Kaufentscheidung: Es ist ein Kindle.

Ich hatte sie alle und habe sie im Gegensatz zu vielen Kollegen der Fachpresse auch seit Monaten ernsthaft im Einsatz: Kindle 3 Keyboard, Kindle 4, Kindle Touch und Kindle Paperwhite.

Kindle 3 Keyboard, Kindle 4, Kindle Touch und Kindle Paperwhite. (Foto: Luhm)

Kindle 3 Keyboard, Kindle 4, Kindle Touch und Kindle Paperwhite.
(Foto: Luhm)

Doch welches Gerät soll ich dauerhaft privat und bis zu einem gewissen Grad als Referenz für E-Book-Reader verwenden?


Kindle Paperwhite

Für Technikverliebte scheint die Entscheidung einfach — der neue Paperwhite: etwas höhere Auflösung, kapazitiver Touch-Bildschirm und natürlich die eingebaute Beleuchtung. Der Speicher beträgt 2 Gigabyte und er ist in Wifi- und 3G-Ausführung verfügbar. — Die Beleuchtung ist reizvoll, aber sie ist nicht perfekt, die Leuchtdioden am unteren Rand fallen durchaus mit “Wölkchen” auf. Dazu kommen das deutlich höhere Gewicht und die m. E. nicht ausgereifte Touchbedienung.

Kindle Touch

Der Touch soll der verbesserte Kindle 4 sein: Eine raffinierte Touch-Bedienung, die IR-Lichtschranken nutzt, aber gleichzeitig den Rand hoch und unangenehm macht. Mich persönlich überzeugt die Touch-Bedienung nicht, weil man beim Rumräkeln auf dem Sofa unbeabsichtigt Funktionen auslöst und ein Zurück nicht immer ganz so einfach ist wie es sich anhört. Interessant sind aber die Audio-Funktionen: Man kann nicht nur MP3s — insb. Hörbücher — abspielen, sondern sich (prinzipiell) auch alle Texte inkl. Menüs in überzeugender Qualität vorlesen lassen. Leider klagen eifersüchtige Verleger diese Funktion als angebliche Konkurrenz zum Hörbuch bzw. Lizenzverletzung in deutschen Geräten weg, obwohl es im DRM fallweise gesperrt werden kann. Audio geht über eingebaute Lautsprecher oder Kopfhörer, der Speicher beträgt 4 Gigabyte und er ist in Wifi- und 3G-Ausführung verfügbar. Mit Einführung des Paperwhite ist er offiziell nicht mehr im Angebot.

Kindle 4

Der “neue Kindle” aka Kindle 4 gefällt mir sehr gut. Das geringe Gewicht von nur 170 Gramm, das gute E-Ink-Display, eine Akkulaufzeit bis zu zwei Monaten und der günstige Preis von nur noch 79 Euro. — Eigentlich der perfekte E-Book-Reader. Lediglich der Vorteil der Beleuchtung im Paperwhite läßt mich gerade im Winterhalbjahr etwas ins Grübeln kommen…

Kindle Keyboard

Der Kindle 3 aka Keyboard ist eigentlich das älteste Gerät der E-Ink-Modelle, durch diverse Updates ist er inzwischen aber dem Kindle 4 sehr ähnlich, allerdings ausschließlich mit englischer Benutzerführung. Aprospos: Wörterbücher funktionieren, können aber nicht so detailliert eingebunden werden wie im K4. Besonderheit ist die Hardware-Tastatur und die Audio-Funktionen wie beim Touch: MP3, Hörbücher, Text-to-Speech. Audio geht über eingebaute Lautsprecher oder Kopfhörer, der Speicher beträgt 4 Gigabyte und er ist in Wifi- und 3G-Ausführung verfügbar. Seit ein paar Tagen ist der Kindle Keyboard nicht mehr im deutschen Amazon gelistet (im US-Shop dagegen wohl).

Kaufentscheidung

Lange Zeit ist der Kindle 4 mein Favorit, lediglich die in manchen Fällen recht praktische eingebaute Beleuchtung des Paperwhite verunsichert mich ein wenig… Beim Paperwhite ist die eingebaute Beleuchtung eine Überlegung wert, aber die Touch-Bedienung ist beim Lesen viel zu umständlich. — Und dann geht die Entscheidung auch für mich überraschend in eine ganz andere Richtung: Es ist der Kindle Keyboard. Ausschlaggebend ist dabei nicht die Tastatur (praktisch, aber nicht unverzichtbar), sondern die Erkenntnis, daß dieses Gerät das Beste aus Kindle 4 und Touch vereinigt: Die einfache und zuverlässige Bedienung per Tasten wie beim K4 und die Audio-Funktionen des Touch. Das etwas höhere Gewicht fällt dabei subjektiv nicht so ins Gewicht, weil es sich über die etwas größere Grundfläche verteilt. Da es bei Amazon Deutschland nicht mehr gelistet wird, kaufe ich es gebraucht in der Wifi-Variante.

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