Fotografen über die Schulter geschaut

Man merkt es bei einschlägigen Usertreffen immer wieder: Da gibt es Leute, die sich (scheinbar) ausgezeichnet mit Technik auskennen — auch die einzig richtge Methode ein Bild zu machen. Nur Fotos sieht man von diesen Experten eher selten… Um gute Fotos machen zu können, sollte man über gewisse — techische — Grundkenntnisse der Fotografie verfügen, aber auch über das Gespür für interessante Motive und spannende Bilder. Deshalb kann es hilfreich sein, guten Fotografen einmal über die Schulter zu schauen.

Ich habe dazu in den vergangenen Wochen ein paar interessante Quellen gefunden — bitte konstruktiv über die Kommentare ergänzen (bitte nicht doppelt abschicken, mit mehr als einem Link wird moderiert). Dabei handelt es sich nicht nur überwiegend um deutsche Fotografen, sondern vor allem auch um aktive. So gibt es neben Büchern mit Fotos auch Video-Workshops oder sogar Veranstaltungen vor Ort.

  • Pavel Kaplun habe ich bereits mehrfach im Blog erwähnt, u. a. das Video-Interview von Blende 8. Bei Youtube findet man viele Videos von ihm auch mit dem Fotoapparat in der Hand, wenn er eher für Bildbearbeitung mit Photoshop bekannt ist.
  • Uli Staiger macht tolle Fotos und ist auch in Sachen Bildbearbeitung sehr aktiv: Interview bei Kwerfeldein, Videos bei Youtube und auch ein paar Bücher.
  • Im Buch “Auf den Punkt – 33 Jahre als Fotoreporter für den Stern” berichtet Harald Schmitt über seine Arbeit als Fotoreporter. Online ist eine schöne Vorschau verfügbar.
  • Ein sehr spannendes Projekt: Es gibt weltberühmte Fotos, die fast jeder kennt. Aber auch gute Fotografen haben “Ausschuß”. Einen besonderen Blick in die Praxis gewährt “Magnum Contact Sheets” (oder die Sammler-Ausgabe). Der Spiegel zitiert den Gründer der Agentur Magnum Cartier-Bresson mit den Worten, “daß man seine Kontaktbögen am besten nie jemand zu Gesicht bekommen solle, weil das so wäre, als würde ihm jemand beim Pinkeln zusehen“. So kann man auch sehen, welche Alternativen es zum letztlich bekannten Bild gegeben hätte.
  • Die Süddeutsche Zeitung stellt Doc Baumann in dem Interview “Man muss wissen, was man von einem Bild will” vor, ebenfalls ein Experte in Sachen Bildbearbeitung.
  • Ebenfalls per Interview vorgestellt wird der Lübecker Fotojournalist Thorsten Wulff. “Jedes Porträt ist manipuliert” heißt der Beitrag bei Spiegel Online.
  • Per Zufall stoße ich auf die Website “Virtuelles Magazin 2000”, auf den Beitrag “Fotomenschen gesehen von Günter Stelbrink“: Günter Stelbrink zeigt seine wieder entdeckten Fotografien von Fotografen, die sonst oft unsichtbar bleiben, versteckt hinter ihrer Kamera. Ein Stück Gegenwart und Geschichte der Fotografie. (Quelle: a. a. O., 1.3.2005). Kurz vorgestellt werden dabei: Jürg Andermatt, Ulrich Baatz, Frieder Blickle, Verena von Gagern, Andre Gelpke, Eberhard Grames, Robert Häusser, Andreas Horlitz, Herlinde Koelbl, Robert Lebeck, Barbara und Michael Leisgen, Thomas Lüttge, Will McBride, Andreas Müller-Pohle, Floris Neusüss, Werner Pawlok, Martin Pudenz, Dirk Reinartz, Andrej Reiser, Heinrich Riebesehl, Thomas Ruff, Thomas Rusch, Walter Schels, Wilhelm Schürmann, Wolfgang Volz und Horst Wackerbarth.

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