Codec Pack zeigt RAWs direkt im Explorer an.

Die grafische Oberfläche von Windows zeigt nicht nur Dateien als einprägsames Icon an, sondern Bilder als echte kleine Vorschau. Leider unterstützt Windows von Haus aus nur JPG, BMP, PNG, GIF oder TIF. Andere Bildformate müssen sich mit einem Symbol begnügen, besonders RAW-Dateien.

RAW-Vorschau im Explorer.

RAW-Vorschau im Explorer.

Im Laufe der Zeit konnte ich mein System mit Einzellösungen Stück für Stück anpassen: Codecs für Canon gibt’s vom Hersteller, auch Microsoft bietet eine kleine Codec-Sammlung und Adobe hat etwas für DNG im Angebot. Doch für die RW2 meiner Lumix finde ich auf diesem Wege leider nichts. Da muß ich dann doch auf eine Drittanbieterlösung zurückgreifen…

Es gibt ein Tool, das viel zu bieten hat: Das FastPictureViewer Codec Pack liest Lumix RW2, aber noch viele Formate mehr: Nach eigenen Angaben sind es RAW-Formate vom 580 Digitalkameras wie beispielsweise Canon, Nikon, Olympus, Fuji, Panasonic, Leica… Fast Picture Viewer Codec Pack kennt sie (fast) alle.Letztlich sind es “netto” zur Zeit 48 unterschiedliche Formate.

Fast Picture Viewer Codec Pack kennt sie (fast) alle.

Bei mir kommen hauptsächlich Canon CRW/CR2 und Lumix RW2 zum Einsatz. Durch Kollegen und Projekte habe ich vereinzelt Aufnahmen fast aller Kamerasysteme auf der Platte, wie Nikon NEF, Olympus ORF oder sogar das MRW einer 15 Jahre alten Minolta. Alle Bilder werden jetzt direkt im Explorer auf dem Desktop angezeigt (der Grünstich betrifft nur die Vorschau und beeinträchtigt nicht das Bild). Dazu kommen noch eine Menge Formate, die auch bei mir nicht so häufig zum Einsatz kommen, wie beispielsweise OpenEXR, Radiance HDR, TGA, Softimage PIC, Autodesk Maya IFF, PNM, and DirectX DDS including ATI 3Dc oder LR-Previews. Praktisch noch zwei andere Bildformate: DNG und Photoshop PSD.

Ohne Haken: Immer Symbole statt Miniaturansichten anzeigen.

Ohne Haken: Immer Symbole statt Miniaturansichten anzeigen.

Damit die Codecs optimal zum Zuge kommen, empfiehlt der Hersteller außerdem auf folgende Einstellungen zu achten: In den Ordneroptionen des Explorers die Option “Immer Symbole statt Miniaturansichten anzeigen.” (Always show icons, never thumbnails) nicht aktivieren. Auch “Visuelle Effekte anpassen|Leistungsoptionen” der Systemsteuerung sollte “Für optimale Darstellung anpassen” (Adjust for best appearance) ausgewählt werden sowie “Miniaturansichten anstelle von Symbolen anzeigen” (Show thumbnails instead of icons) — ist aber auf der Homepage des Anbieters alles genau beschrieben.

Laut Hersteller sin die Codecs kompatibel mit praktisch allen gebräuchlichen Windows-Versionen (Windows 10 Desktop, Windows 8.x Desktop, Windows 7, Windows Vista and Windows XP SP3, jeweils in 32 und 64 Bit. Es handelt sich nicht um ein “aktives Programm”, einmal installiert mußt du dich nicht mehr drum kümmern (ggf. auf der Homepage selbst einmal nach Updates Ausschau halten). Ursprünglich ist die Sammlung sog. Donationware für die man einen beliebigen Betrag spenden soll. Da dies bei den ersten 100.000 Downloads leider nur 0,2 Prozent der Nutzer machen, gibt es jetzt eine kostenlose 15-Tage-Version. Danach kannst mit 10 US-Dollar für eine Einzelplatzlizenz einsteigen.

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