerät als Massenspeicher zugreifen.
(Windows 7 64 Bit)

Auch wenn Streaming und mp3-Flatrates “in” sind, ich freue mich über ein UKW-Radio. Denn ich möchte unterwegs nicht Musik hören, sondern Nachrichten und ein bißchen “Dudelfunk”.Leider muß man sich zusätzlich eine Freisprecheinrichtung oder einen kabelgebundenen Kopfhörer anschaffen (und mitführen), da das Kabel als Antenne dient (leider nix mit Bluetooth).

In der Praxis vermisse ich ein Detail über das sicherlich nur wenige Nutzer nachdenken: die Info-LED der Androiden. Sie ist auch “im Vorbeigehen” gut erkennbar und durch die unterschiedlichen Farben kann man durchaus die Wichtigkeit einer Benachrichtigung unterscheiden. Ein wie auch immer gestalteter Info-Bildschirm erfordert immer die volle Aufmerksamkeit.

Apps mit angezogener Bremse

Selbstverständlich gibt es im “Store” weniger Apps als bei Apple oder Android, aber man muß ja nicht alles tausendfach haben. Hauptsache man hat alles was man braucht… Wie steht es um gewohnte Apps, die auch Millionen anderer Nutzer unter Android oder iPhone installiert haben? Eine Stichprobe:

  • Whatsapp ist verfügbar. Beim ersten Start sind aber alle Einträge verschwunden, lediglich Gruppen werden angezeigt. Erst wenn man “angepingt” wird, tauchen die Kontakte wieder auf. Alte “Gespräche” fehlen komplett. Unter dem Strich funktioniert’s.
  • Hangouts, die Alternative zu WA, weil sie auch auf dem PC und ohne Telefonnummer zur Verfügung steht, gibt es nicht — Zickereien zwischen Google und Microsoft? Es gibt mit IM+ einen Universal-Messenger, der das “Talk”-Protokoll unterstützt, aber so richtig Freunde macht das nicht (und kostet als “Voillversion” natürlich extra).
  • Keep bzw. Notizen nutze ich sehr gern — geht auch nicht mehr (siehe oben). Es gab einen kompatiblen Client und ein paar andere Ansätze, aber alles von Drittanbietern. Ich könnte eventuell One Note von Microsoft nutzen, müßte dann aber erstmal die Daten rüber bekommen.
  • Here für Landkarten und Navigation habe ich schon auf dem Android-Tablett installiert, ist von Nokia und auch auf Android eine tolle Alternative zu Google Maps .
  • Play Memories ist die Fernsteuerungs-Software für Sony-Kameras. Es gibt wohl eine, aber nicht für alle: “Diese Anwendung ist exklusiv für Sony VAIO PC.” Oder vom Drittanbieter. — Also auch nix…
  • Dropbox gibt es und sogar der Kamera-Upload funktioniert — aber nur für Fotos, nicht für Videos.

Unter dem Strich: Selbst megapopuläre Apps gibt es für Windows Phone nicht, obwohl es nun schon ein paar “Tage” auf dem Markt ist. Natürlich mache ich den Kauf eines Smartfons nicht von einer einzelnen App abhängig, doch hier müßte ich ja praktisch alles umstellen — und hätte wahrscheinlich Probleme auf meinem parallel genutzten Android-Equipment. — Und der fehlende Datenabgleich zu Outlook ist da fast schon ein KO-Kriterium.

Wer Hacker-Gene hat, kann mit Projekten experimentieren, die Android-Apps aufs Windowsphone bringen. Das ist fummelig, gilt nicht für alle Modelle, aber es gibt eine recht beeindruckende Erfolgsliste .

Bitte recht freundlich — die Kamera

Auf den ersten Blick begeistert die Bildqualität, was natürlich schon bei der Aufnahme am leuchtenden, hochauflösenden Display liegt. Aber auch das fertige Foto mit 8 Millionen Pixel ist Dank vernünftiger Optik überzeugend und kann in einigen Fällen eine Schnappschußkamera überflüssig machen. Die Fotoqualität ist in Ordnung, wenn auch nur JPG. DNG gibt’s leider nur bei den Modellen Lumia 830, 930, 1020, 1520.

Aufnahme mit Tiefe 1 : 1 Detail-Ausschnitt Lavendel Wer den Tod nicht scheut... WasserturmMonsterkresse

Aufnahme mit Tiefe, 1 : 1 Detail-Ausschnitt, Lavendel, Wer den Tod nicht scheut…, Wasserturm sowie Monsterkresse im Handtuch-Format.

Ich habe die Bilder nach Lightroom importiert und bearbeitet. Doch der Teufel steckt im Detail: Meine erste Beispielaufnahme hat (weil ich sehr nah dran bin) durch den (Un-) Schärfeverlauf Tiefe, doch es wurde erst auf die zweite Blütenreihe fokussiert. Und im Querformat taucht (zumindest bei mir) immer wieder ein Stück Finger im Bild auf (links oben) — obwohl ich das Aufnahmeformat wohlweislich vom 16:9-Handtuch schon auf 4:3 umgestellt habe. Videos werden dagegen in Full HD aufgenommen (1920 x 1080 Pixel, 30 fps). Die Qualität ist besser als bei meinem alten Smartfon, aber Farben/Weißabgleich und gelegentliche Ruckler überzeugen nicht — meine extra fürs Filmen angeschaffte “Pocketkamera ” hat nichts zu befürchten.

Für eine Handy-Kamera kann man ziemlich viel einstellen: Weißabgleich, Fokus, ISO, Belichtungszeit und -korrektur (habe extra ein “langweiliges” Motiv genommen, damit man auf dem Screenshot etwas erkennt).

