Lightroom: Vergessene Bilder nachträglich importieren.

In der Reihe zum LightroomWorkflow weise ich ich ja bereits öfter darauf hin, daß man das Sichten und Einpflegen der Daten möglichst unmittelbar nach den Aufnahmen machen sollte. Doch wenn man mit mehreren Computern arbeitet, dann landen unterwegs die Daten schonmal in anderen Verzeichnissen…

Lightroom: Vergessene Bilder importieren.

Vergessene Bilder importieren.

Gerade auf Reisen speichere ich die Bilder zwischendurch auf meinem Netbook und sichte sie auch dort. Allerdings verwende ich dazu nicht Lightroom, weil ich unterwegs keine Bildbearbeitung brauche (und das Netbook nicht unbedingt ans Limit fahren muß). Das Ergebnis sind zeitweise “herrenlose” Bilderverzeichnisse. Wie bekommt man die nach der Rückkehr am besten ins Lightroom-Archiv?

Es kommt natürlich darauf an, wie man sein Archiv generell organisiert. Bei mir gibt es einen Hauptordner “Fotoalbum” und Unterverzeichnisse für jeden Jahrgang, zum Beispiel “2011”, “2012”, “2013”. In diese kommen die Fotos nur noch nach Tag oder ggf. Session sortiert in eigene Verzeichnisse (z. B. “2012-12-20”). So habe ich die Bilder schon lange vor Lightroom organisiert, so kann man sie aber auch beim regulären Import automatisch einsortieren lassen.

Ich kopiere/verschiebe dann die “vergessenen” Bilderordner einfach in den den betreffenden Jahrgangsordner auf meiner “Bilder”-Festplatte. Anschließend starte ich vom Modul Bibliothek aus ganz normal “Importieren”. Dort wähle ich bei “Quelle” einfach den kompletten Jahrgang aus. Dabei achte ich darauf, daß

  • “Unterordner einbeziehen” (links unter Quelle) wegen der Unterverzeichnisse angewählt ist
  • ebenso wie “Mögliche Duplikate nicht importieren” (rechts unter Dateiverwaltung).

Lightroom zeigt automatisch eine Vorschau an, was nach derzeitigem Stand neu (klare Darstellung) oder bereits vorhanden ist (ausgegraut). Außerdem kann man in der Mitte über den Vorschaubildern die Ansicht zwischen “Alle Fotos” und “Neue Fotos” wählen. Je nachdem wie umfangreich der Import ist, sollte man diese Vorschau zu einer kleinen Kontrolle nutzen, ob die Anzeige plausibel ist. Manchmal wundert man sich, wie man einen Bilderordner ein halbes Jahr lang vergessen konnte…

Wie zuverlässig die Duplikate-Erkennung von Lightroom arbeitet, kann ich leider nicht sagen. Ich vermute, sie gleicht nur an Hand der Dateidaten ab (Name, Datum, Größe usw.). Wenn der LR-Katalog (vernünftigerweise) auf RAW basiert, muß man zusätzliche JPG von Hand aussortieren. Wenn etwas schiefgeht, hat man wahrscheinlich eher zu viele als zu wenige Bilder im Archiv.

Danach geht es normal mit “Importieren” weiter. Bei meiner Ganzjahreskontrolle sind es überraschenderweise knapp 600 Bilder, die sich das Programm zusätzlich einverleibt. Anschließend werden wie nach jedem Import die frischen Bilder als eigene Übersicht angezeigt. Dies sollte man nutzen, um die Fehlschüsse gleich wieder rauszuwerfen und die Verschlagwortung zu beginnen — sonst gehen die neuen Bilder u. U. auch im Archiv gleich wieder unter.

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