Canon EOS Einsteiger-Set: Gehäuse und zwei Objektive bis 300 mm für 369 Euro.

Gerade neulich werde ich wieder einmal nach der “richtigen” Einsteiger-Kamera gefragt und mein Gegenüber zuppelt dabei den Prospekt einer Bridge-Kamera heraus. Meine Antwort: Das ist ganz einfach — was willst du damit machen?

Canon EOS 1100D mit zwei Objektiven für 369 Euro (Quelle: Saturn)

Canon EOS 1100D mit zwei Objektiven für 369 Euro
(Quelle: Saturn)

Trotz der Zauberkunststücke, die heutzutage schon eine Handykamera zu Wege bringt, hat sich seit Analogzeiten wenig verändert:

  • Wer Schnappschüsse und Erinnerungsfotos machen möchte: Smartfon oder schlanke Kompaktkamera für “immer dabei”.
  • Wer maximalen Gestaltungsspielraum und beste Qualität erreichen möchte: Spiegelreflexkamera.

Neben der Größe schreckt bei der Spiegelreflexkamera oft der hohe Preis ab. Irrtum: Inzwischen bietet besonders Canon sehr günstige Einsteigerkameras, die preislich mit einer guten Kompaktknipse konkurrieren können — qualitativ aber deutlich besser sind. Gerade bietet Kistenschieber Saturn ein Set aus Canon EOS 1100D mit dem Standardobjektiv 18-55 mm sowie zusätzlich eine Telezoom 75-300 mm für 369 Euro an (Artikelnummer 1408939). Wenn man genau diese Kombination sucht, ein Schnäppchen. Zum Vergleich: Der Preis bei Amazon liegt zur Zeit bei ca. 315 Euro für das Gehäuse mit Standardobjektiv. Alternativ kann man sich natürlich auch nur den Body kaufen und dazu das sehr gute Sigma 17-70 mm für ca. 360 Euro (alte Version) bzw. 380 Euro (neue Version). Denn: Gute Objektive kann man nicht nur an einer besseren Kamera weiterverwenden, sondern unterliegen auch einem geringeren Wertverfall.

Die wichtigsten Funktionen der Canon EOS 1100d (Quelle: Canon)

Die wichtigsten Funktionen der Canon EOS 1100d
(Quelle: Canon)

Auch an der Kamera gibt es m. E. nix zu mäkeln. Bei der Modellvielfalt allein bei Canon liegen die Unterschiede oft in den Featurelisten — absolut überbewertet, Hauptsache, man kann eine Kamera weitgehend manuell steuern und ist bereit, sich mit den Grundlagen der Fotografie auseinander zu setzen!

Die 12 Megapixel sind vollkommen in Ordnung, wichtig ist dabei das APS-C-Format des Sensors, denn seine physische Größe vermeidet vor allem Rauschen bei schlechten Lichtverhältnissen und wird mit einem separatem AF kombiniert, der schneller und präziser als in einer Knipse ist. Zur Steuerung und Bildkontrolle gibt es auf der Rückseite ein 2,7 Zoll großes Display, Empfindlichkeit von ISO 100 bis 6.400, eine kürzeste Verschlußzeit von 1/4.000 s mit maximal 3 Bilder/s sowie 9 AF-Punkte. Auch am Einsteigermodell kann man die EF-Objektive einer “großen” bzw. analogen EOS verwenden (Achtung, alte FD-Objektive lassen sich wg. des Auflagemaßes nicht sinnvoll einsetzen).

Auch das Einsteigermodell bietet 14-Bit-RAW (Quelle: Canon)

Auch das Einsteigermodell bietet 14-Bit-RAW
(Quelle: Canon)

Mich interessiert in den technischen Daten ein ganz anderer Punkt: Unter “Dateityp” werden 14 Bit Farbtiefe pro Grundfarbe genannt, was das 260.000-fachen gegenüber der Standardeinstellung JPG bedeutet. Damit kann man im RAW-Modus bei der Nachbearbeitung ungeahnte Reserven mobilisieren.

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