Auch mit gesprungener Frontlinse erstaunlich gute Fotos machen

Es gibt ja immer wieder Leute, Frontline kaputt, aber Bilder noch möglich (Bild: lensrentals.com)die eifrig die Frontlinse des Kameraobjektivs polieren — weil ja angeblich jedes Staubkorn die Bildqualität mindert. Ich würde nur groben Schmutz beseitigen, weil durch unsachgemäßes Reinigen u. U. erst recht Schrammen entstehen (das gleiche gilt auch für den Bildsensor). In vielen ehrlichen Beschreibungen gebrauchter Objektive wird Putzspuren hingewiesen…

Frontline kaputt, aber Bilder noch möglich
(Quelle: lensrentals.com)

Bei einem Objektiv würde ich stattdessen einen mehr oder weniger neutralen Filter davor setzen (z. B. Skylight oder UV), der als Schutz vor Schmutz und “Opfer”-Element bei Stößen dienen kann. Leider ist dies gerade bei besonders gefährdeten Weitwinkelobjektiven wg. der Vignettierung oder sogar Wölbung selten möglich. Bei Fisheye-Objektiven werden deshalb Filter von der Bajonettseite her eingesetzt. Und theoretisch kann ein Filter als Teil des optischen Systems die Bildqualität mindern…

Aber andererseits zeigt ein Beispiel auf der Website von lensrental.com, daß “Störfaktoren” direkt auf der Linse — wenn überhaupt — sich nur als Weichzeichner bemerkbar machen. Selbst mit der mehrfach gesprungenen Linse und dem “blinden Fleck” des oben abgebildeten Objektivs lassen sich noch erstaunlich deutliche Bilder machen. Die erkennbare Unschärfe geht dabei sogar wahrscheinlich “nur” auf die “Dejustierung” der einzelnen Bruchstücke zurück. — Was ist dagegen schon ein Staubkorn..?

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