Lochkameratag “WPPD” 2010

Wer hat am vergangenen Wochenende den Hintern hoch bekommen und beim “Worldwide Pinhole Photography Day” mitgemacht? Ich habe hat ja schon mehrmals auf die interessante Aktion zum Thema Lochkamera hingewiesen und diesmal auf den letzten Drücker etwas improvisiert. Dazu habe ich allerdings keinen Gehäusedeckel geopfert, sondern für meine digitale Spiegelreflexkamera auf einen T2-Adapterring einfach eine Pappscheibe geklebt und mit einer Sicherheitsnadel ein Löchlein hinein gebohrt.

Mein Beitrag zum WPPD 2010 -- die rote Tulpe.

Mein Beitrag zum WPPD 2010 — die rote Tulpe.

Das Fotografieren mit dieser Konstruktion ist ein völlig neues Erlebnis, da man ja noch nicht einmal einen Sucher hat und sich erst mit Probeschüssen herantasten muß. Bei der Gelegenheit kann man auch gleich die Belichtung testen. 67 Kreuzsensoren und 15 Bilder/s nützen dabei wenig, da ist Kreativität gefragt. Mit der Einstellung 24 DIN (ISO 200) entstehen bei mir die meisten Bilder im Bereich 1 bis 15 Sekunden. — Mein Bild für die WPPD-Galerie ist die “Rote Tulpe“.

Bei meinen Bildern zeigt sich, daß man sich mit dem Lochkamera-Adapter etwas mehr Mühe geben sollte: Die Ergebnisse sind in Abhängigkeit zur Entfernung und zum Lichteinfall doch recht unterschiedlich. Ein paarmal arbeite ich das “Loch-Objektiv” zwischendurch nach. Beeindruckend sind auch die Bilder der WPPD-Galerie, wo von der zweckentfremdeten Filmdose bis zur Fachkamera alles vertreten ist. Schön auch, daß sich im Rahmen dieser Aktion einige Arbeitsgruppen und Workshops gefunden haben.

[Update ]

Das ist einer der Momente, an denen ich mich ärgere nicht schon “damals” RAW fotografiert zu haben. Sicherlich könnte man damit noch einiges an “versteckter Schönheit” herausholen. Gerade bei experimentellen Aufnahmen unbedingt die Rohdaten benutzen, da sich die zugehörige Software ständig weiterentwickelt und man mit Lightroom 5 mehr herauskitzeln kann als mit LR 1…

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