Weißt du noch: Einwahl bei AOL

Irgendwann — als “online” zu sein noch richtig teuer ist — bin ich auch bei AOL (auf jeder halbwegs populären Zeitschrift klebt eine Werbe-CD mit ein paar Stunden kostenlosem Zugang). Das proprietäre Verbindungsprogramm zelebriert die Einwahl ins AOL-Netz mit der Bildsequenz regelrecht.

Einwahl bei AOL Einwahl bei AOL

Einwahl bei AOL.

Nicht nur das: Bei neuen Mails im Postfach sagte eine Stimme “Sie haben Post” — die Ansage kam natürlich nicht vom Server, sondern der lokalen Festplatte… Dazu gehört auch der Satz “bin ich schon drin” von “Bobbele”. Heute blocke ich alle E-Mails aus der Domäne aol.com, weil es fast nur noch Spam ist.

Habe in einem alten Backup noch ein paar Screenshots gefunden, laut Dateidatum von Februar 1999.

Youtube: 3d-Kunst auf der Straße

3d-Druck-Stifte werden aus Sicht der 3d-Druck-Profis nicht selten in der Spielzeugabteilung verortet. Das ist allerdings ungerechtfertigt, weil sie gar nicht den FDM-Druck ersetzen sollen (siehe mein Buch “Mein erster 3d-Drucker“). Es kommt auf die Herangehensweise an. Mit so einem Stift baust du ein Objekt nicht zeilenweise auf, sondern so wie man es auch konstruiert: Du ziehst Linien und verbindest erstmal einzelne Punkte, zu Anfang sogar ganz simpel nur 2-dimensional. Danach werden Einzelteile zu 3-dimensionalen Objekten erweitert, wobei das PLA zugleich Baumaterial und Klebstoff ist.

Sanago zeigt, was mit einem 3d-Stift möglich ist.
(Quelle Youtube „Sanago“ a. a. O.)

Wer noch skeptisch ist oder es sich so gar nicht vorstellen kann, sollte sich bei Youtube den koreanischen Kanal Sanago ansehen. Der zeigt nicht nur tolle Beispiele, sondern setzt noch eins drauf: Die Kunstwerke entstehen mobil auf der Straße, wo er beispielsweise die Lücke in einer Mauer nutzt, um dort eine Rampe für einen Bungee-Springer zu installieren.

Youtube: Funktionsweise Tiptoi-Stift*

Obacht, wenn du ein Wissensbuch für deine Kinder kaufst: Ist es eines mit dem Hinweis “Tiptoi“, kann es durch Antippen Sounds abspielen — doch dazu benötigst du einen recht kostspieligen “Stift” von Ravensburger (bei Amazon z. Zt. ca. 34 Euro, dann besser ein Starterset mit Buch für ca. 42 Euro nehmen). Die Idee an sich ist nicht neu, das hat Ravensburger bereits in den 80er mit “ELEXIKON” und Pieptönen gemacht. Es gibt aber auch Bücher, wo die gesamte Logik eingebaut ist, kann aber nur Geräusche bzw. Tierstimmen (zum Beispiel ein Soundbuch von Carlsen).

Der Tiptoi-Stift (Youtube)

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Analoges Fotolabor der 80er

Die Idee, den Alltag zu fotografieren, habe ich schon als Jugendlicher. Leider kostet damals jedes einzelne Foto richtig Geld und eine Kamera hat man nicht immer griffbereit — zumal eine kompakte Zweitkamera für “immer dabei” gerade für einen Jugendlichen unerschwinglich ist. Deshalb sind “unspektakuläre” Fotos trotz allem rar.

Durst Laborator 900 (Foto: T. Luhm)

Durst Laborator 900
(Foto: T. Luhm)

Neulich habe ich mal wieder einen Schwung Negative gescannt und darunter auch einen Schnappschuß aus “meinem” analogen Fotolabor entdeckt. Es handelt sich um die Dunkelkammerdarkroom — bei einer großen Tageszeitung, wo ich Mitte der 80er ein Praktikum gemacht habe.

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Lightpainting mit Oberlehrer und Designsie (making of)

Während unseres Lightpainting-Abends haben wir auch ein bißchen gefilmt. Es hat “ein paar Tage” gedauert, aber nun gibt’s auch ein Video mit ein paar Eindrücken “hinter den Kulissen”.

Lightpainting mit Oberlehrer und Designsie (Youtube)

Runter vom Sofa, nachmachen — und bitte auch Ergebnisse zeigen!

