Konverter: ePUB zu PDF umwandeln.

Gerade schreibe ich eifrig an meinen zweiten Band zu Lightroom (natürlich als eBook). Und wieder einmal brauche ich dringend eine Korrekturfahne — auf Papier, was bei E-Books nicht selbstverständlich ist! Einerseits finde ich erst gedruckt die letzten Tippfehler, andererseits fällt der inhaltliche Abgleich bei einer Überarbeitung leichter.

Der Online-Dienst Go4ePUB liefert ein gutes Ergebnis.

Der Online-Dienst Go4ePUB liefert ein gutes Ergebnis.

Nach meiner Grundlagenforschung zum Thema E-Buch schreibe ich das Manuskript im EPUB-Editor Sigil, wo ich keinen Ballast mitschleppe und direkt ins XHTML eingreifen kann. In dem Programm gibt es zwar eine Druckfunktion, die sich allerdings nur einzelne Dateien bezieht und zudem erheblich Text am Rand abschneidet…

Da mir das Ergebnis meiner ersten Recherche zu aufwendig ist (nämlich Bearbeitung via Calibre), mache ich einen neuen Anlauf. Diesmal stoße ich auf den Online-Dienst Go4ePUB, der das etwas unhandliche ePUB in ein gewöhnliches PDF umwandeln soll.

Go4ePUB

Die Website und Benutzeroberfläche kommt etwas rustikal daher, wovon man sich nicht abschrecken lassen sollte. Dafür ist die Benutzung einfach und effektiv. Zuerst muß man die EPUB-Datei auswählen (ohne DRM) und per “Konvertieren” starten. Neben sinnvollen Standardeinstellungen sind auch eigene EInstellungen möglich.Zum Glück ist dies erst nur ein Upload und eben noch keine Konvertierung: Auf der folgenden Seite hat man — ebenfalls extrem simpel gestaltet — die Möglichkeit, ein wenig Einfluß auf die Umwandlung zu nehmen. Entweder vertraut man auf “Default” oder versucht mit “Custom” sein Glück.

Neben sinnvollen Standardeinstellungen sind auch eigene Einstellungen möglich.

Obwohl Default schon gute Ergebnisse liefert, lassen sich auf Wunsch Schriftgröße und Ränder in Pixel einstellen sowie das Papierformat auswählen. Die Pixel scheinen aber irgendwie verrechnet zu werden, da bei meinen Versuchen aus 65 px für den linken Rand knapp 3 cm werden und aus 35 px für die rechte Seite etwa 2 cm.

Obwohl das ganze “look & feel” eher simpel daher kommt, ist das Ergebnis überraschend gut:

Auch Tabellen und eigene CSS werden gut umgesetzt.

Auch Tabellen und eigene CSS werden gut umgesetzt

  • das PDF hat Ränder und brauchbare Umbrüche
  • die CSS-Definitionen werden übernommen
  • sogar die Tabellen sind am Stück geblieben
  • externe Verlinkungen funktionieren, interne Links nicht immer
  • lediglich einige der größeren Bilder sind verpixelt

Insgesamt bekomme eine gut lesbare Korrekturfahne. Doch Vorsicht, bloß nicht den Stapel fallen lassen — denn:Einige Bilder haben die Konverttierung nicht unbeschadet überstanden.

  • es gibt keine Seitennumerierung
  • leider werden Kapitelmarken nicht als Seitenumbrüche interpretiert
  • praktisch wäre optional eine Übernahme der Dateinamen in die Fußzeile

Einige Bilder haben die Konvertierung leider nicht unbeschadet überstanden.

Schöner Nebeneffekt: Auf dieser Seite kann man EPUB auch nach MOBI — dem Kindle-Datenformat — konvertieren lassen (selbstverständlich nur ohne DRM). Außerdem gibt es eine Konvertierungsmöglichkeit von PDF nach EPUB — allerdings mit ungewissem Ergebnis, wie selbst die Anbieter sagen.

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