Fotodruck für unterwegs mit LG-Foto-Drucker PD 233

Früher ist manche Brieftasche ziemlich dick — allerdings nicht unbedingt wegen der vielen Geldscheine, sondern wegen einiger Erinnerungsfotos. Obwohl ein modernes Smartfon nicht nur die Schnappschußkamera verdrängt, sondern auch das zugehörige Fotoalbum, ist ein Papierbild noch immer (oder gerade deshalb?) etwas besonderes.

Mobiler Fotodrucker von LG (Quelle: Prospekt Realkauf KW 06/2014)

Mobiler Fotodrucker von LG
(Quelle: Prospekt Realkauf KW 06/2014)

Doch nicht jeder mag sich deshalb einen Farbdrucker ins Büro oder gar Wohnzimmer stellen, zumal gerade verbreitete Tintenstrahldrucker bei Wenignutzern nicht selten Probleme machen. Da stolpere ich im aktuellen “Realkauf”-Prospekt über den LG Pocket Photo Drucker PD 233 für 129 Euro. Neben den üblichen USB-Schnittstelle bietet er auch Bluetooth und — ganz up to date — auf NFC. Darüber hinaus verfügt das Gerät über einen Akku. Damit dürfte also klar sein, daß es nicht nur einfach, sondern auch mobil sein soll. Ziel ist wohl weniger das Galeriebild mit der Spiegelreflex, sondern das Erinnerungsfoto mit der Kompakt- oder Smartfon-Kamera.

Aprospos: “Real” wirbt auf dem Prospekt gerade mit einem 10-Euro-Gutschein für Einkäufe über 100,- Euro bis 8.2.2014 — vielleicht kann der ja angerechnet werden. Kniffelig für einen Preisvergleich sind auch die Zugaben bei “Real”: Transporttasche aus Leder und ein Bilderrahmenset, die Real mit rund 70 Euro angibt (habe kein Vergleichsangebot dazu gefunden). Bei Amazon kostet der PD 233 zwischen 110 und 133 Euro, verwirrenderweise mit teilweise unterschiedlicher Beschreibung. Außerdem gibt es noch einen PD 221, der z. Zt. 99 Euro kostet (Unterschiede unklar, vllt. der QR-Druck?). Bei beiden Geräten fallen die wenigen Bewertungen mit 3 bzw. 3½ Sternchen allerdings durchwachsen aus. — Leider habe ich kein Gerät zum Test und kann auch nichts über die Zusammenarbeit mit Smartfons sagen.

ZinK ist zurück

Sofern ich das richtig verstehe, verwendet dieser Drucker die ehemals “revolutionäre” Zink-Technologie (Zero Ink), die man vom Polaroid Pogo kennt. Man verwendet dazu ein Papier, das die notwendige Farbe schon enthält und deshalb kein separates Farbband o. ä. braucht (ähnlich Thermo). Die Bildgröße beträgt ca. 5 x 7 cm, eine 3er-Packung mit insg. 30 Blatt kostet zur Zeit ab ca. 12 Euro (ein Foto also ca. 40 Cent). Der Pogo wird m. E. nicht mehr angeboten, hat zuletzt um die 30 Euro gekostet… Stattdessen gibt es von Polaroid eine Pseudosofortbildkamera “Polaroid Z 340“, die einen solchen Drucker eingebaut verwendet. “Live” habe ich Zink-Bilder noch nicht in der Hand gehabt, die Qualität soll aber durchwachsen sein und eher für den Fun-Faktor gut.

Alternative Selphy CP

Wenn man nicht ganz so mobil sein, dafür aber eine sehr gute Bildqualität haben möchte, sei ein Canon Selphy empfohlen. Inzwischen wird damit zwar eine ganze Baureihe bezeichnet, ich meine aber die mobile Variante “CP“. Auch er kann notfalls per Akku betrieben werden. Das Bildformat ist fest 10 x 15 cm bzw. ein etwas größeres “Panorama”-Format. Je nach Modell ist man ab etwa 70 Euro dabei (ohne Akku), mit USB, Display und WLAN, wie beispielsweise der Canon Selphy CP900. Gedruckt wird auf hochwertiges Papier zu dem eine “Druckfolie” gehört (Thermosublimationsdruck). Da beides zusammen verkauft wird, kann einem nie das eine oder andere Material ausgehen, auch eintrocknen kann nichts. Auch hier kostet die einfache Handhabung mit ca. 30 Euro für 108 Fotos etwas mehr, ist aber mit etwa 30 Cent günstiger als am Druckterminal. Mit so einem Gerät druckt man keine 200 Urlaubsbilder aus (damit besser zum Discounter), aber es ist schön für Feiern, individuelle Postkarten oder unterwegs als “Eisbrecher”. Gedruckt werden 3 Farbauszüge und eine spezielle Schutzschicht. Die Druckqualität ist m. E. sehr gut (habe selbst so ein Gerät seit Jahren im Einsatz), auch die Haltbarkeit.

Die Druckzeit für ein Bild liegt bei etwa einer Minute
(Quelle: “Oberlehrer” via Youtube)

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