Skandal — Egoshooter Doom auf Digitalkamera

Digitalkameras aus dem letzten Jahrhundert gehören zum alten Eisen? Nicht immer, denn in mancher steckt mehr als du denkst. In den Anfangszeiten der Digitalfotografie ist solch eine Kamera eher ein Minicomputer mit angebauten Kameraelementen und weitestgehend ohne Custom-Chips. Die Kamera kostet damals um die 1.000 US-Dollar.

Egoshooter Doom auf Kodakdigitalkemera. (Quelle: a. a. O.)

Egoshooter Doom auf Kodak Digitalkamera.
(Quelle: Youtube|Kanal “LGR” a. a. O.)

So basiert beispielsweise die Kodak DC260 von 1998 weitgehend auf Power-PC-Architektur und kann auch entsprechenden Programmcode ausführen, egal ob er etwas mit Fotografie zu tun hat oder nicht.

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Blitzen: Preiswerte Alternative zum Yongnuo 560.

Blitzgeräten stehe ich ja prinzipiell sehr skeptisch gegenüber. Bei Reportagen bzw. unterwegs verzichte ich inzwischen weitgehend darauf und versuche mit ISO 3.200 auszukommen. Die daraus resultierende “Körnung” (Rauschen) ist mir lieber als die brutalen Schlagschatten und fahle Gesichter.

Yongnuo oder Andoer?

Yongnuo oder Andoer — zum Verwechseln ähnlich.
(Quelle: Amazon, Aliexpress)

Fürs “Studio” oder gestellte Bilder vor Ort habe ich meine Meinung aber geändert. Das liegt allerdings auch daran, daß man bei Digitalkameras dank Sofortkontrolle über das Display ganz anders vorgehen kann, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  1. Fernauslösung (“entfesselt”)
  2. manuell dosierbare Leistung
  3. mehrere Geräte bezahlbar

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Lightroom 9: Details geändert, Panorama verschlimmbessert.

Seit ein paar Tagen gibt es bei Lightroom ein Upgrade auf Version 9. Aber es braucht einen nicht zu interessieren, seit “alle” im Zwangsabo sind (sofern nicht landesweit die Server abgeschaltet werden wie beisplw. in Venezuela).

Für Lightroom 9 muß konvertiert werden

Für Lightroom 9 muß der Katalog konvertiert werden.

Bei einem Versionssprung erwartet man wahnsinnige Neuerungen, wie beispielsweise ein Focusstacking. Doch nichts dergleichen, es gibt lediglich Verbesserungen im Detail. Bevor es losgeht, muß erneut der Katalog konvertiert werden (und ist wie immer nicht abwärtskompatibel).

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Canon kündigt Entwicklung der EOS-1D X Mark III an

[PM] Canon gibt heute die Entwicklung der mit Spannung erwarteten EOS-1D X Mark III bekannt, dem Nachfolger der erfolgreichen und unter Profis beliebten EOS-1D X Mark II. Das Flaggschiff im Canon EOS SLR Line-Up setzt neue Zeichen: Die Kamera eignet sich perfekt für die Sport- und Naturfotografie und wurde auf der Grundlage des Feedbacks aus der weltweiten Community der EOS-1D X und EOS-1D X Mark II Fotografen entwickelt. Hinzu kamen umfangreiche Tests in der Praxis mit professionellen Fotografen. Die EOS-1D X Mark III bietet eine beeindruckende Leistungssteigerung beim Autofokus und eine deutliche Verbesserung von Bildqualität, Videoaufnahmen und Datenaustausch. Professionelle Fotografen können somit ihre Jobs und Projekte noch schneller, effizienter und hochwertiger realisieren.

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Parkschlößchen [vor 10 Jahren]

Bei Panorama-Foto denken viele Nutzer an weitläufige Landschaftsaufnahmen. Du kannst diese Technik aber auch gut als Weitwinkel-Ersatz verwenden. Da Software das zu Grunde liegende Stitching (“Zusammenflicken”) inzwischen ganz gut im Griff hat, muß diese Technik nicht in der Kamera eingebaut sein. Im Gegenteil, externe Software ist da oft leistungsfähiger und profitiert vom technischen Fortschritt.

Das Parkschlößchen wird renoviert

Das Parkschlößchen wird renoviert (2009).

So entsteht das Foto eines alten Ausflugslokals aus 19 Teilaufnahmen, die ich vor rund zehn Jahren mit meiner Canon Powershot G7 mache. Eine hochwertige Kompaktkamera, die allerdings nur ein schwaches Zoom ab ca. 35 mm KB bietet (7,4 mm Brennweite x 4,9 Crop-Faktor, heute kann ich auf echte 14 mm KB zurückgreifen). Ich mache damals diese Aufnahmen “auf Vorrat”, weil 2009 die Software noch hakelig arbeitet, aber 2019 steht sie sogar in Lightroom zur Verfügung (ab LR 5).

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