Lightroom: Preset-Sammlung “Workflow Tools”

Lightroom kann man prinzipiell über Plugins und Presets erweitern. Gute und kostenlose Plugins sind allerdings rar und lassen sich leider oft nicht nahtlos in LR integrieren. Und genau genommen sind Presets gar keine Erweiterungen, sondern steuern nur bereits vorhandene +PS Workflow Tools für Lightroom (Quelle: Adobe Add-ons)Funktionen nach Vorgaben (so auch die deutsche Bezeichnung in Lightroom).

+PS Workflow Tools für Lightroom
(Quelle: Adobe Add-ons)

Beim Stöbern in den Lightroom-Add-ons bei Adobe stoße ich auf die vielversprechende Sammlung “+PS Workflow Tools”. Sie soll statt für 29 Dollar nun kostenlos erhältlich sein — das sieht nach einem Schnäppchen aus.

Die Produktbeschreibung verspricht folgendes (Quelle: a. a. O.):

+PS Workflow Tools™ | Lightroom® 5/4.
Over 130 stackable presets for speeding up your workflow.
Tired of doing the same adjustments over and over again in Lightroom?
+PS Workflow Tools is a collection of handy tools for speeding up your workflow by shortening the time used for commonly used Lightroom editing tasks, as well as supplying an easier access in the form of presets to those more hidden functions in the Lightroom develop module.
With the Workflow Tools you can apply incremental adjustments to single images or whole series in one click or even let Lightroom do the job for you by applying any of these presets whilst importing your photos through the Lightroom import panel.
This is a useful time saving toolkit to use alongside any color treatment presets from our collections.
Professional photographers and retouchers produce our products, they are powerful, fast and easy to install, working directly inside Lightroom so no need to learn another interface, that might slow your workflow and computer down. (Quelle: Preset Shop a. a. O.)

Kurz gesagt: Der Arbeitsprozeß soll vereinfacht und beschleunigt werden. Die Idee dahinter sind “mehr als 130 kombinierbare Vorgaben”.

Wie geht es weiter? Schon der Download ärgert den potentiellen Nutzer mit Zwangsregistrierungen und es dauert, bis ich ein Zip-Archiv und einige PDFs endlich auf der Platte habe. Da ich keinen “Cloud Client” haben möchte, gehe ich über den Shop des Entwicklers.

Obwohl kostenlos, muß man beim Download leider zwischen Teufel oder Beelzebub wählen:

Sie müssen den Creative Cloud client installieren.... (Quelle: Adobe)

Sie müssen den Creative Cloud Client installieren….
(Quelle: Adobe)

Registrierung bei Adobe und Installation eines Creative Cloud Clients oder Anmeldung und Pseudo-Einkauf beim Preset Shop Mit einem “anonymen” E-Mail-Zweitaccount kann man dies etwas abmildern.

Installation

Um ein Durcheinander zu vermeiden, erstelle ich zunächst im “Entwickeln”-Modul (Develop) bei den Vorgaben in der linken Seitenleiste ein Unterverzeichnis “Workflow-Presets” (Rechtsklick -> Kontext-Menü). Mit einem weiteren Klick werden anschließend die Vorgaben aus dem Download importiert.

Vorgaben (Presets) in Lightroom installieren.

Vorgaben (Presets) in Lightroom installieren.

Es erscheint eine endlos lange Liste nach dem Muster:

Die Anleitung hilft nicht wirklich. (Quelle: PDF der Tools)

 

Die Anleitung hilft nicht wirklich.
(Quelle: PDF der Tools)

  • Sky Fix – Darken Sky
    Color – Darken Sky – 1
    Color – Darken Sky – 2
    Color – Darken Sky – 3
    Color – Darken Sky – 4
    Color – Darken Sky – 5
  • Greenery Fix – Greener Greens
    Color – Lush Greens +1
    Color – Lush Greens +2
    Color – Lush Greens +3
    Color – Lush Greens +4
    Color – Lush Greens +5
  • Greenery Fix + Sky Fix
    Darken Sky + Greener Greens
    Color – Lushes Greens + Sky Darken 1
    Color – Lushes Greens + Sky Darken 2
    Color – Lushes Greens + Sky Darken 3
    Color – Lushes Greens + Sky Darken 4
    Color – Lushes Greens + Sky Darken 5

Vorgaben nutzen

Ich scrolle durch meine aktuellen Bilder und teste über die Vorschau im Navigator die PresetsWorkflow-Vorgaben sollen den Arbeitsablauf vereinfachen.. Statt der mehr als 130 “Tools” sind es bei mir übrigens “nur” 127. Das Aha-Erlebnis bleibt trotzdem aus.

Die Presets steuern Einstellungen in festen Abstufungen.

Mag sein, daß solche Einstellungen bei sehr vielen ähnlichen Bildern hilfreich sein können (zum Beispiel Model Shooting). Für mich scheint die Beschleunigung des Workflows mit diesen Tools — die ja nur Entwicklungsvorgaben sind — fraglich: Allein durch die Menge der ca. 130 Vorgaben zu navigieren scheint mir jeden Vorteil aufzuheben. Auch sind die Vorgaben an sich nicht besonders originell, trickreich oder sonstwas, lediglich die Fleißarbeit könnte einen Obulus rechtfertigen.

Ich bin froh, daß ich die Presets in einen separaten Ordner geladen habe und so schnell wieder aus dem System entfernen kann. Die 5-Sterne-Bewertung bei Adobe ist m. E. nicht nachvollziehbar (zumal außerdem erläuternde Angaben fehlen). Solange sie kostenlos angeboten werden, kann man’s ja mal ausprobieren…

[Kurzinfo]

  • Workflow Presets ist eine Sammlung von Presets für Lightroom mit der man Belichtungseinstellungen stufenweise einstellen kann.
  • Autor: Preset Shop | Sprache: englisch | Windows & Mac bzw. Lightroom 4/5 | Lizenz: 29 Dollar bzw. gratis| Homepage: https://presetshop.com

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