E-Books schmökern ohne E-Book-Reader

Wann immer ich erwähne, daß ich meine aktuellen Buchprojekte erstmal Ein E-Book kann man auch auf dem Smartphone lesen.als E-Buch konzipiere und via KDP selbst anbiete, höre ich oft: Schade, ich habe keinen E-Reader (und extra dafür einen anschaffen… will ich nicht).

Ein E-Book kann man auch
auf dem Smartphone lesen.

Natürlich macht ein (vernünftig konzipiertes) E-Buch auf einem echten E-Book-Reader am meisten Spaß, doch es geht auch ohne. Nicht zuletzt zum “Anfixen” bieten sowohl Amazon als auch Adobe sowie Sony, Weltbild u. a. kostenlose Lese-Apps für E-Books an. So muß man sich bei DRM-gebundenen Büchern auch nicht zwischen Amazon (AZW/MOBI) oder Adobe (EPUB) entscheiden.

So bietet beispielsweise Amazon die Kindle-Software nicht nur für Desktop-PCs an, sondern auch für Smartphones und Tablett-PCs. Beim Desktop-Rechner hat die Darstellung betreffend die wenigsten Einschränkungen — dafür muß man im Büro bleiben (je nach Jahreszeit auch nicht die schlechteste Variante).

Bei mobilen Geräten kommt es in der Hauptsache auf die Displaygröße an. Der nebenstehende Original Screenshot kommt von einem Simvalley SP-360 Smartphone mit 4,7-Zoll-Display bei einer Auflösung 720 x 1.280 Pixel. Die Lesbarkeit aus Sicht der Auflösung ist somit sehr gut, die physikalischen Abmessungen reichen zumindest zum Reinschnuppern bzw. als Zerstreuung für unterwegs (unter 4 Zoll sollte man es gar nicht erst versuchen). Zum dauerhaften E-Book-Schmökern wäre es mir dann doch etwas zu klein — es ist ja auch ein Telefon.

Die nächste Stufe ist ein Tablett-PC wie sie sich steigender Beliebtheit erfreuen. Ich hatte sowohl 10 Zoll als auch 8 Zoll im Einsatz und kann mich gerade für die kleinere Variante begeistern: Sie ist handlicher als 10 Zoll, bietet zum Lesen aber eine so große Fläche, daß es sogar für eine 2-Spalten-Ansicht reicht. Unter dem Aspekt, daß gerade ein Sachbuch von größeren und farbigen Bildern profitieren kann, muß ich sogar einen leichten Vorteil gegenüber meinem geschätzten Kindle Keyboard zugestehen.

2-Spalten-Ansicht auf einem 8-Zoll-Tablett-PC.

Kindle-App mit 2-Spalten-Ansicht auf einem 8-Zoll-Tablett-PC.

Sehr schön finde ich, daß nun auch die kostenlose Kindle-App jeweils eine E-Mail-Adresse bekommt, so daß ich persönliche Dokumente oder in der Calibri -Bibliothek vorhandene Bücher ohne viel Rumgefummele mit Speicherkarte oder USB-Kabel auf Handy oder Tablett verfrachten kann. Freunden kann ich so auch freie Manuskripte direkt auf den Software-Reader senden, ohne erst den Umweg über E-Mail etc. gehen zu müssen.

Die restliche Technik muß gar nicht so Highend sein, wie es Technikverliebte gern erzählen. Mit 100 bis 200 Kilobyte für einen Roman (eben nur Text) und 1 bis 2 Megabyte für ein Sachbuch (wegen der Bilder) sollte Speicherkapazität ebensowenig wie Rechenleistung ein Problem sein (lediglich dem “txtr” würde ich nicht viel zutrauen).

EPUB lesen mit ADE.

EPUB lesen mit “Adobe Digital Editions”

Auch muß man für erste Gehversuche in Sachen E-Buch nicht gleich einen kostenpflichtigen Shop aufsuchen. Abgesehen davon, daß man bei Amazon auch viele gemeinfreie Titel kostenlos bekommt, kann man natürlich diverse Plattformen abklappern (ich berichte darüber in “E-Books kostenlos herunterladen” — wohlgemerkt legale Quellen). Wer sich also für einen Titel interessiert, den es (vorerst?) nur als E-Buch gibt, kann eine adäquate Lösung sogar kostenlos auf ganz normaler Hardware einsetzen.

Comments

comments

Leave a Reply

Your email address will not be published.