Draft Editor arbeitet mit dir zusammen.

Wenn es um Schreiben von Texten geht, denken viele Leute zuerst an Microsoft Word. In (deutschen) Büros ist es quasi Standard und gerade der Wenignutzer möchte sich zu Hause nicht noch in ein anderes Programm einarbeiten müssen.

Drafft bietet viele interessante Funktionen.

Draft bietet viele interessante Funktionen.

Trotzdem gibt es eine Menge interessanter Alternativen, denn es muß nicht immer eine fette “Office Suite” sein. Gerade auf einem etwas leistungsschwachen Laptop oder Netbook verwende ich gern AbiWord. Wenn du dich ohne Schnickschnack ganz auf den Text konzentrieren möchtest, ist ein sogenannter Editor noch viel besser. Und gerade habe ich einen entdeckt, der dann doch wieder tolle Spezialfunktionen bietet.

Der Editor nennt sich Draft, was ja eigentlich für Entwurf steht (vielleicht ein etwas unglücklich gewählter Name), aber auch für schnell skizziert. Das Transkribieren mit Draft.Programm läuft online und steht somit ohne Installation zur Verfügung und bietet dann folgende Funktionen:

Transkribieren mit Draft.

  • Zusammenarbeit
  • Versionskontrolle
  • Cloud Sync
  • Präsentation
  • Kommentare
  • Veröffentlichung
  • Analyse
  • Anschläge zählen
  • u. v. a. m.

Hier geht es vorrangig um Inhalte und nicht Formatierungen und Schriften. Du kannst nicht nur ein gewöhnliches Dokument anlegen, sondern Transkribieren oder eine Präsentation erstellen. Leider funzt das Transkribieren nicht mit Audio-Erkennung, sondern bietet nur hilfreiche Steuerungsfunktionen. Wenn der Editor so simple aussieht, glaubt man gar nicht, daß man auch Bilder einfügen kann: Entweder einfach in das Hochladeformular ziehen oder aus einem Cloud-Speicher laden, wie zum Beispiel Facebook, Google Drive, Dropbox, Picasa, Flickr…

Icons zum Anklicken gibt es keine, stattdessen Tastenkürzel zur schnellen Bedienung (die du notfalls auch über Menüs aufrufen kannst). Klar, daß “Formatierungen” wie eine Gliederung “altmodisch” über Sonderzeichen eingefügt werden. Schreiben mit “markdown”, ähnlich wie wir sie aus Wikis kennen (ausführliche Syntax).

Nicht mit Icon-Klickerei aufhalten.

Nicht mit Icon-Klickerei aufhalten.

Natürlich willst du den fertigen Text irgendwie nutzen. Dazu kannst du ihn als Text, HTML, Google Docs oder PDF speichern. Darüber hinaus gibt es “places to publish” wie beispielsweise WordPress, Tumblr, Twitter, Buffer oder Ghost. Als experimentelle Funktion in “labs” gibt es einen offline-Modus, so daß nicht immer Internet zur Verfügung stehen muß. Der Punkt “Reports” bietet ein bißchen Statistik. Es gibt auch eine Schreibanalyse, die man auch mit dem Feed eines Blogs trainieren können soll — klappt bei mir leider nicht (weil es nicht Englisch ist?).

Das Programm befindet sich noch in der Entwicklung, so daß man öfter mal was Neues entdecken kann. Zur Zeit ist es kostenlos, ob die 4$/Monat bzw. 40$/Jahr Pflicht werden, hängt wohl von freiwilligen Registrierungen ab. Wenn dir zur Zusammenarbeit bei einem kniffeligen Text ein Partner fehlt, kannst du ihn mit “ask a pro” für 5$ hinzuziehen — ob die auch Deutsch können, weiß ich allerdings nicht.

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