Lightroom: 3 Wege Daten mit einer Pipette auszulesen.

In einem Grafikprogramm kannst du mit einer Pipette eine Farbe im Bild oder sogar einer beliebigen Stelle des Bildschirms aufnehmen, um sie auf ein Malwerkzeug zu übertragen. In anderen Programmen gibt es einen Pinsel , um Layoutformate zu übertragen (z. B. Word). Auch in Lightroom gibt es eine Pipette. Mehr noch, es sind sogar 3 und sie können auch Einstellungen unmittelbar beeinflussen.

Die folgenden Erläuterungen beziehen sich alle auf Funktionen im Entwickeln-Modul [D].

Grundeinstellungen: Ganz vertraut begegnet uns eine Pipette (A) bei den Grundeinstellungen im Bereich Weißabgleich. Sie funktioniert aber anders als bei Photoshop. Du klickst mit der Pipette auf eine Stelle im Bild, die weiß sein soll (es wg. eines Farbstiches aber nicht ist). Gleich nach dem Klick verschwindet die Pipette . und überträgt automatisch ihre Erkenntnis unmittelbar auf die Schieberegler “Temp.” und “Tönung”. Diese kannst du manuell anpassen. Für eine erneute “Messung” mußt die Pipette nochmals anklicken.

Pipette Typ A: Weißabgleich in den Grundeinstellungen

Pipette Typ A: Weißabgleich in den Grundeinstellungen.

Gradationskurve: In etwas abweichender Gestalt gibt es eine “Pipette” bei der Gradationskurve. Nach einem Klick auf den “Kreispunkt” erscheinen daran zwei Pfeile (B). Wenn du jetzt mit dem Mauszeiger ins Bild gehst, kannst du per Klick einen Tonwert aufnehmen und ihn per Mausbewegung oder Mausrad ändern.

Bei der Gradationskurve kann man Tonwerte aufnehmen.

Bei der Gradationskurve kann man Tonwerte aufnehmen.

In der Kurvendarstellung erscheint ein Ankerpunkt und der Kurvenverlauf wird entsprechend angepaßt. Ohne das Werkzeug erneut aktivieren zu müssen, kannst du auf diese Weise mehrere Punkte aufnehmen und bearbeiten. Erst durch einen erneuten Klick auf das Symbol oder Wechsel in ein anderes Modul wird diese Pipette ausgeschaltet.

HSL / Farbe / SW: Bei den Farbeinstellungen begegnet uns die selbe Art von Pipette wie schon bei der Gradationskurve (B). Sie wird durch Klick aktiviert, nimmt aber einen Farbton auf.

Pipette Typ B: Farben einstellen.

Pipette kann Werte ändern.

Je nach Auswahl von Farbton, Sättigung oder Luminanz kannst du die entsprechenden Werte durch Mausbewegung/-rad ändern. Dabei bewegen sich die zugehörigen Schieberegler der einzelnen Farben mit. Damit kannst du Farben gezielt anpassen — zum Beispiel für Colorkey auch entsättigen.

Details: Wenn es um eine Lupe geht, hat die “Pipette” die Form eines angedeuteten Fadenkreuzes (C). Durch Anklicken leuchtet es auf. Anschließend kannst du mit einem Minifadenkreuz durchs Bild fahren und den darunter liegenden Ausschnitt auf das Vorschaufenster in der rechten Seitenleiste übertragen.

Pipette Typ C: Lupe.

Pipette Typ C: Lupe.

Mit einem Klick ins Bild wird der Ausschnitt fest eingestellt und das Werkzeug verlassen. Anschließend kannst den Ausschnitt jedoch mit gedrückter Maustaste direkt justieren. Oder: Klick in die Detail-Ansicht zoomt auf Komplettansicht, ein zweiter Klick zeigt einen neuen Detailausschnitt.

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