E-Book-Reader im 8-Zoll-Format

TrekStor Pyrus Maxi mit 8-Zoll-Display (Quelle: Amazon)Ich bin zugegebenermaßen erklärter Kindle-Fan, wie auch mein kostenloses E-Buch “Praxisbuch Kindle” zeigt.

TrekStor Pyrus Maxi mit 8-Zoll-Display
(Quelle: Amazon)

Da mich das Thema E-Buch inzwischen allerdings auf einer breiteren Basis beschäftigt, bin ich auf der Suche nach einem nativen EPUB-Gerät (da Kindle leider ausschließlich auf MOBI ausgelegt ist). Da stoße ich ausgerechnet beim Stöbern beim Kistenschieber auf den TrekStor Pyrus Maxi: Es ist nicht nur ein EPUB-Reader mit E-Ink-Display, sondern mit 8 Zoll (gut 20 cm) Bildschirmdiagonale deutlich größer als die meisten anderen Geräte (Kindle hat 6 Zoll), aber handlicher als die meisten Tablett-PCs (meist 10 Zoll).

Mit dem TrekStor Pyrus Maxi könnte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Neben EPUB (ohne aufwendige Konvertierung mit Calibre) hätte ich auch ein größeres Display. Das kommt einem besonders bei bebilderten Sachbüchern und störrischen PDFs zu Gute. Auf den ersten Blick ähnelt er stark dem vom Kindle 4 gewohnten Bedienkonzept: Vier Funktionstasten und ein Steuerkreuz unterhalb des Displays, Blättern über beidseitig(!) am Rand angeordnete Tasten. Der “Home”-Bildschirm erinnert ein wenig an den Paperwhite, da die Bücher mit Covern aufgelistet werden, was die Orientierung erleichtert. Mit einem Preis von ca. 140 Euro ist er allerdings auch doppelt so teuer wie der Kindle 4, aber günstiger als der fast 10 Zoll große Kindle DX, der zudem nur via Amiland bezogen werden kann (ca. 380 US-Dollar, gebr. in Deutschland ca. 300 Euro).

Leider kann ich den TrekStor im Geschäft nicht adäquat ausprobieren. Die zwei Leserrezensionen bei Amazon fallen allerdings nicht besonders freundlich aus. So ein Gerät rein für PDFs nutzen zu wollen, ist ziemlicher Unsinn. Die Beanstandung zu großer Schrift allerdings ein vermeidbarer Mangel. Dies wird übrigens auch im Testbericht “Der E-Book-Reader im Taschenbuchformat” von Matthias Mattig beanstandet. Darüber hinaus hat es noch nicht einmal WLAN, was den Upload von Büchern und eigenen Dokumenten deutlich komfortabler gestaltet. Anderseits ist man sogar bei Kabelanschluß zusätzlich auf eine spezielle Übertragungssoftware angewiesen, wenn es um Bücher mit DRM geht.

Auf Grund dieser Einschätzungen scheint mir der TrekStor wieder einmal ein Gerät zu sein, dessen Entwickler es nicht ernsthaft selbst verwenden. Da ich in einem Test sehr gute Erfahrungen mit einem 8 Zoll großen Tablett-PC mache, scheint dies die bessere Alternative. Leider ist mir z. Zt. keine so gute Lese-App für (DRM-geschütztes) EPUBs bekannt, wie es beispielsweise die kostenlose Kindle-App ist. Obwohl häufig so getan wird als wäre EPUB ein “freies” Format, werden dort eine Menge eigener Süppchen gekocht.

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