Digitale Bilderrahmen einkaufen (Checkliste)

Als ich vor etwa zehn Jahren erstmals von einem digitalen Bilderrahmen höre, halte ich dies nicht zuletzt auf Digitaler Bilderrahmen -- nicht nur aufs Display achtenGrund des Preises für ziemlich dekadent (englisch übrigens DPF für digital Photo Frame).

Digitaler Bilderrahmen — nicht nur aufs Display achten

Inzwischen ist auch dies ein Produkt des Massenmarktes und man hat die Qual der Wahl: Zwischen 5 und 150 Euro liegen die Preise, doch was macht den Unterschied aus? Ein guter DPF ist eine schöne Alternative zu massenhaften Prints, die dann doch wieder im Schuhkarton landen.

 

Tipp: Wenn man einen solchen Bilderrahmen verschenken will, sollte man dies nicht “leer” tun. Gerade technisch weniger versierte freuen sich, wenn dort beispielsweise die “best of” — dazu habe ich meine 52pics — oder schöne Familienfotos drauf zu finden sind. Außerdem ist dies eine Funktionsprüfung, so daß Enttäuschungen wg. Defekten vermieden werden können.

Meine ersten Erfahrungen mache ich mit einem Angebot von Pearl, wo man einen kleinen Rahmen für knapp 3 Euro bekommen kann.

  • Größe ist augenscheinlich das primäre Auswahlkriterium. Es geht bei Schlüsselanhängern mit 3 cm Diagonale los und endet bei etwa 10 Zoll (25 cm) — und da muß man schon aufpassen, da bei kleinen Rahmen gern der größere Zentimeterwert angegeben wird… Die größte Auswahl hat man z. Zt. bei 7 Zoll (knapp 18 cm Diagonale), was ungefähr einer reinen Bildgröße von 14 x 11 cm entspricht. Die Größenangabe bezieht sich i. d. R. auf die reine Displaygröße (Vorsicht, wenn drumrum geredet wird).
  • Pixel spielen gerade beim Gebraucht- oder Schnäppchenkauf eine Rolle: Aktuell und empfehlenswert sind Auflösungen von 800 x 600 Pixel für 7 bzw. 8 Zoll, während ältere Rahmen bei gleicher Größe oft nur 480 x 240 Pixel haben.
  • Strom: Da Bilderrahmen hell und klar leuchten müssen, ist es m. E. Unsinn auf einen Akku zur dauerhaften Anzeige zu achten (es sollten lediglich die individuellen Einstellungen gepuffert werden, wie z. B. die Uhrzeit). Bei einfachen Geräten die nur einen USB-Anschluß haben, muß man eventuell noch einen entsprechenden Adapter/Netzteil einkalkulieren, um ihn ohne Computer betreiben zu können.
  • USB — kann es als Client oder als Host geben. Mein kleiner Rahmen von Pearl wird direkt an den Computer angeschlossen und so auch mit Bildern geladen (ähnlich “Massenspeicher”). Meine großen Rahmen haben einen USB-Host und dort wird ein USB-Stick mit Bildern angesteckt (man kann ihn also nicht “live” bestücken).
  • SD ist gerade bei größeren Rahmen die Alternative zu USB, da eine Speicherkarte direkt gelesen werden kann. Man sollte sich allerdings die Mühe machen, Bilder vorzubereiten (siehe Tipp).
  • WLAN, cool und etwas teuerer: Bilder können per E-Mail auf den Rahmen gesandt werden. Prima, wenn man Familienfotos verteilen möchte.
  • Rahmen: Das nackte Display stellt eigentlich nur das Bild dar, doch neben dieser reinen Technik spielt auch das Drumherum eine wichtige Rolle — spaciger Plexiglasrahmen mit blauer Beleuchtung oder lieber mit edlem Passepartout und Holzrahmen? Diesen Aspekt sollte man beim Gesamteindruck keinesfalls unterbewerten. — Mein 7-Zoll-Rahmen kommt so auf 24 x 20 cm und wirkt alles andere als mickrig.
  • Bedienung geht immer über Tasten auf der Rückseite, was mit etwas Übung ganz gut geht. Etwas komfortabler ist allerdings eine kleine Fernbedienung, vor allem wenn man manuell bestimmte Bilder einstellen oder besondere Funktionen verwenden möchte. Meist kann man entweder ein einzelnes Bilder dauerhaft anzeigen oder eine Diashow ablaufen lassen. In der Regel kann man Bilder komplett (ggf. mit Rand) oder vergrößert (beschnitten) darstellen lassen und verschiedene Überblendeffekte einstellen. — Leider gibt es bei den Produktbeschreibungen selten genaue Informationen darüber, was alles möglich ist (man sollte dies allerdings auch nicht überbewerten).
  • Zusatzfunktionen sind meist die Anzeige einer Uhr oder eines Kalenders. Allerdings werden sie meist nicht ins Bild eingeblendet, sondern daneben angezeigt. Manche DPF können auch Musik abspielen — für Dauerbetrieb m. E. unwichtig.

Tipp: Obwohl die meisten Rahmen Bilder automatisch skalieren können, sollte man die Bilder vorher auf das Ausgabeformat anpassen. Dann passen nicht nur ausreichend Fotos auch auf eine alte 64-MB-Karte, sondern man kann bei Bedarf auch schneller Blättern. — das geht beispielsweise mit dem Batchmodus von Irfanview.

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