Für eine Handy-Kamera kann man viel einstellen.

Für eine Handy-Kamera kann man viel einstellen: Weißabgleich, Fokus, ISO, Belichtungszeit und -korrektur.

An der Kamera zeigt sich auch, daß der Wechsel zwischen Hoch- und Querformat nicht ganz geschmeidig vonstatten geht. Der Screenshot ist im Querformat gemacht (siehe Ausrichtung der Symbole in der Bedienleiste rechts), trotzdem werden die Symbole im Bild nicht gedreht und auch beim Wechsel in andere Apps über den Taskmanager klappts es nicht immer (insbesondere für den Startbildschirm, der ja eigentlich nur die quadratischen Kacheln drehen müßte).

Fazit

Der erste Eindruck vom Lumia 640: Sehr gut. Obwohl ich auf Grund der Dominanz von Android einerseits und der Bauchlandung von Nokia andererseits dieses Gespann als Alternative schon komplett abgeschrieben hatte, ist es einen Versuch wert. Leider bleibt es — bezogen auf ein Smartfon als mobile Kommunikationszentrale — beim Versuch: Auf der einen Seite begeistert die Hardware, gut verarbeitet, tolles Display und prima Kamera. Wenn man ehrlich ist, ist dieser Eindruck auch schlicht der moderneren Ausstattung gegenüber meinem mehr als zwei Jahren alten Speicheroptimierung -- viel Platz bleibt nicht übrig...Android geschuldet — und hat verdeckt ähnliche Probleme: Von 8 Gigabyte stehen nichtmal 2½ dem Nutzer zur Verfügung.

Speicheroptimierung — viel Platz bleibt nicht übrig…

Speicheroptimierung — viel Platz bleibt nicht übrig, immerhin ist das ein Screenshot, den ich während der Erstinstallation mache, also noch nichts von mir eingespielt wurde (die SD-Karte ist mit ein paar Bildern vom Android übernommen). Sprich: Würde ich mir ein aktuelles und “besseres” Android-Smartfon anschaffen, hätte ich vermutlich ein ähnliches Erfolgserlebnis.

Auf der anderen Seite schafft es Microsoft nicht (oder will es gar nicht), was zuvor auch bei Drittanbietern problemlos möglich ist: Ein zuverlässiger, einfacher und lokaler Datenabgleich mit der eigenen Software (perfekt bei Nokia Symbian und hat sogar mit Windows CE besser geklappt). Der erzwungene Weg über die Cloud “gildet nicht”. Er ist nicht nur unnötig kompliziert, sondern liefert sämtliche Adressen und Termine komplett einem Dritten in einem Land aus, das Ausspionieren von Freunden für “normal” und Datenschutz für überbewertet hält (nutze Android/Google-Kalender usw. auch nicht; mit MyPhoneExplorer gehts lokal). Unangenehm fällt auch die immer wieder versuchte Zwangsregistrierung für alle möglichen Dienste auf (was ein parallel getestetes Notebook mit Windows 8.1 bestätigt). Darüber hinaus muß man zwar nicht Tausende von Programmen im “Store” haben, aber fast alle liebgewonnenen Apps fehlen oder sind zumindest schlechter implementiert.

Anders sieht das natürlich aus, wenn man keine “Vorgeschichte” hat und einfach nur ein solides Smartfon mit ordentlicher Kamera haben möchte. Dann bietet das Lumia 640 ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ich unterscheide durchaus zwischen Handy und Tablett. So nutze ich Android sowieso weiter auf meinem Tablett, würde ich trotz des nicht so guten Ergebnisses mit dem Smartfon einem “aufgebohrten” Microsoft-Tablett eine Chance geben, wenn dort einige spezielle Desktop-Programme vernünftig laufen. Allerdings konkurrieren die “Surface”-Tablets preislich mit Ultrabooks, was leider mein Budget sprengt.

 

[Update] Reset

Bevor man eine Teststellung zurückgibt (oder ein gebrauchtes Gerät verkauft), sollte man es von seinen persönlichen Daten befreien und in einen “jungfräulichen” Zustand versetzen. Das ist nicht nur nett dem Verleiher/Käufer gegenüber, sondern bewahrt den Tester/Verkäufer auch von einem möglichen Mißbrauch der persönlichen Daten. Persönliche Daten mit Reset löschen.Das Stichwort heißt “factory reset”.

Persönliche Daten mit Reset löschen.

Noch einmal schnell kontrolliert: Mit einem Adapter wird die SIM-Karte wieder größer gemacht.Alle Daten, die man behalten möchte kopiert? Ich nutze ja eh die zusätzliche SD-Karte. Beim Check des internen Speichers (via USB-Kabel) sind alle anderen Ordner leer. Dann fix in die “Einstellungen | Info” ganz unten “Handy zurücksetzen”. Nach den üblichen Hinweisen verabschiedet sich das Gerät, beim nächsten Einschalten geht’s mit dem frischen Installationsprozeß los.

Mit einem Adapter wird die SIM-Karte wieder größer gemacht.

Für mein “altes” Handy muß ich die SIM-Karte “zurückbauen”, sie ist jetzt ja zu klein. Leider habe ich das Plastikteilchen verlegt. Zum Glück bin ich nicht der einzige und kann mir fix einen entsprechenden Adapter bestellen.

(Das Testgerät wurde vom Hersteller ohne redaktionelle Vorgaben kostenlos zur Verfügung gestellt; zusätzlich steht ein privates Gerät zur Verfügung.)

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