Ansichtssache

Ob Selfpublisher oder Unternehmer, auch für ein gutes Produkt muß man werben, zum Beispiel über “Pressemitteilungen”, die inzwischen nicht selten auch direkt beim Leser landen.

Kostenlos ist nicht rechtlos.

Kostenlos ist nicht rechtlos.

Zur Orientierung stellt die Website Online-PR-Praxis eine Liste mit 168 Presseportalen zur Verfügung, im Blogbeitrag als auch zum kostenlosen Download als PDF (und wirbt damit natürlich auch für sich selbst). Den Anstoß für meinen Beitrag liefern allerdings die speziell im PDF unter “Urheberrecht” genannten Konditionen der Verwendung und Weitergabe, die mich wegen eigener Projekte interessieren.

Für mein kostenloses E-BookE-Book Makrofotografie” sowie ein ebenfalls kostenloses Kindle-Praxisbuch muß ich mir noch “Lizenzbedingungen” überlegen — da guckt man Mal, wie andere das so machen. In dem o. g. PDF heißt es dazu: [Numerierung in eckigen Klammern von mir]

[1] Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschützt. [2] Sie erhalten bis auf Widerruf die Erlaubnis, [3] es als Ganzes und unverändert weiterzugeben. [4] Sie dürfen es weder als Ganzes noch in Teilen auf Ihrer eigenen oder anderen Websites zum Herunterladen bereitstellen. Bitte weisen Sie in solchen Fällen mit dem folgenden Link auf die Möglichkeit des Herunterladens hin: (…) [Quelle: a. a. O.]

So eine Zusammenstellung macht häufig erstmal für sich selbst, und wenn Sie was taugt, kann man überlegen, sie zu veröffentlichen — doch wie macht man das am besten? Was will man erreichen? So sehe ich das, aus rein pragmatischer — nicht juristischer — Sicht:

  1. Auch wenn ein Dokument kostenlos verteilt wird, ist es nicht automatisch “public domain”, man darf damit nicht machen was man will. Daran sollten vor allem Leser denken, die aus einem kostenlosen E-Book mal schnell eine “eigene” Website basteln wollen. — Sehe ich auch so, geschenkt ist nicht rechtlos.
  2. Was einmal “freigelassen” wurde, kann man kaum zurückholen. Allerdings kann man damit möglicherweise einen Anspruch auf kostenlose Lieferung abweisen und für ein Update/Upgrade neue Konditionen anwenden. — Man kann ja nie wissen…
  3. Eine Veränderung kann ein Werk entstellen, Fehler erzeugen und vor allem die als “ROI” geplanten Links und Angaben zur Quelle verschwinden lassen. — Das ist der “Preis” für kostenlos, und m. E. völlig i. O. so lange ein Werk nicht “spammt”. Aber dann muß man es ja nicht herunterladen.
  4. Die letzte Passage finde ich im Sinne einer weiten Verbreitung eher hinderlich. Verständlicherweise möchte der Autor Traffic und damit Interessenten auf seine Site locken. Andererseits ist das Verbreiten nur eines nackten Links für andere Websites (außerhalb eines Forums oder Twitter) eher uninteressant. — Ich werde es (nachdem sich das E-Book bewährt hat) wahrscheinlich sogar selbst bei entsprechenden Plattformen einstellen, um deren teilweise immense Reichweite nutzen zu können. Für eventuelle Updates/Upgrades kann man die Entscheidung ja überprüfen. Außerdem weiß der interessierte Leser ja, daß es die aktuellste Version jeweils bei Original Quelle gibt.

Was sollte man sonst noch berücksichtigen?

j7e03lw

Comments

comments

Leave a Reply

Your email address will not be published.