Fotografie: Bokeh-Hack mit Herz.

Er steht schon seit Monaten auf der Todo-Liste und sollte eigentlich schon in der Vorweihnachtszeit für deine Bastelprojekte erscheinen: mein BokehHack mit Herzchen oder Sternchen.

So machst du aus langweiligen Punkten eine Sache mit Herz.

So machst du aus langweiligen Punkten eine Sache mit Herz.

Wenn alle modernen Objektive einfach zu gut und zu ähnlich sind, muß sich das Marketing neue Bewertungskriterien suchen. So gibt es seit kurzem das Bokeh. Gemeint ist die Art und Weise, wie sich punktförmige Lichtquellen im Hintergrund in Unschärfe auflösen.

Als besonders toll gelten möglichst kreisrunde Flecken wie beispielsweise bei meinem rasenden Reporter. Dabei gilt, je mehr Lamellen eine Blende im Objektiv hat, desto runder und schöner — ich finde, das ist Ansichtssache. Und damit sind wir beim Kern meines Hacks: Mit einer selbst gebastelten Bokeh-Blende gibt du diesen Lichtpunkten eine eigene Form.

Vorsatz…

Zuerst bastelst du dir einen Vorsatz. Dazu brauchst du ein Stück Karton. Er muß nicht schwarz sein, sollte aber einigemaßen lichtunduchlässig sein. Mir reicht beispielsweise eine normale DIN A7 KarteikarteBokeh mit einem Fingerschnipps ausstanzen.. In die schneidest du die gewünschte Form, ein Herz, einen Stern oder ein anderes Motiv.

Bokeh mit einem Fingerschnipps ausstanzen.

Tipp: Ich habe aus der Kinderbastelkiste ein paar Stanzer gefischt. Damit geht es ganz leicht und sehr sauber. Notfalls mußt du die Karte vorher durchschneiden und dann wieder zusammensetzen, damit es nicht zu nah am Rand sitzt.

Die notwendige Größe der Öffnung (Figur) hängt auch von dem verwendeten Objektiv bzw. dem Kamerasystem ab. Da mußt du vielleicht etwas experimentieren — aber das ist ja auch der Sinn der Sache.

… Einsatz

Mein erster Versuch mit einem per Hand ausgeschnittenen Stern hat an meiner Spiegelreflexkamera passabel funktioniert, aber für meine Powershot-Schnappschußkamera ist er deutlich zu groß gewesen. Die ausgestanzten Motive erscheinen zwar erst etwas mickrig, funktionieren aber sehr gut. Du kannst die Maske mit Klebestreifen an das Objektiv oder die Streulichtblende kleben, notfalls auch einfach von Hand vor das Objektiv halten (was manchmal sogar vorteilhaft ist). Es muß nicht “lichtdicht” angebracht werden, aber möglichst gut aufliegen.

Der Effekt tritt nur bzw. besonders gut bei a) punktförmigen Lichtquellen auf und wenn diese b) unscharf abgebildet werden. Bei meinem Beispielbild habe ich eine Lichterkette fotografiert und auf das naheste Element fokussiert. Die kurze Entfernung und eine offene Blende sorgen für einen deutlichen Effekt.

Je nach Kamera und Objektiv kann es sein, daß sich Autofokus oder Belichtungsmessung wegen der Abschattung beschweren. Dann stellst vorher alles ein und hälst anschließend die Maske einfach davor. Oder du bastelst dir eine etwas größere Öffnung. Mein Beispiel hat an einer Spiegelreflexkamera (APS-C-Sensor) und 50-mm-Optik bei Blende 1,8 auf Anhieb funktioniert (1/60 s, ISO 100). In meinem Projekt “52pics” findest du eine Variante mit Sternchen.

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