Listenjournalismus — List of lists of lists

List of lists of lists bei Wikipedia.Ist das nicht merkwürdig: Ich möchte etwas mitteilen, weiß aber nicht was… Dann mach’ doch mal eine Liste, das geht immer.

List of lists of lists bei Wikipedia.

Dabei strahlt eine Liste so eine gewisse Seriosität aus, wirkt ordentlich, sortiert, kommt scheinbar auf den Punkt. Doch nicht selten, ist es das Gegenteil davon richtig.

Die Stuttgarter Zeitung listet beispielsweise Zehn Gründe auf, warum Listen so beliebt sind:

  1. Listen sind gottgegeben
  2. Man kennt das schon
  3. Listen sind für das Internet wie gemacht
  4. Auch eine Art Journalismus
  5. Listen sprechen unsere niederen Instinkte an
  6. Listen lesen sich leicht
  7. Listen bringen Klicks. Klicks bringen Geld.
  8. Man kann damit seine Freunde beeindrucken
  9. Listen lassen sich leicht wegklicken
  10. Listen sind die optimale Ablenkung

(Quelle: a. a. O.)

Mancher Liste merkt man an, daß spätestens nach Punkt 6 die Luft raus war, man sich aber noch vier weitere aus dem Kreuz leiern mußte, um auf die magische Zehn zu kommen.

Da ist es nur konsequent, daß es in der englischen Wikipedia eine List of lists of lists gibt. Diese sammelt nicht nur Listen, sondern auch die Listen, die Listen auflisten (Listenlisteliste). So etwas findet man natürlich nur in der englischen Wikipedia, in der deutschen würde so eine nützliche Liste wahrscheinlich sofort auf die Liste für Löschanträge wegen mangelnder Relevanz gelistet.

Comments

comments

Leave a Reply

Your email address will not be published.