Blick in die Sterne — Astrofotografie

Die Fotografie bietet reichhaltig Möglichkeit zu experimentieren oder sich auf ein Gebiet zu spezialisieren und mit anderen Hobbys zu kombinieren: Eine sehr interessante Variante ist der Blick in die Sterne, die Astrofotografie.

Selbst habe ich diesbezüglich leider nur wenig Erfahrung, da es sich oft nicht mit Standardequipment auf die Schnelle machen läßt. Wie viele andere mache auch ich den Fehler und denke, daß man dazu unbedingt lange Brennweiten benötigt (Teleobjektive). Doch das spielt oft nur bei erdnahen Objekten wie dem Mond eine Rolle. Die beeindruckenden Zeitrafferaufnahmen der Milchstraße entstehen i. d. R. überraschenderweise mit eher kurzen Brennweiten (Weitwinkel) — das o. g. Video sogar mit einem 15-mm-Fisheye (Canon EOS 5D [Vollformat] mit EF 15 mm 2,8 bei ISO 1.600).

Schöne Aufnahmen der Milchstraße findet auch im Beitrag “The Majestic Milky Way” (englisch). Einfache Tipps zur Astrofotografie gibt’s auch im Beitrag “Star Photography Tips” (englisch). Inspiration gibt es also reichlich…

Das Objektiv ist m. E. das geringere Problem, denn der Trick für diese klaren Aufnahmen liegt in der modernen Konstruktion von Digitalkameras: Vor dem Sensor fest verbaute UV- und Infrarot-Filter — mit den richtigen sie erzielt man bei Nachtaufnahmen deutlich bessere Ergebnisse. Dazu gibt es folgende Lösungsansätze:

  1. Sündhaft teuere Spezialkameras, die als “Astro”-Variante angeboten werden.
  2. Professionelle Umbauten konventioneller Kameras.
  3. Bei einer “abgeschriebenen” Kamera versucht man selbst einen Umbau — aber vorher über die Erfolgschancen informieren denn Filter sind Teil des optischen Systems.
  4. Es soll ältere Modelle geben, bei denen das mit den Filtern angeblich keine Rolle spielt.

Wer genaue Modelle kennt — bitte Info in den Kommentaren.

Dazu kommt noch Kleinkram wie ein ordentliches Stativ, eine interne oder externe Intervallauslösung (auf richtigen Kameraanschluß achten), zusätzliche Stromversorgung oder aber — schon wieder spezieller — eine Kühlung für den Sensor, denn lange Belichtungszeiten bzw. Dauerbetrieb erhöhen durch Wärmeentwicklung das Rauschen. Sicherlich findet man auch eine Menge Infos in einschlägiger Fachliteratur.

Hingucker zum Schluß: Eigentlich keine reinen Sternenaufnahmen, aber eine interessante Mischung aus Zeitraffer (Timelapse), Panoramen und animierten Schwenks ist die Website “TimeScapes“.

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